Dampf ablassen!

Ärger abbauen. Frust loswerden. Darüber diskutieren.

Misanthropolos

"Service-Gebühren"

Mich regt es gerade mal wieder sowas von auf, dass für jeden erdenklichen Scheiß irgendwelche Servicegebühren erfunden werden - und dies meist natürlich von Institutionen, denen es eh' schon gut geht und die einem noch den letzten Cent aus der Tasche ziehen wollen mit ihren ach so aufwendigen Serviceleistungen. Habe gerade Kleingeld auf mein Girokonto eingezahlt und bin freundlich und zuvorkommend auf die 6,50 € Bearbeitungsgebühr hingewiesen worden. Auf eine kurze Anmerkung meinerseits (haben sie sich ja nicht ausgedacht, verstehen muss man das trotzdem nicht), bekam ich die freundliche und fachmännische Antwort, dass dem Institut die Bearbeitungsgebühr sogar nur anteilig berechnet werde, frei nach dem Motto: seien sie froh, dass es nur 6,50 € sind. Die Antwort auf meine Frage, ob das Geld denn morgen auf dem Konto wäre war dann: "Nächsten Dienstag...wenn der Bote alles (allgemein/nicht speziell meines) mitbekommt, sonst den Dienstag darauf." Am meisten regt mich aber diese Ruhe und Unbekümmertheit dieser Sachbearbeiterinnen auf, die nur (gut) dafür bezahlt werden sich ihren Arsch wund zu sitzen und pünktlich um 12:30 die Glastüren zu schliessen. Als diese noch Brötchen in einer Gesamtschule geschmiert haben, wurden sie zumindest nicht so gut für ihre "Serviceleistung" bezahlt. [Melden]


Kommentare (4)

Ärztehasser

Als ich noch Privatversichert war, mussten die uns ja immer auf einer Rechnung genau auflisten, für was die Ärzte wie viel Geld verlangen. Das ist dann wenigstens transparenter, als bei Kassenpatienten, die das nie erfahren. Aber wahrscheinlich kann man die auch nicht so abzocken, weil das alles unter der Kontrolle der Krankenkassen steht. (auch wenn die ihren Job meist auch nicht gut machen.)
Jedenfalls ist es ganz gewöhnlich, dass ein Arzt germe mal bis zu 10 Euro für seine Unterschrift voder sogar nur einen Stempel verlangt. Dass er 50 Euro für ein Überweisungsschreiben haben will. (der letzte wollte es sogar unbedingt in Bar) . Und eine 10 Sekündige Terminvereinbarhung wird mit 35 Euro als ,,ausführliches fachmännisches Aufklärungsgespräch am Telefon'' abgerechnet. (Und ich wurde richtig abgewimmelt am Telefon. Von wegen ,,Der Termin ist frei. Nehmen sie den? Ja? Tschüss)
Also einfach komplett unverschämt, was da verlangt wird. Aber das liegt daran, dass sich selbstständige Ärzte selber aussuchen können, wofür sie wie viel verlangen. Und wie sollte sich mein Arzt sonst leisten können, nur 3 Mal die Woche halbtags zu arbeiten und alle 2 Monate in den Urlaub zu fahren. Was der an ,,arbeit'' leistet ist wirklich lächerlich. Einmal im Leben hart gearbeitet um das medizinstudium zu packen und danach nie wieder einen Finger krum machen. Das schlimme daran ist, dass schon zu meiner Schulzeit viele so dachten und aus solchen beweggründne dann Arzt werden wollten. Aber heutzutage ist der NC im Medizinstudium ja meistens 1,0 oder maximal noch 1,2. Während man vor 20-30 Jahren noch mit 2,0 reingekommen ist. Daran scheitern schonmal die Meisten.

Antworten

Knattern

@Ärztehasser: Für Kassenpatienten gibt es den EBM (Einheitlicher Bewertungsmaßstab) der Kassenärztlichen Vereinigung. Für Privatpatienten die GOÄ (Gebührenordnung der Ärzte). Also kann jeder Patient, ob Kasse oder Privat, sehr wohl nachvollziehen, welche Leistung was kostet. Ist alles im Internet abrufbar.
Nur mit dem Unterschied, das K-Patienten mieser abgegolten werden für dieselbe Leistung, die ein P-Patient erhält.
Im Übrigen sollte man sehrwohl als P-Patient seine Rechnung hinterfragen.
Ich kann verstehen, dass Ärzte die Schn... gestrichen voll haben und sich mehr auf P-Patienten einstellen. Hier ist eindeutig eine Schieflage, ein Fehlverhältnis, was von unserer Möchtegernregierung angegangen werden müsste.

@Misanthropolos:
Frage: Würdest du es nicht ganz genauso machen wie diese Serviceleute, wenn du an deren Stelle wärst? Die paar Piepen. Frag dich doch mal, wie oft du für irgendwelchen Mist die gleiche Summe ausgibst und es nicht einmal merkst, geschweige denn hinterfragst.

Antworten

Ärztehasser

@Knattern:

Hallo Knattern.

Wie ich oben schon angedeutet habe, WAR ich Privatpatient und habe freiwillig zu einer Kasse gewechselt. Warum? 2 Gründe.

1. Wenn due wirklich komplett Privat versichert bist, ist das EXTREM teuer, (seiden du bekommst einen Teil vom Arbeitgeber zb als Beamter) und deswegen musst du einen bestimmten Prozentsatz von der Beihilfe übernommen bekommen. Gegen die Private Krankenkasse hatte ich nie was einzusetzen. Aber die Beihilfe ist einfach der größte Müll. Das ist die größte Pennerversicherung, die alles dafür tut, keinen Cent zahlen zu müssen. Und egal um was es geht. In den meisten Fällen bleibst du solange auf den restlichen Kosten sitzen, bis du sie verklagst oder mit Klage drohst und ihnen die Paragraphen zeigst, gegen welche sie verstoßen. Deren Handeln ist nämlich rechtswidrig. Bei der Beihilfe bei der ich war, arbeiten auch nur unqualifizierte Teilzeitaushilfen, die vom Arbeitsamt eine Beschäftigung bekommen haben, damit die Beihilfe auch nochmal geld am Personal spart. (das soll nicht abwertend sein. Es ist immer besser, wenn jemand arbeitet. Aber man merkt halt schon den Unterschied, wenn man mit Leuten ohne Qualifizierung zutun hat.)

2. Man wird von Ärzten als Privatpatient unfassbar verarscht. Die können so viel mehr Geld mit dir machen. Was zur Folge hat, dass sie dir Dinge und Behandlungen diagnostizieren, die nicht existieren. Das hatte ich bei Zahnärzten zb immer. Kein einziger Zahnarzt hat je mit dem Davor übereingestimmt. Einer wollte mir in meinem Alter nochmal eine Zahnspange verschreiben, weil ein Zahn angeblich schieß war. Aber der war nicht schief, der war teilweise abgebrochen. Ein anderer bohrt mir riesen Löcher in die Zähne weil ich angeblich Karies hatte. Aber es stellte sich raus, es war nur eine verfärbung und auf den Röntgenbildern war zweifelsohne nichts von Karies zusehen, wie mir andere Zahnärzte bestätigten.

Ein Arzt, der selbstständig arbeitet, zb in einer Privatpraxis, darf sich selber aussuchen wie viel er wofür nimmt.

Dass man als Kassenpatient einsicht hat, das wusste ich ehrlich gesagt nicht, denn so lange bin ich noch nicht Kassenpatient. Als Privatpatient bekommst du aber jedesmal unaufgefordert die Rechnung nach Hause geschickt. Als Kassenpatient nicht, da musst du wohl wenn selber hinterher laufen.

Und was die Leistungen angeht. Auch wenn ein Pauschalbeitrag besteht wie, ein Arzt kann 2 Euro für einen Stempel nehmen, hält ihn trotzdem niemand davon ab, selber zu bestimmen, wie er die Kosten hochdrück. (Beispiel von oben: 10 Sekündige Terminvergabe wird zu ,,Fachmännischem Gespräch'')
Bei Privatpatienten wird das sowieso gemacht, da die Privatkassen normalerweise nicht aufmucken. Und einfach bezahlen. Nicht so die Beihilfe. Die macht nichts außer Geld eintreiben.
Man kriegt auch immer nur einen ungefähren Kostenvoranschlag. Und man kann sich darauf verlassen, dass es am Ende IMMER teurer wird.


Ich habe nie gesagt, dass ich meine Rechnungen nicht hinterfragt habe. Ich habe sie häufig als komplett lächerlich und unangebracht emfunden. Aber wenn die Private das so ohne aufmucken übernimmt, warum soll ich noch Beschwerde einreichen? Ich habe halt im Zweifelsfalle den Arzt gewechselt wenn ich gemerkt habe, das ist ein Quacksalber der sich mit dem lächerlichsten Kleinkram zu bereichern versucht.
Es kann ja wohl nicht sein, dass mehrere Ärzte für die selbe Leistung unterschiedliche Tarife ansetzen. Der eine verlangt keinen Cent für eine Unterschrift, der andere 10 Euro. 10€, das ist komplett lächerlich und unangebracht. Ich muss es zwar nicht zahlen, aber das ist für mich ein Indiz, dass da jemand verzweifelt versucht sich an jedem Kleinkram zu bereichern. Andere Leute arebiten eine Stund efür 10 Euro.


,,Ich kann verstehen, dass Ärzte die Schn... gestrichen voll haben und sich mehr auf P-Patienten einstellen. ''

Nein. Ärzte verdienen mehr als genug! Man muss nicht so unverschämt sein und meinen, man hätte ein Anrecht 8 mal mehr als der Durchschnitt zu verdienen, denn 4 mal mehr reicht ja nicht.
Wenn jemand nicht gewillt ist, jeden Patienten auf gleichem Niveau zu behandeln sondern nur darauf schaut, wie viel Geld er daraus macht, dann hat er sich aber komplett den falschen Beruf gewählt! Sehr viele Ärzte machen den Beruf heutzutage in erster Linie wegen Geld und Ansehen. Und das finde ich absolut abstoßend! Da kann man auch einen Beruf wählen wo man wenig mit Menschen zutun hat. wie Maschinenbau Ingenieur. Aber damit verdient man ja bloß 5000€, das reicht den Herrschaften ja nicht.

Also ich kann dir aus meiner persönlichen Erfahrung sagen, dass die Privatärzte bei denen ich bi jetzt war (also die, die ausnahmslos Privatpatienten nehmen) ausnahmslos Müll waren! Man sollte auf keinen Fall denken, dass die besser Qualifiziert sind, nur weil sie sich Privatarzt nennen. Der einzige Vorteil an denne ist, dass an Normalerweise sofort ohne warten einen Termin bekommt. Aber man sollte sich mal überlegen, wie die an ihr Geld kommen, dass die sich das leisten können, (teilweise nur eine 18-35 Stunden woche haben) mit sehr viel weniger Patienten viel mehr als jeder andere Arzt zu verdienen der eine 50 Stunden Woche hat und en Patient nach dem anderen. Nämlich indem sie die Privatpatienten abzocken und ihre Tarife lächerlich hoch drücken.
Was natürlich in dem Sinne egal ist, weil ja keine Mehrkosten für den Privatpatienten entstehen. In dem Sinne hast du natürlich recht. Aber es sagt sehr viel über den Arzt und seine Qualität aus. Nämlich dass er seinen Job nur für Geld und Ansehen macht und ihm Patienten komplett am A vorbei gehen. Und solchen wiederwertigen Untermenschen möchte ich kein Geld in den A schieben! Da gehe ich lieber zu einem anständigen Arzt, der seinen Beruf der Berufung wegen macht, viel und hart arbeitet und sich dafür interessiert, dass seine patienten Gesund gewerden.
Damit bin ich bis jetzt besser gefahren. Die Privatärzte haben mir jede Serviette, die sie benutzt haben 3 Fach auf die Rechnugn gesetzt. Beim Kassenarzt habe ich sogar 2 Packungen Elektrolytlösung geschenkt bekommen, die er dann wahrscheinlich auf die Betriebskostenabrechnung setzt.
Und mein Privatstatus hat mich auch nicht davor bewahrt, mal weit über ein halbes Jahr auf meinen Termin zu warten, weil der gute Herr Doktor 2 Monate im Urlaub war und danach erstmal mit seiner 18 Stundenwoche alle anderen Patienten aufholen musste....

Antworten

Knattern

@Ärztehasser:
Ich versteh dich schon, keine Sorge.
Was ich nie verstanden habe, ist, warum so viele Menschen in die Privatversicherung gehen. Es ist doch vorprogrammiert, dass die stetig steigen wird. In jungen Jahren, also solange man gesund ist, mag das ja ein Argument sein, was zieht, letztenendes steigen aber immer mehr ältere Menschen wieder aus, weil die Beiträge an das Alter gekoppelt sind.
So, und nun steigen die dann aus und gehen in die Kassenversicherung und haben nie vorher auch nur einen Hauch Beiträge abgeliefert. Wer stemmt das, wenn ein ehemaliger Privater krank wird? Alle Kassenmitglieder mit ihren Beiträgen.
Das ist das, was ich sowas von ungerecht finde. Hier sollte sich die Regierung mal Gedanken machen. Warum werden solche Unterschiede gemacht? Warum also wird ein Arzt bei Kassenpatienten nach Punkten bezahlt, obwohl er für dieselbe Leistung bei einem Privatpatienten leicht mal das 3fache bekommen kann. Ja, vom 1fachen bis 2,5fachen Satz ist hier die Rede.
Ich bin ja auch dankbar, dass nicht alle Ärzte nur nach dem Prinzip Kohle arbeiten. Aber wenn hier nicht bald gegengehandelt wird, sieht der Patient bald wirklich sehr alt aus.
Das ist allein meine Meinung, die muss kein anderer vertreten.

Antworten

Kommentieren

Startseite ☰ Menü ⇑ Nach oben