Dampf ablassen!

Ärger abbauen. Frust loswerden. Darüber diskutieren.

Mannomann

Jura-NC

Ich weiß nicht, wer eigentlich das Gerücht in die Welt gesetzt hat, dass man für Jura einen hohen NC braucht, wie Jura-Stundeten gerne behaupten. Ich habe gesehen, dass die Jura-NCs der letzten Jahre richtig schlecht sind. An vielen Unis kommt man komplett zulassungsfrei rein, an anderen wurden noch Leute mit 3,7 aufgenommen! Das ist fast druchs Abi gefallen. Der Durschitts-NC lag so bei 2,7-2,9, was ich auch nicht gerade ,,hoch'' nenne. 2,9 ist ohne großen Aufwand machbar. Nur an wenigen Unis hätte man 1,7 usw gebraucht, was auch nicht extrem hoch ist. Dann geht halt an eine der NC-freien Unis, um Jura zu studieren. Andere Leute müssen auch umziehen. Da ist ja der NC für Genderstudies und so einen Müll schon höher mannomann. Finde ich ehrlich gesagt ziemlich arrogant, dass die ihren NC so hoch reden, wenn es am Ende nichtmal stimmt. Außerdem verunsichert das Schüler, die Jura studieren wollen und sich total den Stress machen, weil sie denken, sie würden einen 1er Schnitt brauchen.

0

👍

 

👎

0
[Melden]
Anzeigen

Kommentare (19)

DeletedUser
★★★★★

Mitglied [2076]

Jura ist ein sehr hartes und sehr dröges Studium. Nur ein Viertel der Teilnehmer des zweiten Staatsexamens haben die Chance auf fette Kohle. Ein weiteres Viertel weiß ich nicht genau und die andere Hälfte ist "ausreichend" und durchgefallen, also dasselbe. Ob das optimistisch stimmt? Außerdem werden bestimmt auch viel mehr Studienplätze vorgehalten, als etwa in sonem Randfach wie Gendermüll, das zudem noch für viele richtig in Mode ist und vielleicht auch wenig intellektuelle Erfordernisse verspricht. Der NC entsteht einfach aus Angebot und Nachfrage an Studienplätzen.
0

👍

 

👎

0

Antworten

Tch

Und was studierst du, Mannomann?
0

👍

 

👎

0

Antworten

Mannomann

@kittian:

Wie schwer das Jurastudium ist, weiß ich nicht. Keine Ahnung, habe noch nie Jura studiert, deshalb kann ich das nicht objektiv beurteilen. Manche Jura-Studenten sagen, es sei sehr schwer und sie haben keine Freizeit, andere sagen es ist entspannt und sie haben viel Freizeit. Jeder Mensch ist anders. Kommt immer auf die Person und die persönlichen Stärken an. Wie in jedem Studium. Und wahrscheinlich auch auf die Uni. Was man nebenbei noch machen muss oder nicht, Arbeiten, Haushalt... usw.
Viele sagen, dass man vor allem extrem viel auswendig lernen muss. Bzw hauptsächlich das. Wer das gut kann, wird es leichter haben, wer nicht, wird es sehr sehr sehr schwer haben.
Was ich sagen kann ist, dass es offensichtlich nicht schwer ist, reinzukommen, wenn man einschreibungsfrei oder mit grottenhaftem NC von 3,7 reinkommt. Man kann nun wirklich nicht erwarten, dass man sich nur bei einer bewirbt und direkt zu seiner Wunschuni kommt. Niemand kann das. Auch ein Medizinstudent mit 1,0 kommt mit Unter nicht an seine Wunsch-Uni. Man muss sich immer an mehreren bewerben. Deswegen ist die Aussage, der NC sei allgemein so hoch nicht richtig, wenn er nur an 3-4 von ca 20 Unis wirklich relativ hoch ist.
Die Schulnote sagt auch nichts aus, wie gut man im Studium ist. Kenne eine, die ihrer Schwester zu Folge sehr schlecht in der Schule war, jetzt an einer Privatuni studiert und so gut ist, dass sie ein Begabtenstipendium bekommen hat.

Ehrlich gesagt glaube ich auch nicht wirklich daran, dass so viele rausfliegen. Dafür kommen noch überraschen viele durch. Ich habe noch nie einen Jurastundenten kenenn gelernt, der auch nur annähernd auf der Kippe stand, aus dem Studium zu fliegen. Selbst wenn sie nebenbei immer nur Party gemacht haben, tausend Hobbys und einen Job haben oder sogar Kinder großziehen. Das ein Studium hart ist und man mit ziemlich schlechten Noten später keinen Job findet und nicht zum Master/ 2. Diplom/ 2. Staatsexamen zugelassen wird, ist in jedem Studium so. (außer vielleicht in so einem Müll wie Genderstudies. Aber ich rede von echten Wissenschaften)


Ich habe den Beitrag hier lediglich verfasst, um mal mit diesem falschen Gerücht aufzuräumen. Habe nämlich neulich wieder ein junges Mädchen kennen gelernt, die Jura studieren will und sich Todesstress macht, weil sie denkt, sie braucht einen 1,0er Schnitt. 1,0 brauchst du an keiner Uni dafür! Eine andere freundin von mir wollte seit ihrer Kindheit Anwältin werden , und hat sich garnicht erst beworben, weil sie dachte, ihr Abi wäre zu schlecht. Stellte sich raus, stimmte gar nicht. Jetzt studiert sie was anderes, wo sie gar keine lust drauf hatte. Deswegen, aus Arroganz solche falschen Gerüchte zu verbreiten, schadet Leuten nur!
0

👍

 

👎

0

Antworten

Deleted User
★★★★★

Mitglied [2960]

@kittian: Und weil es derart trocken und dröge ist, hat Jura auch eine hohe Abbrecherquote. Die Leute denken immer Jura wäre total spannend wie in einem John Grisham Roman... nope, in Wahrheit wälzt man bloß irgendwelche Paragraphen.
0

👍

 

👎

0

Antworten

Mannomann

@Lärmgeplagte:

Hast du Jura studiert? und hast du es abgeschlossen?

Ich kann mir vorstellen, dass der Beruf als Jurist interessant ist. Das Studium eher weniger. Aber ich würde niemals Jurist werden wollen. Tausende Schwerstkriminele hassen dich dann auf den Tod, du musst Angst um deine Familie haben und Urteile sind nicht immer fair, man muss sich mit den schlimmsten Kriminellen und Straftaten auseinander setzen... Mich würde das depressiv machen. Aber die Meisten denken gar nicht über diese negative Seite nach. Die sehen nur den ,,Glamour'' am Beruf. Aber andere Leute können vielleicht auch mit der negativen Seite klarkommen.
0

👍

 

👎

0

Antworten

DeletedUser
★★★★★

Mitglied [2076]

@Mannomann:

Also ich habe dieses Gerücht nicht verbreitet.

@Lärmgeplagte:

Mir ist in einem Grundlagenmodul (Privatrecht) die ganze Rotze schon zuviel geworden. Erstmal schön auswendig lernen, wo alles im BGB steht und am besten ganze Szenarien vorher schon kennen, um sie nach Schema F bearbeiten zu können. Dann dieser Gutachtenstil. Außerdem immer diese Haarspalterei in den Paragraphen. Alles total zwanghaft. Ich weiß auch nicht... aber mehr habe ich davon echt nicht gebraucht und wollte es auch nie wieder... Vielleicht mal wohldosiert hier und da, aber doch nicht alleine soetwas... Wenn ich immer die ganzen vielen Jurastudenten gesehen habe, die mit ihren Gesetzestexten alles bockiert haben. Wie fühlt sich das an, wenn man sich nur damit beschäftigt?
So richtig heiß machen mich Regeln auch nicht und Aufsätze habe ich noch nie gern geschrieben. Schon im BWL-Studium wäre mir die Auswendiglernerei zu blöde, auch wenns da etwas "bunter" und wenigstens mit Zahlen läuft.
0

👍

 

👎

0

Antworten

Deleted User
★★★★★

Mitglied [2960]

@Mannomann: Nö, hab halt bloß all das Gejammer von den Abbrechern mitbekommen.

Jura hat viele unterschiedliche Spezialgebiete, aber da muss man erstmal hinkommen. Sicherlich kann man damit viel Gutes bewirken, aber die wirklich fette Kohle macht man leider damit kriminelle Machenschaften zu legalisieren.
0

👍

 

👎

0

Antworten

Mannomann

@Lärmgeplagte:

Achso, hm. Die Abbrecher habe ich tatsächlich noch nicht kennen gelernt. Eher im Gegenteil.


Ich habe 2 erwachsene Juristen in der Nachbarschaft.
Eine freundliche Richterin. Der Mann arbeitet auch und ist Akademiker. Fahren einen uralten Mercedes, haben ein kleines 3 Zimmer Haus und ein Kind. Also ein ganz durchschnittliches Normalo-Leben.
Dann noch ein immer sehr unfreundlicher Anwalt, den ich nie leiden konnte. War als Kind mit seinen 3 Kindern befreundet. Aber er war immer echt unverschämt zu seinen Kindern und auch zu mir und anderen Freunden seiner Kinder. Zum Beispiel solche Sachen wie:
,,Willst du nach der Grundschule zu den Nachbarn (also zu uns) ?'' Ich sage ,,Jaa!'' Er sagt ,,Halt deinen Mund. Ich habe mit MEINEM Kind geredet.''
Naja, jedenfalls hat der auch erst in so einer Assi Gegend gelebt, als das erste Kind geboren wurde. Dann hat er sich ein großes Haus gekauft, 2 weitere Kinder bekommen. Dann hat er sich ein zweites Haus gekauft und die Wände durchgerissen. (also ob man für 5 Personen so viel Platz braucht) Und die Frau hat aufgehört zu arbeiten, muss sie ja nicht mehr, die Kinder sind inzwischen Erwachsen. Und sie geht jedem in der Nachbarschaft auf die nerven, stalked Leute bis ins Wohnzimmerfenster und lästert dann, was die machen. Weil sie so derbe Langeweile hat.

Also man sieht. Die Leben können ganz unterschiedlich verlaufen, auch wenn man dasselbe macht. Mir ist die erste Familie trotzdem lieber. Auch wenn die Mutter ein bisschen spießig ist und ihrem Kind damals vorgeschrieben hat, mit wem sie sich abzugeben hat. Aber die haben sich immer höflich und professionell verhalten und nie rumgeprotzt.
Von der 2. Familie mag ich eigentlich nur die Kinder. Sagen wir das Älteste, die anderen 2 kenne ich nur etwas. Die Eltern sind unerträglich.

Und dann gibt es noch den Dritten. Ein asozialer möchtegern Macho, wie er im Buche steht. Der immer Leute belästigt und rumgammelt. Anderen Leuten (ehem... zB uns und seinen direkten Nachbarn) seine abgebranten Drogen in den Garten wirft. (habe ich mit eigenen Augen gesehen. Und wenn da was liegt, kann es allgemein nur vom ihm sein. Sonst wohnen da nur Senioren.) Der meinen Freunden in seiner Klasse zufolge das Abi kaum geschafft hat, aber jetzt schon seit 3 Jahren nach wie vor Jura studiert. Keine Ahnung, wie das passieren konnte. Hat auch den studienplatz erst garnicht bekommen aber 2 Monate später, als das Semester schon am Laufen war, dann irgendwie durch Nachrücken doch.
Lol. ich könnte den echt niemals im Leben als ,,seriös'' wahrnehmen, nichtmal als Richter. Den Respekt hat er bei mir schon lebenslang verschissen. Nach all dem asozialen Dreck, den er fast täglich gemacht hat. So was kann man jemanden vielleicht bis 13 vergessen aber irgendwann wird es unreif.

Naja und meine beste Freundin wollte auch Jura studieren, aber hat es dann gelassen. Weil sie dachte, der NC wäre so hoch. und dann googlen wir nach und sie wäre da 3 mal reingekommen. Und sie hat sich echt dafür interessiert. Hat schon das halbe StGB auswenig gekonnt.

Es gibt sone und solche Menschen... Auch unter Juristen. Und man kann sich eigentlich schon denken, wer von denen seriös ist und wer nicht. Nämlich die, die auch im Umgang mit ihren Nachbarn und Freunden seriös sind.


Ansonsten waren die restlichen Jura-Studeten relativ neutral. Manchmal sehr abgehoben, manchmal auch nur aus reichem Hause und die Eltern wollten, dass sie studieren. Hatte auch einen Mitbewohner, der Jura studiert hat. Aber der hat echt nur Party gemacht und nie gelernt. War aber auch schon im letzten Jahr. Also hatte wahrscheinlich das Schlimme schon hinter sich. Oder vielleicht hat das Jahr nicht gezählt, weil das Erasmus war. War jedenfalls ein korrekter Typ.
0

👍

 

👎

0

Antworten

DeletedUser
★★★★★

Mitglied [2076]

Ich habe übrigens mal etwas sehr Ehrliches gefunden, was die "tollen" Aussichten eines Juristen angeht. Vielleicht erklärt das mal, warum man da etwas leichter hineingeraten kann, als in BWL oder gar Medizin... https://www.uni-muenster.de/ZSB/material/m573_1.htm#kap3
0

👍

 

👎

0

Antworten

Deleted User
★★★★★

Mitglied [2960]

@kittian: Der Link ist ja wohl zu köstlich! NUR 1300 Tacken Netto im Monat als ausstudierter Jurist?!? Ich glaub, es hagelt Leute. Und da hieß es immer, ich hätte nichts Vernünftiges gelernt... Danke für diese Erkenntnis.
0

👍

 

👎

0

Antworten

DeletedUser
★★★★★

Mitglied [2076]

@Lärmgeplagte:
Ich hab mich echt über diese Ehrlichkeit gewundert, die man in den Infos anderer Fächer so nicht präsentiert bekommt. Wo kriegt man auch schon direkt unter die Nase gerieben: Lasst es besser gleich bleiben! Normalerweise wird doch jeder Studiengang allen Realitäten zum Trotz in seiner Brauchbarkeit total aufgebauscht.

Bearbeitet von DeletedUser: Ergänzung

0

👍

 

👎

0

Antworten

DeletedUser
★★★★★

Mitglied [2076]

Hier nochmal eben ein Link der Prüfungsstatistiken für das (relevante) 2. Staat-Sex-Amen in NRW. Also die Note "vollbefriedigend" muss es wenigstens sein, um das große Geld machen zu können. Schaffen aber nur so ca. 15-18% im Mittel.

http://www.justiz.nrw.de/Karriere/landesjustizpruefungsamt/statistiken/2_jur/index.php
0

👍

 

👎

0

Antworten

Halb

@kittian:

Bestanden haben aber immerhin 82,92%. Das sind der absolute Großteil. Also dass die Durchfallquote (was für ein Name, Durchfall) so hoch ist, kann man definitiv nicht sagen. Wer am Ende das große Geld macht und wer nicht, auch nicht. Man kann sich als Jurist auch immer Selbstständig machen und da fragt niemand nach den Noten.
In anderen Fächern wie Physik zb ist das garantiert noch viel extremer. Jura ist Anspurchsvoll aber definitiv ein Fach, über dass unheimlich viel geredet wird und dessen Image man mit Absicht hoch behalten will. Darüber wie anspruchvoll Physik ist, und wie viele Leute da druchfallen, redet nie jemand. Obwohl es jeder weiß. Oder bei Zahnmedizin wird von Anfang an nur gesiebt. Da ist es egal wie gut du bist, so und so viel Prozent von den Schlechtesten fliegen auf jeden Fall raus. Selbst wenn die ,,Schlechtesten'' noch gut, aber nicht sehr gut sind.
Ich denke Jura ist vor Allem zeitintensiv. In die Leute, die Probleme haben werden sind die, die nebenbei noch arbeiten usw. Für die, die garnichts machen müssen, wiel sie zu Hause wohnen und die Eltern ihnen den Rücken frei halten ist es bestimmt machbar.
Außerdem heißt ein erstmaliges Durchfallen auch kein komplettes Durchfallen. Meine Mutter kennt auch einen Richter, der bei ersten mal druchgefallen ist aber jetzt ist der trotzdemm Richter.
Ich will das Studium nicht runterreden. Ich will nur klarmachen, dass viele Studiengänge anspruchvoll aber Unterschätzt sind. Es sind nicht immer nur die typischen Fächer und der Rest ist für Dumme. Ich persönlich weiß nicht, wie ein Jurastudium ist. Aber ich habe aufgehört daran zu glauben, dass es das schwerste Studienfach überhaupt ist, als ich gesehen habe, dass die Jura-Studenten die ich persönlich kenne noch mega viel Freizeit, aber trotzdem gute Noten haben.
0

👍

 

👎

0

Antworten

Halb

Ps: Während die IT und Physikstudenten die ich kenne 0% Freizeit über haben, keine Hobbys mehr haben, von Morgens bis Abens nur in Uni und Bücherei sind, den ganzen Tag nur lernen und trotzdem eigenen Angaben zu Folge nur mittelmäßige Noten haben. Und meine Freundin musste in den ersten 2 Monaten nach Studenbeginn 2 komplette Programmiersprachen gelernt haben.
0

👍

 

👎

0

Antworten

DeletedUser
★★★★★

Mitglied [2076]

@Halb:

Nicht selten habe ich in meinem Wirtschaftsstudium erleben müssen, wie es eigentlich nur um Zeit geht und teilweise sogar Aufgaben mehr oder weniger aus den Übungen übernommen wurden. Man musste nur ganz schnell die Dinge hinschreiben und Rechenwege schnell hinschreiben. Man kann da noch so intelligent sein, wenn man zu langsam ist. Feste "Durchfall"quoten schien es da anfangs im Bachelor gefühlt auch gegeben zu haben. Klausuren mega bescheuert gestellt und dann die Noten bis zur gewünschten Quote heraufgesetzt. Auch wenn man da so wie ich durchgekommen ist, macht das keine Lust auf mehr. Manche sind vielleicht weniger intelligent oder lernen nicht sehr effizient, aber die Motivation ist so gut wie alles, wenn man von dem Zeitdruck in den Klausuren absieht. Meistens ist es doch nur Bulimielernen und man vergisst schnell alles wieder, wenn die Klausur dann mal vorbei ist. Sicherlich muss man für Jura auch nicht allzu intelligent sein, sondern extrem motiviert und auswendiglernfreudig. Ich kenne dieses Studium nicht aus eigenem Erleben und wir hatten nur einmal eine Vorlesung in Privatrecht, aber die ganzen Jurastudenten sitzen da nur mit ihren Gesetzestexten rum. Nur Text und alles muss man da irgendwie kennen...
0

👍

 

👎

0

Antworten

Halb

@kittian:

Ja, da hast du wohl recht. Den Punkt hatte ich jetzt in meiner Überlegung noch nicht einberechnet. Dass es am Ende auch zu einem Großteil Glück ist und darauf ankommt, was du für einen Prof hast, wie er die Aufgaben stellt, wie die Zeitaufteilung ist usw. Schon zu meiner Schulzeit in der Oberstufe war es so, dass ich eine Matheklausur zeitlich nie 100% fertig bekommen habe und das waren dann die Hauptabzugspunkte. Wenn man dann später als Beamter arbeitet, kann man sich eh 7 Wochen für einen Stempel Zeit lassen und behaupten, man habe ja so viel zutun gehabt. In welchem Beruf muss man überhaupt so schnell rechnen können?
Am Ende kommt es eh auf viele Faktoren an. Hattest du Glück mit den Profs, musstest du neben der Uni noch viel machen, arbeiten usw?
Ich kenne Leute, die ich für die intelligentesten und fleißigsten Menschen auf der Welt halte, die einen Großteil ihres Lebens dem Studium widmen aber die behaupten, sie hätten keine guten Noten. Während ich auch Leute kenne, die nur Party machen, saufen, noch nie eine Bücherei betreten haben und behaupten, sie würden nur Bestnoten schreiben.
0

👍

 

👎

0

Antworten

Dieser Kommentar wurde gelöscht, da er gegen die Regeln dieser Seite verstieß oder nicht zum Thema passte: Geschrieben von John Fu.rz am 03.08.2018, 15:01 Uhr.

DeletedUser
★★★★★

Mitglied [2076]

@Halb:

Also mit dem Tempo einer Klausur in der Uni wird man wohl gewisse Aufgaben im Beruf nicht lösen müssen. Außerdem wäre es absolut fahrlässig, weil Fehler auf der Arbeit nicht selten direkt Geld kosten und Sorgfalt neben aller Effizienz und Zügigkeit unerlässlich ist. Was den Zusammenhang zwischen Noten und Arbeitseignung angeht, muss man einfach mal das Leben kennenlernen. Es stimmt schon, dass nicht selten die genialeren Personen an unserem Bildungssystem scheitern und ebenfalls nicht selten total kaputt dran gehen. Man kann beispielsweise in meinem Studium noch so intelligent und fähig sein, wenn man die Lösungen nicht schnell genug hinschreibt. Gehört man so wie ich nicht zum Durchschnitt, was das Tempo angeht, muss man trotz aller Befähigung um seine Noten im Zweierbereich (bei der heutigen Konkurrenz nicht zu verachten) ordentlich kämpfen. Weils dann aber zum Großteil nur daran liegt und es sich nicht mal eben ändern lässt, kanns auch dann noch weiterhin frustrieren, wenn man auch einigermaßen durchkommt.

Wer direkt in den ersten Semestern scheitert, verkürzt sein Leid und kommt vielleicht noch in jungen Jahren auf den subjektiv richtigen Weg.
Von den bestandenen Juristen wollte ich nur noch sagen, dass sich die meisten davon ein Eis backen können, eben weil nur insgesamt maximal 20 % gut genug für eine Karriere mit fettem Einkommen ist. Man kann da auch nicht wie bei Wirtschaftsberufen die Note in gewissem Umfang ausgleichen... Dafür dann die ganze Mühe? Es gibt auch so viele Berufe für Hochschulabsolventen, die einfach nur unglücklich und krank machen. Viele missachten da die Kehrseite.
0

👍

 

👎

0

Antworten

Halb

@kittian:

,, Es stimmt schon, dass nicht selten die genialeren Personen an unserem Bildungssystem scheitern und ebenfalls nicht selten total kaputt dran gehen.''

Das liegt daran, dass das Bildungssystem auch nur von maximal durchschnittlich Intelligenten und unterdurchschnittlich fleißigen Menschen entwickelt wurde. Nicht umsonst weht auf Hochbegabtenschulen ein anderer Wind. Ich denke ehrlich gesagt, dass fast jedem Kind mit dem System einer Hochbegabtenschule besser geholfen wäre. Die Kinder werden da ja nicht gedrillt und überfordert sondern in ihren individuellen Stärken gefordert und in anderen Bereichen gefördert. Zu fast jeder Hochbegabung gehört auch eine mindere Begabung in einem anderen Bereich. Weil das Gehirn seine Defizite doppelt und gleichfach ausgleicht, um den Menschn trotzdem überlebensfähig zu halten. Beispiel: Legastheniker sind oft mathematisch begabt. Blinde haben übermäßige andere Sinne. Und der Gedächtnisweltmeister von vor ein paar Jahren hatte einen Hirnschaden an der Gehirnhälfte, die nicht fürs merken Verantwortlich ist. Und ein berümter Literatur-Professor kann 2 Seiten mit 2 Augen gleichzeitig lesen, sich alles merken und hat Autismus.

,,weil nur insgesamt maximal 20 % gut genug für eine Karriere mit fettem Einkommen ist.''

Naja, ich finde ein durchschnittliches Einkommen ist auch schon ein erfolgreiches Leben. Man muss ja nicht reich werden. Nur intensives Studium und dauerhaft unterdurchschnittliches Gehalt ist mehr als ärgerlich. Man sollte eh nie etwas nur für das Gehalt oder Ansehen studieren. Wenn man nicht mag, was man macht, leidet die Arbeitsleistung und das Gemüt bzw die Psyche.

,,Es gibt auch so viele Berufe für Hochschulabsolventen, die einfach nur unglücklich und krank machen. Viele missachten da die Kehrseite.''

Da hast du absolut recht. ich denke handwerkliche Berufe wie zb Tischler, Dachdecker usw machen viel mehr spaß. (stelle ich mir zumindest vor als Hobbywerker.) ((Ps: Ich habe neulich eine Frau kennengelernt, die Tischlerin ist. Wenn das nicht attraktiv ist, dann weiß ich auch nicht mehr) Aber als guter Abiturient wird man von der Gesellschaft ja quasi genötigt zu studieren. Von wegen: Du hast ja unbedingt 3 Jahre länger die Schule besucht, nun studier auch. Sonst könntest du jetzt schon mit der Ausbildung fertig sein. Ich wollte eigentlich immer studieren. Aber was mich wirklich glücklich macht, weiß ich selber nicht. Manchmal würde ich gerne viel mit Menschn zutun haben, manchmal hasse ich Menschen und will den ganzen Tag mit den selben 5 Leuten im Labor stehen.

Und du hast recht. Viele junge Leute denken nur ans Gehalt und den Ruf. Gerade junge Männer suchen sich ihren beuf oft danach aus, was attraktiv auf Frauen wirkt und womit man eine Familie wohlhabend ernähren kann oder reich wird. Ohne drüber nachzudenken, ob der Beruf ihnen spass macht und Zeit für ein Privatlebe lässt. Was bringt es dir 5 Kinder zu zeugen, wenn du an ihrer Erziehung nie teilhast und du ihnen quasi fremd bist? Was bringt es dir ein riesen Haus zu haben, wenn du nie zu hause bist? Und was bringt es dir, ein hohes Ansehen zu haben, wenn du jeden Morgen mit Bauchschmerzen und dem panischen Gedanken ,,Nein! Ich will nicht zur Arbeit!'' aufwachst, und das dein Leben lang?
Aber es ist schwer. Ich kann niemandem vorwerfen, wenn er nicht das Richtige für sich gefunden hat. Weil es schwer ist überhaupt selbst für sich rauszufinden, was das Richtige ist. Und fast jeder wird irgendwann an den Punkt kommen, wo er sein gesamtes Leben hinterfragt.
0

👍

 

👎

0

Antworten

Die Diskussion zu diesem Thema wurde geschlossen

Klicke hier, um ein neues Thema zu starten!

Startseite ☰ Menü ⇑ Nach oben