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Ärger abbauen. Frust loswerden. Darüber diskutieren.

Memento Mori

Warum muss jeder Mensch irgendwann sterben?

Was bringt das denn dann überhaupt geboren zu werden, ein halbes Leben lang zu arbeiten wenn man sowieso 80 Jahre plus minus ins Gras beißen muss, und das auch noch sein ganzes Leben lang weiß dass es so kommen muss... man weiß ja nicht ob an den ganzen Religionen was dran ist und nach dem Tod noch was kommt. Glaubt ihr dass die Wissenschaft irgendwann soweit ist, dem Tod ein Schnippchen zu schlagen? Oder glaubt ihr an ein Leben nach dem Tod? Wie geht ihr damit um, eines Tages sterben zu müssen und davor womöglich jahrelang alt und gebrechlich am Stock zu gehen?

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Kommentare (7)

CarpeDiem

Ich mache mir auch ab und an Gedanken um den Tod und frage mich auch gerne mal, was das Leben denn bringt. Es könnte alles gut sein, aber Kapitalismus und Geld macht vieles kaputt. Es gibt viel Wichtigeres als Geld, es gibt so tolle Dinge auf der Welt, so viel zu erleben, doch ohne Geld ist alles nichts Wert. Wie heißt der Spruch: "Geld allein macht nicht glücklich". Ich habe aus meiner Sicht selten einen wahreren Spruch gehört. In gewissem Maße aus eigener Erfahrung. Doch Tatsache ist auch, obwohl Geld theoretisch nicht glücklich macht, wird es zum Glück und zum leben gebraucht, ohne Geld ist man tot oder zumindest todunglücklich.

Obwohl ich noch nicht so alt bin, mache ich mir oft Gedanken um das Älterwerden. Ich bin nicht alt und fühle mich trotzdem so. Ich frage mich oft, was da noch kommen mag, oder auch nicht. Ich sehe Gebrechen meiner Umgebung und frage mich, wie es wohl bei mir einmal aussehen wird. Wenn ich mir das Gebrechen in meinem Umfeld jeden Tag ansehe, hoffe ich nur, es wird bei mir nicht genauso und falls doch hoffe ich, dass es sich nicht über Jahre hinzieht.

Das die Wissenschaft den Tod einmal gänzlich überwinden wird halte ich für unwahrscheinlich. Jedenfalls nicht auf natürlichem Weg, vielleicht ja durch die Verschmelzung von Mensch und Technik, wer weiß. Ich glaube jedoch schon, dass noch Mittel gefunden werden, um das Leben weiter zu verlängern, vielleicht bis 150 Jahre oder so. Denken wir mal an die Menschen aus z.B. Star Trek oder so. Ob ich das noch erleben werde, weiß ich nicht.

Religiös war ich nie sonderlich, zumindest bis vor einiger Zeit. Ich gehe selten bis nie in die Kirche, kenne mich nicht so gut mit vielen Feiertagen aus, habe nie die Bibel komplett gelesen und gebetet habe ich auch selten. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Ich weiß es nicht, aber ehrlich gesagt zweifle ich immer noch daran. Ich war immer mehr in der Wissenschaft verankert, aber in der letzten Zeit habe ich mich etwas geöffnet. Wer weiß schon, was nach dem Tod passiert. Wir werden es alle feststellen, wenn es soweit ist.

Ich habe mich etwas für Glauben und Gebet geöffnet, weil ich denke, ich habe vieles falsch gemacht. Ich würde manchmal gerne die Zeit zurückdrehen und vieles besser und anders machen, auch wenn ich wie gesagt noch nicht so alt bin. Es gibt Dinge die machen einen traurig und ich stelle seit einiger Zeit fest, das Glauben und Gebet wirklich Trost spenden kann, bei Dingen die nicht mehr zu ändern sind, bei Dingen die noch kommen.

Denke ich daran eines Tages sterben zu müssen, was mich auch schon einige Male beschäftigt hat, dann habe ich zumindest bis jetzt zu diesem Zeitpunkt keine Angst davor. Ich hoffe nur, ich bin bis dahin nicht allzu lange gebrechlich und es widerfährt mir einmal richtiges Glück. Ich hatte einige Chancen auf Glück, doch ich denke, die allermeisten davon habe ich mir selbst verbaut.
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Veloso

Es gibt ein Leben nach dem Tod! Denn es gibt ja auch ein Leben vor dem Leben. Ich habe es gemerkt, als ich im Mutterleib war! Ich hatte Bilder von der Welt im Kopf. Ich wusste, wie sie aussieht. Woher, weiß ich nicht. Aber ich wusste es.


Google mal REINKARNATION. Gott wird mir nach dem Tod all meine Wünsche verwirklichen. Das weiß ich. Er wird es einfach tun. Ich LIEBE ihn und er LIEBT mich. Er hat mir bisher IMMER geholfen, wenn ich drum gebeten hab.


Die Wissenschaft wird es vllt schaffen, Mechanismen des Alterns umzukehren, an der Zahl rund 7000. Aber wer will schon 969 Jahre alt werden im SELBEN Leben?



Ich bete, dass ich im Alter noch sehr fit bin. Ich glaube an den Glauben und der Glaube daran lässt mich glauben.
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Memento Mori

@CarpeDiem Danke für die ausführliche Antwort. Ja das mit dem Geld sehe ich auch so, zumal durch die Automatisierung so viel Arbeit von Maschinen abgenommen wird, aber anstatt die Arbeitszeit zu verkürzen entlässt man lieber Leute und die einen sind arbeitslos während die anderen weiter 8 Stunden arbeiten müssen.

Ich hoffe das bedingungslose Grundeinkommen oder zumindest Arbeitszeitverkürzung setzt sich durch denn es wird jetzt schon 3× so viel erwirtschaftet als 1990, durch Internet, Automatisierung und so weiter. Zeit dass die Leute davon profitieren und nicht nur die Unternehmen!

Was den Glauben betrifft mache ich mir zwar Gedanken, aber weiß auch dass es auf solche Fragen keine wirkliche Antwort gibt.
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1qwertywärts?

Weil wir sonst unendlich lang als Arbeitssklaven dienen und sich die Dummheit (die Flach-erdler und der Gender Bullshit z.B.) auf ewig halten würde.
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Blaue Saue
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Mitglied [68]

Ich gebe Dir mit allem Recht, das ist wirklich ein Dilemma. Ich persönlich reagiere darauf, indem ich keine Kinder auf diese Welt stelle. Ich kann nichts dafür, dass ich da bin, schliesslich wurde ich nicht gefragt. Aber ich kann dafür sorgen, dass ich die Letzte in meiner Linie bin, die zum Arbeiten auf die Welt gestellt wurde.
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CarpeDiem

@Memento+Mori:
Das bedingungslose Grundeinkommen fände ich gut, auch wenn es sicher einige gibt die dagegen sind. Immerhin muss ja das Geld was da ausgegeben wird auch erwirtschaftet werden und dann müssten wieder einige länger arbeiten oder so. Im Moment scheint es in Deutschland aber nichts zu werden damit. Wie der Versuch in Schweden oder wo das war verlaufen ist, habe ich noch nicht nachgesehen.

Automatisierung ist eine Chance finde ich. Wenn die Grundversorgung jedes Menschen gesichert ist, ohne dafür arbeiten zu müssen das wäre toll. Dann kann man an den Dingen arbeiten an denen man möchte und an denen man Spaß hat und sich so noch etwas dazu verdienen, Dinge "erschaffen" und ist zusätzlich noch motivierter, ohne sich Gedanken in seine Existenz machen zu müssen. Das ist wohl auch der Hintergedanke beim bedingungslosen Grundeinkommen. Das es über einige gibt, die das System ausnutzen ist klar.

Es kann einiges getan werden um das Leben lebenswerter zu machen, das wird aber nicht einfach.

Wie ist das? In der Jugend hast du Zeit und Gesundheit, aber kein Geld. Im Erwachsenen hast du Geld (wenn du Glück hast und eine gute Arbeit findest) und Gesundheit, aber keine Zeit. Und in Alter hast du Zeit, wenn du Glück hast noch etwas Geld, aber vielleicht keine Gesundheit mehr in die Dinge zu tun und zu sehen, die du dir gewünscht hast. Das ist doch ein Dilemma erster Klasse.
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Karla

Ich habe mal gelesen, dass das Bewusstsein, wie der Mensch es besitzt ein Ausrutscher der Evolution war. In der Bibel war die Rede vom Baum der Erkenntnis, von dem gegessen wurde.
Ich denke, dass war der Moment, als der erste Mensch erkannte: Scheiße, dass hier ist nicht für ewig. Reinkarnation ist ein netter Gedanke, in Anbetracht der Tatsache, dass alles und jeder aus Energie besteht, würde das auch fast den meisten Sinn machen.
Betrachtet man dann allerdings das große Ganze, dann ist es ziemlich blöd, dass die Menschen nur dem Erfolg hinterher rennen, Geld anhäufen, dicke Autos und riesige Häuser kaufen.
Immerhin nimmt man nichts mit ins Grab. Stattdessen sollte man vielleicht einfach die Freuden des Lebens genießen, sich und den Anderen die Zeit, die wir haben, so angenehm wie möglich gestalten. Ohne dabei jemandem zu schaden. Das wir sterben, daran kann man nichts ändern. Manche verfolgt dieser Gedanke jeden Tag. Andere verschwenden selten bis nie einen Gedanken daran. Das einzig Gute daran ist, dass es alle gleichermaßen trifft.
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