Dampf ablassen!

Ärger abbauen. Frust loswerden. Darüber diskutieren.

Anna

Lebensunfähige Studenten

Mich regen diese Dauer-Studenten auf, die ewig weiter studieren, weil sie Angst vorm Arbeitsleben haben.
Habe bei manchen Äußerungen echt das Gefühl, dass die nicht studieren, weil sie sich für ein Fach sehr stark begeistern und sich dort weiterbilden möchten, um sich später mal in diesem Bereich einzubringen, sondern weil sie schlicht keinen Bock auf eine Ausbildung oder das Arbeitsleben haben. Habe schon oft gehört: "Ich bin jetzt fertig mit meinem Studium, überlege ob ich noch was anderes dranhänge, weil ich Studieren so schön finde."
Die Lust zur Weiterbildung in allen Ehren, aber ich glaube auch, dass viele, die heutzutage studieren, oft nicht mal Grips in der Birne haben, wenn ich sehe, dass die nicht mal einen Busfahrplan lesen oder sich ein Butterbrot schmieren können. Gute Noten kann man sich heutzutage einklagen und Mami und Papi finanzieren ihnen schön das Leben.

Da spricht wohl jetzt auch ein wenig der Neid aus mir, aber ich konnte damals nach dem Abi nicht studieren, weil es diese bekloppten Studiengebühren gab und ich zusätzlich zum Studium einen Nebenjob hätte machen müssen, um mein Leben unterhalten zu können. Das hätte mich so gestresst, dass sich das Studium wohl eh geschmissen hätte und mich dann lieber für einen anderen Weg entschieden habe.
Und dann sehe ich diese Nichtskönner von heute, die hochgebildeten Akademiker von morgen, die alles in den Arsch gesteckt bekommen und scheinbar völlig unfähig sind, mit den normalsten und einfachsten Dingen im Leben.

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Kommentare (19)

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Mitglied [2076]

Ich denke, dass du dir immerhin schon selbst die Antwort gegeben hast, warum es dich so sehr aufregt. Da ich auch mal eine Ausbildung vorausgeschickt und in der nichtakademischen Welt angefangen habe, kann ich bestimmt auch beide Seiten sehen. Durch eine Ausbildung gibts nicht mehr die Chancen wie damals und man ist in Vollzeit bei wenig Geld beschäftigt. Wenn danach nichts Gutes mehr zu erwarten ist, lohnt es sich für viele nur noch in der zeitaufwändigen Kombi mit nem Studium, wenn überhaupt. Beachten darfst du auch, dass besonders liquide Studenten eher von privater Seite das Geld zugeschustert bekommen und der Staat sie erstmal günstig von der Backe hat. Einen Arbeitslosen zu alimentieren kostet ordentlich mehr. Selbst wenn es den Höchstsatz an Bafög gibt, läufts nicht über die knapp bemessene Regelzeit hinaus. Dumm, wenn man in teuren Studentenstädten eh nicht über die Runden kommt und noch jobben muss.

Die Freiheiten als Student hättest du ganz gerne auch mal genossen, ganz klar. Ich in meiner zu lang ausgefallenen Studentenzeit habe es mir auch selbst vorzuwerfen, dass ich dazu zu blöd war. Ich habe zwar nicht mein Glück in sinnlosen Beschäftigungen gesucht, aber mich zurückgezogen. Vielleicht merkst du jetzt einfach mal, wie sinnlos und wenig erfüllend dir dein EIGENES Leben vorkommen mag. Die Arbeit fühlt sich sinnlos an und zum Leben bleibt nicht mehr viel übrig. Der Lohn dafür kann die ganzen Kompromisse auch nicht wieder wettmachen.... Du möchtest brav in die Rentenkasse einzahlen, um danach deine Ansprüche geltend machen zu können und dir dann mit - aua mein Rücken - 67 endlich das Leben zu erlauben, wenn dein Umfeld es dir endlich erlaubt. Wenn es das dann alles so mit der Rente noch gibt, du noch gesund genug dazu bist oder überhaupt noch lebst. Vielleicht wirst du dann mit deiner Freiheit eh nicht klarkommen und merken, um was du dich betrogen hast. Es ist zwar nie zu spät, aber sooo spät wäre schon etwas traurig, wenns auch noch eher ginge.

Gerade in der heutigen Zeit ist es nicht falsch, alles mal gründlich zu überdenken. Weil wir immer weniger dafür rausbekommen, müssen wir auch nicht noch mehr hineinstecken. Seit der Schulzeit und schon ab dem Kindergarten müssen und müssen wir ständig. Ich habe selbst das Dürfen schon verlernt und muss/musste es neu lernen. Für wen soll ich mich so abrackern? Weil die Welt so ist wie sie ist, wird jeder ohne perfektioniertes Profil als toter Fisch in dieser Suppe mitschwimmen müssen. Viele alte, sterbende Menschen bereuen es, dass sie zuviel gearbeitet und zu wenig "gelebt" haben. Ich glaube nicht, dass die gegenteilige Version häufig auftritt. Ich habe mich nach soeiner spirituellen Erfahrung immer gesehnt, um dadurch glücklicher leben zu können, aber die meisten Szenarien erlauben kein Zurück mehr.
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Möchte ich n...

Ich habe total Angst vor sowas. Ich kann gar nicht abwarten, bis ich endlich mit allem durch bin und anfangen kann Geld zu verdienen und mir ein Leben aufzubauen. Fühle mich da so, als sei ich echt extrem spät drann. Erstmal 13 Jahre Schule, dann ein extra Jahr wegen Schulwechsel und dann ertsmal nach der Schule 2 Jahre gearbeitet. Aber nichts vernünftiges, habe so wenig verdient, dass ich trotzdem noch auf die Unterstützung meiner Eltern angewiesen war. Aber ich habe mich damals noch nicht bereit gefühlt, zu studieren und wusste nicht, was ich wählen soll. Dazu kommt, dass mein Wunschstudiengang auchnoch Regelstudienzeit ein Jahr länger dauert, als der Durschschnittsstudiengang. (dann bin ich voll alt) Und ich wünschte, ich wäre jetzt einfach schon mit allem fertig. So wie die 12er Abi Leute nächsten Sommer fertig werden, die direkt von der Schule an die Uni sind. Die können dann jetzt schon anfangen zu arbeiten und haben ein Haus, bevor ich meine Studienschulden abbezahlt habe.

Jeder wie er mag. Manche möchten das gerne so, wollen ,,alte'' Studenten und Langzeitstudenten sein. Ich will es nicht freiwillig und ich habe Angst vor sowas.
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Eva
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Mitglied [6591]

Die kriegen wie die Hausfrauen mal keine Rente. Was zahlen die ein, und tragen zur Gesellschaft bei?? Vor 30 arbeiten die eh nichts.
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NO RISK NO FUN

Gegenlärm

Ich glaube, dass viele junge Leute das Studium als bequeme Alternative zur Lehre betrachten. In der Lehre muss man früh aufstehen, arbeiten, Leistung bringen. Im Studium hingegen, kann sich das jeder selbst einteilen - so, wie er lustig ist. Zudem zieht man zum ersten Mal weg von Mama & Papa, bevorzugt in eine Party-WG, wo die WG-Mitglieder einem das Leben beibringen und für Unterhaltung sorgen (Bei einem Lehrling, der um 6 Uhr im Betrieb anfangen muss, eher nicht empfehlenswert). Und wenn man als Studi mal nicht klar kommt, regeln das Mami & Papi. Ich habe von Professoren und Uni-Mitarbeitern gehört, dass sie regelmäßig mit Eltern zu tun haben. Das fängt bei der Immatrikulation an ("Meine Tochter will XY studieren, was muss sie dafür tun?" und wenn das Kindchen die Anmeldefrist verpennt hat: "Es ist eine Unverschämtheit, dass sie kein Verständnis dafür aufbringen! Meine Tochter hatte schließlich noch Anderes zu regeln als auf Ihre Fristen zu achten!") und geht bis zu Beschwerden über schlechte Noten.
Früher gehörten Studenten zur Bildungsschicht, waren meist fleißig, zielstrebig, interessiert und zudem politisch und / oder sozial engagiert. Heutztage kann ich das bei vielen jungen Leuten, die ich so in meinem Umfeld erlebe, nicht mehr behaupten.
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Mitglied [2076]

@Eva:
Hast du jetzt schon 40 Jahre eingezahlt und bist bald so weit? Oder gehörst du auch zu den U40-Leuten, die nur noch für die Rente leben und das beste vom Leben einfach abschreiben? Du könntest vorher sterben, das Sozialsystem könnte mit angrenzender Sicherheit kollabieren. Auch wenn am Ende alles klappt, bist du dann überhaupt fähig, als freier Mensch ohne Verpflichtungen von außen zu leben? Nicht wenige Menschen von diesem Schlag bringen sich recht bald danach um oder kriegen einen nicht selten tödlichen Herzkasper innerhalb des ersten Rentenjahres. Nicht wenige triffts schon vor dem 60. und heutzutage auch gerne schonmal die ganz Eifrigen mit mitte 30. Der Burnout kommt für Männlein wie Weiblein dann mit Mitte/Anfang 40.

@Gegenlärm:
Klischees über Klischees, wie man sie ja kennt. Ich habe mich nie viel mit den ganzen Personenkreisen von der Uni abgegeben, weil ich unter den dort Angestellten bis zu den Profs hoch auch nur unfertige und weltfremde Erwachsene sehe, denen ich mich nicht weiter angleichen möchte. Auch habe ich mal bei einer Klausureinsicht erlebt, dass für ein Weibchen eine 4.0 in einer Klausur im Master (musste bestimmt vorher auch nur top gewesen sein) einfach nicht wahr sein konnte und ihre MUTTER mit Männerhaarschnitt einen Mitarbeiter total grotesk angefleht hat, da doch noch ein paar Punkte zu finden. Ihre Tochter wäre gerade auch nicht da, sondern in einem Praktikum bei einer Bank in Düsseldorf, was unbedingt ein paarmal gesagt werden musste und blablabla... Noch mehr wissen die Leute von den Fachschaften. Vor allem Mädels gehen da ziemlich weit, wenn die aus der Schule bewährte Heulnummer nicht mehr reicht.

Ich habe aber alles dort selbstverantwortlich begonnen und für alles die Konsequenzen selbst getragen. Meine Eltern sind vollkommen desinteressiert und wollen einfach nur, dass ich irgendwann mal irgendwo unterkomme. Außerdem könnten die auch nicht wirklich etwas für mich reißen und ich musste auch in der Schule immer selbst irgendwie zusehen. Ständig überfordert und eben keine Helikoptereltern, wenn ich von ihrer wenig hilfreichen und fast krankhaften Neugier absehe.

Ich weiß auch nicht, ob da unberechtigter Neid spricht, denn ein Studium erfordert schon etwas, wenn es einigermaßen abgeschlossen werden will und nebenbei wird auch kein großes Geld verdient. Nachher auch immer häufiger nicht. Vielleicht reicht dir dein eigenes Leben einfach nicht. Ich habe sogar auch mal eine der supertollen Ausbildungen gemacht. Habe bestimmt viel Praktisches gelernt und war immer dabei, aber wurde nur billig abgespeist über Jahre hinweg. Als ich dann ausgelernt war, durfte ich gerne gehen und war ohne Erfahrung auch anderswo nicht besonders gefragt. So toll war und ist der Arbeitsmarkt auch nicht und mir haben außerdem nützliche Kontakte gefehlt, weil ca. 2/3 der offenen Stellen garnicht erst ausgeschrieben werden, wie man grob sagt. Es kann sich auch lange nicht jeder Student ein Partyleben leisten. Hättest aber selbst auch wohl nix dagegen gehabt oder? Deine Berufstätigkeit und damit verbundene gesellschaftliche Teilhabe erfüllen dich wohl nicht.
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Gegenlärm

Das Neid-Totschlag-Argument funktioniert bei mir nicht, weil ich wirklich niemanden beneide, der in einer Party-WG lebt. Sonst hätte ich dieses Leben ebenfalls gewählt. Ich habe mich gesellschaftlich lieber außerhalb meiner vier Wände ausgetobt z.B. beim Fußball, beim Stammtisch u.ä.
OK, auf den promovierten 1.0-BWLer bin ich schon ein wenig dolle neidisch weil der sich jetzt das freistehende Einfamilienhaus kaufen kann, in dem er nicht von Party-WGs belärmt wird. =D Um die vielen Jahre, die der Gutverdiener jedoch in sein Studium und seine anschließende Promotion gesteckt hat, beneide ich ihn wiederum nicht. Eine Schlange ohne Ende.
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Möchte ich n...

@Gegenlärm:


Das läuft aber nicht immer so! Ich studiere an einer Hochschule, Dual, und bekomme kein Geld dafür. Kann mir meinen Plan nicht einteilen und bin auch von Morgens bis Abends vollzeit an der Hochschule bzw. Bildungseinrichtung und muss in den Semesterferien 40 Stunden die Woche vom Studium aus Vollzeit und unendgeltlich arbeiten bzw. sie nennen es ,,Praktika''.
Bin schon 2 Jahre vor Studiumsbeginn ausgezogen, weil ich es zu Hause nicht mehr ertragen habe. Da bin ich unfreiwillig in einer Party WG gelanded. Und da hat mir niemand ,,das Leben beigebracht.'' Genau im Gegenteil musste ich hinter den asozialen Scheisskindern hinterher räumen und bin mir Vorgekommen wie die Mutter von pubertierenden, schlechtserzogenen Dreckskindern. Obwohl die anderen alle 4-7 Jahre älter waren, als ich. Ich selber mache auch nie Party und hasse sowas.
Ich habe das auch mitbekommen, dass diese Leute sich von Mami und Papi alles regeln lassen. Aber ich selber war nie so. Ich habe immer alles komplett alleine geregelt. Und musste genau im Gegenteil tagelang hinter meinen Eltern hinterher laufen, dass die mir mal endlich ihren Gehaltsnachweis für meinen Bafög Antrag schicken. Ansonsten habe ich die Unibewerbungen, Wohnheimplatz, (vorher WG Platz), Bafög Antrag, Immatrikulation, Umzug, Zugtickets usw usw ALLES alleine geregelt. Ich bin mit großem Abstand der Jüngste, von 3 Kindern. Und meine Eltern haben schon seit vielen Jahren absolut gar keinen Bock und keine Motivation mehr, irgendwas für ein junges Kind zu regeln, nachdem sie es vor Jahren schon für die 2 anderen gemacht haben. Weil sie vom Alter her schon Großeltern sein könnten und den ganzen Erziehungskram hinter sich haben (wollen). Deswegen bin ich sehr selbstständig. Wasche und Koche auch selbst, seitdem ich so 9-10 war. Deswegen musste ich sowas beim Auszug auch nicht lernen.
Meine Eltern regeln gar nichts. Ich muss eher tausendmal hinterher denen her laufen, wenn ich irgenwelche Unterschriften und Unterlagen brauche.

Mein Unialltag fäng täglich, 5 mal die Woche, um genau 8 Uhr an. und endet teilweise erst um 19:30. Und wie gesagt, an der Hochschule und Dual kann ich da nichts legen und ändern. Weiß aber aus meiner WG Erfahrung, dass andere das teilweise können.

Ich persönlich habe es immer als extrem störend und belästigend empfunden, mit anderen Studenten zusammen zu wohnen. Da diese oft, wie du richtig sagst, nur Party machen und den ganzen Tag zu Hause sind und rumlärmen. Und dann nie schlafen, weil sie auch nie früh rausmüssen.
Das geht aber nicht bei jedem Studiengang. Und mich macht es ehrlich gesagt ziemlich wütend. Andere Leute haben vielleicht das Glück, dass sie für ihren Studiengang rein gar nichts machen müssen, nie anwesend sein brauchen und nie früh morgens raus. Ich habe das Glück nicht. Habe schon allein über 3 mal so viele Pflichtstunden in der Hochschule, wie meine mitbewohne in der Uni waren. Und ich werde von diesen pubertierenden Vollspasten regelmäßig um meinen Schlaf und meine produktive Arbeitszeit gebracht. Könnte ich es mir leisten, würde ich niemals im Leben freiwillig in einer WG leben. Ich will einfach nur meine Ruhe haben, schlafen und lernen wann ich will.


Ich gebe dir absolut recht. Viele Studenten sind asoziale , pubertierende Kinder, die nie irgendwas machen brauchen und so wenig Zeit in ihr Studium investieren, dass sie von dem Zeitaufwand 4 Studiengänge gleichzeitig belegen können und noch Freizeit hätten. Das habe ich in meiner WG Zeit schon bemerkt. Aber das geht nicht bei jedem Studiengang. Und die, die wirklich viel für die Uni machen müssen, die leiden dann unter denen, die nichts machen und nur laut sind.
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Mitglied [2960]

@Anna: Und du meinst, das geht lange gut, wenn Mama und Papa selbst noch im Studium alles für Junior regeln? Nope! Dann sitzt Junior nämlich spätestens beim Bewerbungsgespräch wie ein Häufchen Elend da und weiß nicht was er sagen, geschweige denn wie er sich verkaufen soll. Ciao Arbeitsmarkt, Junior darf wieder in sein altes Kinderzimmer einziehen - für immer! Geschieht den Eltern ganz recht so.
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Möchte ich n...

@Lärmgeplagte:

Ne, leider kenne ich Studenten, bei denen bis jetzt immer alles sehr glatt gelaufen ist, obwol selbst mit 25 oder drüber ihre Mama noch komplett alles geregelt hat. Verdient haben sies nicht. Aber in manchen Punkten werden sie sicher Probleme bekommen. Wie Haushaltsführung und Ausgaben, Kochen usw. wenn es ihr komplettes Leben bis ins Erwachsenenleben die Mutter oder keiner gemacht hat. Wenn ich schon sehe, wie die WG aussieht, wenn ich mal 2 Wochen im Urlaub bin und hinter keinem herräume, dann will ich nicht wissen, wie deren eigene Wohnung mal aussieht. Sie habens nie gelernt. Und ich fühle mich schon wie eine berufstätige Vollzeit-Mutter, obwohl ich ein 22 jähriger Mann mit 24-30 Jährigen Mitbewohnern bin.
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Gegenlärm

@Möchte ich n...
sorry, eigentlich wollte ich mich lediglich auf die lauten Studenten aus meinem Umfeld beziehen und habe mich ungewollt so ausgedrückt, dass es verallgemeinernd herüber kommt.
In unserem Viertel gibt es verdammt viele Party-WGs. Hatte mehrfach welche als Nachbarn, wo ich mich wirklich gefragt habe, wann die mal studieren. Teilweise gingen die Herrschaften schon auf die Vierzig zu.
Aber du hast vollkommen recht: Leute, die wirklich einen strammen Stundenplan haben oder aus finanziellen Gründen zügig studieren möchten, haben heutzutage bei der Wohnungssuche ein echtes Problem. Entweder, weil die meisten WGs keine Ruhe zum Lernen bieten, oder weil Vermieter von ruhigen Wohnhäusern keine Studenten haben möchten - aufgrund der Vorurteile (→Party-WG).

Ich habe ebenfalls unfreiwillig in einer Massen-WG gewohnt. Meine Mutter hat die Zimmer in unserem Einfamilienhaus immer an zahlreiche junge Leute vermietet, die dann auch noch ihre Freunde, Bekanntschaften und Verwandten mitbrachten. Da wusste ich manchmal nichtmal, wer mir morgens in der Küche begegnet, und laute Feiern gab es auch öfters bis in die frühen Morgenstunden. Meine Mutter fand das toll. Ich nicht. Deshalb bin ich ausgezogen, und deshalb wird mir unbehaglich zumute, wenn ich das Wort "WG" höre =D. Bin da wohl ganz speziell...
Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du eine ruhigere Wohnung findest.

@Lärmgeplagte
Mich fragte mal eine Mami, ob sie beim Bewerbungsgespäch ihrer volljährigen Tochter daneben sitzen dürfe. Die Frage hat mich total überfordert =D. Musste ein paarmal ein und ausatmen bis ich ihr antworten konnte, dass dies nicht möglich sei.
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Mitglied [2960]

@Möchte+ich+nicht: Ja, all das kommt natürlich noch hinzu! Aber in einer versifften Wohnung, ohne saubere Wäsche und Fastfood als Hauptnahrungsquelle kann man durchaus noch überleben, wenn man das Haushalten nie gelernt hat... ohne geregeltes Einkommen, weil man zu blöd für die Jobsuche ist, nicht allzu lang. Da geht es dann schon um die Grundlage deiner Existenz, die selbstständig bewältigt werden muss.

@Gegenlärm: Deine Mutter fand das toll? WIESO?!

Siehste, so läuft das mittlerweile... echt peinlich sowas! Wer Mammi mit zum Bewerbungsgespräch mitnimmt, kassiert ja wohl gleich ne verdiente Absage.
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@Möchte+ich+nicht: Ja, all das kommt natürlich noch hinzu! Aber in einer versifften Wohnung, ohne saubere Wäsche und Fastfood als Hauptnahrungsquelle kann man durchaus noch überleben, wenn man das Haushalten nie gelernt hat... ohne geregeltes Einkommen, weil man zu blöd für die Jobsuche ist, nicht allzu lang. Da geht es dann schon um die Grundlage deiner Existenz, die selbstständig bewältigt werden muss.

@Gegenlärm: Deine Mutter fand das toll? WIESO?!

Siehste, so läuft das mittlerweile... echt peinlich sowas! Wer Mammi mit zum Bewerbungsgespräch mitnimmt, kassiert ja wohl gleich ne verdiente Absage.
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Möchte ich n...

@Lärmgeplagte:


Ich traue Leuten aber zu, dass sie sich bei der Jobsuche auch auf die Eltern verlassen. Die, die ich kenne, die jetzt mit dem Studium fertig sind, leben immernoch arbeitslos vom Geld ihrer Eltern und machen irgendwas, weil sie jetzt noch nicht arbeiten wollen. Also irgendwas; zum Beispiel reisen.
Naja, aber ich denke, selbst wenn jemand qualifiziert und selbstständig ist, garantiert es ihm nicht unbedingt sofort einen guten Job. Je nachdem, was man studiert hat. Zb BWL studiert ja buchstäblich jeder Zweite. Da haben die Arbeitgeber die freie Auswahl.


Und ja, man kann in einer verdreckten Wohnung leben, aber nicht glücklich. Und ich bin jetzt mal ganz böse und schadenfreudig und wünsche es ihnen, als Revenge dafür, dass ich jahrelang den Haushalt für mehrere Personen schmeißen durfte. Irgendwie hasse ich die meisten leute in meinem Alter. Die benehmen sich alle wie 13 Jährige, mit den Rechten von Volljährigen.

Aber ganz ehrlich: ich habe tierische Angst davor, mal keinen guten Job zu finden. Oder das es lange dauert. Ich würde eigentlich gerne jetzt schon fest im Leben stehen, mich niederlassen, heiraten, ein Haus renovieren. Aber da bin ich zu jung, und mein Lebensweg noch zu ungewiss für.

@Gegenlärm:

Du musst dich nicht entschuldigen.
Ich kann das gut verstehen und du hast absolut recht. In meiner WG Zeit bin ich Leuten begegnet, den wollte ich garnicht glauben, dass sie wirklich studieren. Weil sie immer zu Hause waren, und Party gemacht haben und dann bis Nachmittag geschlafen haben. Da werde ich dann auch wütend, wenn solche Leute dann vor anderen behaupten, sie würden viel tun und arbeiten. Es ist einfach nervig und anstrengend, nie seine Ruhe zu haben. Und WIE AUCH IMMER kommen die trotzdem gut damit durch.

Ich wollte halt nunmal anmerken, dass es nicht immer so ist. Ich könnte von meinem Stundenplan her nichtmal so einen Lebensstil führen, wenn ich es wollte. Ich will es nicht. Trotzdem wäre es mir lieber, wenn ich weniger Stunden hätte, damit ich nicht darauf angewiesen bin, unbedingt zu einer bestimmten Zeit, oder eben gar nicht zu schlafen. das ist schwierig, wenn die anderen regelmäßig um 6 Uhr morgens ins Bett gehen.

Und genau das Problem habe ich auch bei der WG Suche. Die meisten Leute sind nervig, laut und asozial. Und andere schreiben dann explizit ,,keine Studenten.'' Obwohl ich auch explizit nicht mit Studenten zusammen wohnen will. Obwohl man auch nicht weiß, ob andere besser sind.
Naja, finanziell ist erstmal im Studium keine eigene Wohnung drinn. Wahrscheinlich auch nicht kurz nach dem Studium. Aber ich hoffe einfach mal, dass ich irgendwie in ein ruhiges Umfeld finde.

Oh man. Was du erlebt hast, das tut mir echt Leid. Das wäre der absolute Albtraum für mich. Da hat man ja gar keine Privatsphäre mehr und kein zu Hause. Mich hat es schon unheimlich genervt, als meine ältere pubertierende Schwester Tag und Nacht ihre Freunde und one-night-Stands bei uns rumlaufen hatte. Und man eigentlich nie wusste, wo plötzlich irgendwer Fremdes bei dir zu Hause auftaucht. Als meine Schwester endlich ausgezogen ist, war das eine Wohltat.
Mir geht es auch ganz wie dir: Mit tut dieses Wort ,,WG'' innerlich weh. Wirklich, da wird mir ganz übel. Ich hasse WGs und würde das nie freiwillig machen, wenn ich nicht müsste.

Ja du hast recht. Die meisten Studenten sind so, wie du es beschreibst und ich hasse das auch. Ich wollte nur anmerken, dass es auch Studiengänge gibt, wo dieses ,,Lebensmodell'' nicht funktionieren könnte. Schon rein zeitlich. Und ich fände es halt nicht fair, wenn solche Studiengänge, wo man irgendwie kein privates Leben mehr hat, dann mit solchen 8-SWS Party Studenten in eine Schublade gesteckt wird.
Denn, okay, ich sage es jetzt mal ganz ehrlich und unverblümt: Es ist schon schlimm genug zu sehen, wie jeder andere scheinbar endlos Freizeit hat, nur die eigene Fakultät nicht. (wusste ich vorher nicht) Das macht einen schon neidisch. Auch wenn es sicher auch seine Vorteile hat. Zb muss man sich um keinen Stundenplan kümmern, weil alles vorgegeben wird und man startet unter der Woche immer zur selben Zeit.

Stay Positive. Und dir auch alles Gute.
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Anna

@kittian Witzig, wie du von den Dingen, die mich aufregen auf meine Lebenssituation schließt. Na jedenfalls danke für deine guten Tipps. Ich werde jetzt wohl meinen Job kündigen, mir die Hosenbeine hochkrempeln, Haare bunt färben und mich gleich für das freie WG-Zimmer nebenan bewerben. Dann kann ich endlich doch noch meinem Traum folgen und mein Leben feiern. Vielleicht kann ich den Kids sogar noch beibringen, wie man ordentlich Brote schmiert. So wird's gemacht! Dann muss ich auch gar nicht mehr so neidisch sein und schlecht über sie denken.
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Mitglied [2076]

@Anna:
Ich erhebe keinen Anspruch darauf, dass meine Aussagen zutreffend sind und Handlungsempfehlungen erteile ich schonmal garnicht.
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Gegenlärm

@Lärmgeplagte
Ja, meine Mutter hat manchmal bis zu 5 von unseren 9 Zimmern im Einfamilienhaus an Einzelpersonen (oder sogar mehrere Leute) vermietet, die dann auch noch ihre Freunde, Sippenmitglieder usw. zum Übernachten anschleppten. Wenn ich von der Berufsschule kam, waren unser Wohnzimmer und unsere Küche von wildfremden Menschen belagert, die nicht nur Dreck hinterließen, sondern auch noch Zigaretten, Hasch und Opium (dem Geruch nach) rauchten.
Parties fanden bei uns regelmäßig bis in die Puppen statt - entweder von meiner Mutter oder von meiner Schwester organisiert.
Irgendwann (da hatte ich bereits eine eigene Wohnung, damals nur eine kleine 1-Zimmer-Bude mit Kochecke und Bad) habe ich meinen Vater dazu gebracht, seinen Hausanteil einzufordern. Den konnte meine Mutter ihm nicht zahlen, also musste die Kiste verkauft werden =D.
Mir soll wirklich niemand sagen, ich sei neidisch auf Partyvolk. Ab und zu feier ich ja auch gerne mit Freunden, aber dann im Biergarten, Schrebergarten, in der Kneipe oder wo es niemanden stört.

@Möchte ich n...
Die einzige Lösung, die ich sehe, ist, dass du bei der Wohnungsbewerbung dazu schreibst, wie es ist: Dass du einen sehr vollgepackten Stundenplan hast, daher unbedingt etwas Ruhiges suchst und nicht zu dem Personenkreis gehörst, der regelmäßig feiert oder Unmengen von Besuch einlädt.
Vielleicht gibt es auch WGs, in denen nur Lehrlinge oder Leute, die wirklich lernen müssen, wohnen. Ansonsten gibt es ja noch 1-Zimmerwohnungen, die zwar irgendwie bezahlbar sind, aber auch leider nicht unbedingt Ruhe versprechen - je nachdem, wer neben, über oder unter einem wohnt. Aber da hat man zumindest selbst in der Hand, ob es sauber ist oder nicht.

Die Angst vor der Jobsuche kenne ich. Ich habe anfangs 2-3 Nebenjobs parallel gehabt bis ich etwas "Festes" in Vollzeit gefunden habe. Da du eine vernünftige Ausdrucksweise hast, und Wert auf eine korrekte Rechtschreibung und allgemein auf Ordnung zu legen scheinst, stehen deine Chancen auf einen Arbeitsplatz nach dem Studium wahrscheinlich nicht schlecht.
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Möchte ich n...

@Gegenlärm:

Danke. Naja, das mit der Rechtschreibung lassen wir mal dahin gestellt sein. Eine Einzimmerwohnung ist auf dauer nicht drinn. Aber ich habe auch überlegt, mir das nächste Mal, wenn mein jetziger Vertrag ausläuft etwas zu suchen, was extra nicht für Studenten bestimmt ist. Und sage dann, dass ich auch nicht mit Studenten zusammen wohnen will. Bis jetzt musste ich immer das nehmen, was ich bekommen kann. Da hatte ich auch nie eine Auswahl. Alles ist komplett voll und alle stürzen sich darauf.
Am Besten mache ich mir nicht zu viele Sorgen. Man kann jetzt eh noch nicht absehen, was die Zukunft bringt. Dir aber alles Gute und danke, für das nette Gespräch.
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Mitglied [2960]

@Möchte+ich+nicht: Na ja, aber wie soll das im Endeffekt aussehen? Mammi und Pappi können höchstens ihre Kontakte spielen lassen, um Junior einen Job zu besorgen... aber spätestens da wird sich dann zeigen, dass so ein Party-Student nichts drauf hat und im Prinzip wie ein Lehrling erst alles gezeigt bekommen muss - glaub mir, sowas kann und will sich heute keine Firma für ein richtiges Festgehalt leisten. So jemand fliegt, Connetions hin oder her! Auf irgendeine Weise rächt sich alles im Leben. Schon allein so ein Dauerstudium mit nur 8 SWS ohne Nebenjobs und Praktika, wonach man erstmal gemütlich auf Weltreise geht... das gibt nen richtig beschissenen Lebenslauf am Ende - solche Bewerbungen fliegen gleich in den Müll. Und der Geld
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Mitglied [2960]

...hahn wird auch irgendwann von den Eltern abgedreht.
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