Dampf ablassen!

Ärger abbauen. Frust loswerden. Darüber diskutieren.

...

Ich bin ein völlig anderer Mensch

Habe in letzter Zeit viel nachgedacht, über mein Leben, da ich mit 23 jetzt auch nicht mehr der Jüngste bin, aber nicht gerade auf eine schöne, erfüllte Jugend zurückblicken kann.
Ich habe mit 13 einen Schicksalsschlag erlebt, danach kam eines zum anderen und mein Leben ist für einige Jahre völlig aus den Fugen geraten. Bis ich wirklich am absoluten Abgrund stand und mir eigentlich nur noch das Leben nehmen wollte.
Über die letzten paar Jahre habe ich versucht, mich zurück ins Leben zu kämpfen. Aber all die verlorenen Jahre sind dahin und unwiederbringlich. und mir ist jetzt erst klargeworden, dass ich ein völlig anderer Mensch geworden bin.
Früher war ich sehr selbstbewusst, immer gut gelaunt und extrovertiert, mir war es komplett egal was andere denken und ich hab gemacht, was ich möchte, hatte große Träume und Ziele, wollte immer was machen und erleben und war jedem Menschen erstmal positiv eingestellt. Jetzt bin ich komplett verschlossenen, ziehe mich zurück und versuche so viel Zeit wie möglich alleine zu verbringen, sage Einladungen ab weil ich lieber zu Hause alleine bin, vertraue niemandem, rede mit niemandem über tiefgründiges oder meine innersten Gedanken und gehe Leute aus dem Weg, wenn sich zu enge Freundschaft androhen könnte.
Ohne meine Antidepressiva komme ich nicht aus dem Bett, fühle mich antriebslos und hinterfrage, ob all das überhaupt noch einen Sinn hat, nachdem ich meine Blütezeit, die Zeit in der jeder Mensch die schönsten Erfahrungen seines Lebens erlebt, unwiederbringlich verpasst habe. irgendwie glaube ich auch nichtmehr dann, dass ich jemals wieder fest den Weg komplett zurück ins Leben finde. Von aussen mag es so aussehen, als hätte ich mein Leben im Griff. Habe ein Studium und bin relativ ordentlich. Aber sobald sich die Möglichkeit bietet, schließe ich mich doch lieber alleine in meinem Studentenwohnheimzimmer ein, anstatt die Treppe runter zur Party zu gehen. Ich bin einfach so ein komplett anderer Mensch und ich frage mich, wie mein Leben gelaufen wäre, wenn ich nicht damals zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen wäre. Das hat alles so in eine komplett andere Richtung gelenkt. Mein ganzes Leben wie es war ist verloren, mit allem und jedem, was dazu gehört. Ich habe quasi keine Vergangenheit, fast alles vor meinem 13 Lebensjahr ist ausgelöscht und an die Jahre danach will ich mich nicht erinnern müssen. Wieso konnte nicht einfach alles normal verlaufen, wie bei all den anderen, die ich damals kannte. Wieso muss ausgerechnet jemand wie ich, der schon so ein kompletter versager ist, der nichts auf die Reihe bekommt, dann auchnoch so eine Extralast auf die Schultern bekommen. Wann kriege ich es endlich mal gebacken, meinen Weg ins Leben zu finden und ,,normal'' zu sein. Irgendwie macht es mich ja nicht glücklich, mich vor allem und jedem zurück zu ziehen. [Melden]


Kommentare (20)

kittian
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Moderator [1859]

Ich kenne das so einigermaßen auch von mir. Einsamkeit und Isolation (letzten Endes unfreiwillig) verändern die Persönlichkeit und führen auch zu diesem zunehmenden Misstrauen und Abwehrverhalten, einfach ein Hamsterrad. Auch wenn man auf andere Menschen zugehen will, wirkt man schnell mal verschroben und wird links liegen gelassen. Was man so liest und hört deutet durchaus darauf hin, dass es sehr vielen so geht, aber jeder siecht vor sich allein hin und denkt, dass es nur ihm so ginge. Oberflächliche Trostpflaster in Form von gutbezahlter und halbwegs angenehmer Arbeit gibts für viele nicht mehr. Wenn man gerade dann nicht so übertrieben dynamisch und eloquent ist, sieht man nochmal doppelt in die Röhre. Oder man macht IT- oder einen ähnlich verkopften Kram und spaltet sich von sich selbst ab. Burnout ist dann aber auch vorprogrammiert. Irgendwo ist es doch für jeden schrägen Kauz ganz wichtig, wenigstens einen oder bestenfalls zwei Personen bzw. Freunde im Leben zu haben, denen man ganz besonders vertrauen kann. Mir ist das in den letzten Wochen noch bewusst geworden.

Irgendwie muss man da rauskommen, auch wenn man scheinbar keine Kraft zu haben glaubt. Ich kämpfe auch noch, auch wenn viele Spiri-Eso-Coaches sagen, dass das Leben kein Kampf sei. Da gibts innerlich einfach sehr viel zu entwirren, wenn man aus diesem Notprogramm wieder ausbrechen will.

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André

Auch wenn ich nie so der Typ mit absolutem Selbstbewusstsein war und ich nie so wirklich extrovertiert durch die Welt ging, war es bei mir diesbezüglich auch schon mal besser. Auch sonst geht's mir recht ähnlich wie dir.
Naja, mit 23 kommt man sich alt vor, aber man ist es wohl noch nicht. Schlimm wirds dann erst, wenn die 30 erreicht ist und wenn die Mitte 30 erst mal überschritten ist, geht's rapide bergab mit einem. Wenn ich mir mein Leben so anschaue, dann möchte ich gar nicht erst an dieses Alter denken. Ich bin ebenfalls 23, werde dieses Jahr 24, und kann mich noch damit trösten, dass ich vom Alter her noch kein Mann sondern ein Junge bin, dass ich noch nicht erwachsen sondern jugendlich bin; irgendwann kommt man aber in ein Alter, was so mit 30+ nach und nach Realität wird, da kann man sich mit solchen Gebeten nicht mehr beruhigen, weil sie irgendwann nicht mehr zutreffend sind.
Naja, wie dem auch sei: Du bist 23, bist noch nicht mal wirklich erwachsen und solange man noch in seinen Zwanzigern ist, ist man noch nicht wirklich zu alt. Aber man wird natürlich auch älter und die Zeit lässt sich nicht anhalten.


Ich selbst kenne Gefühle von Angst, Unsicherheit, Selbstzweifel, Ohnmacht, Depression, Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit; sie dominieren quasi meinen Alltag und auch wenn es die meiste Zeit eher so subtilere Gefühle sind, zerbricht man mit den Jahren daran.
Einsamkeit ist auch so ein Thema das mir zu schaffen macht, aber wenns nur Spacken gibt, die den Affen näher als den Menschen sind und nur das Hamsterradleben leben wollen und auch sonst nur mit äußerst primitiven Persönlichkeitselementen aufwarten, kann mans auch gleich sein lassen und die Einsamkeit ist da dann noch das geringere Übel. Es liegt aber natürlich nicht in der Natur eines Menschen, ständig allein zu sein und keine soziale Gruppe zu haben, in die man integriert ist und in der man seinen Platz hat, das führt dann natürlich ebenfalls wieder zu psychischen Problemen.



Freiheit ist mitunter das wichtigste Gut im Leben. Dieses Wort bedeutet so unglaublich viel mehr als ,,einfach nur nicht im Knast zu sein". Es bedeutet, dass man glücklich ist, dass man frei im Kopf ist, dass man bei sich selbst ist, es bedeutet Zufriedenheit und Glückseligkeit. Wenn man sich um so unwichtige Dinge wie Geld keine Sorgen mehr machen muss, weil man genug davon hat und sich nicht mehr die Frage stellen muss, ob man sich etwas auch leisten kann, was man gerne hätte, wenn man jeden Tag aufsteht und seine Bestimmung lebt, jeden Tag etwas macht, was einen erfüllt und glücklich macht und sich von gesellschaftlichen Erwartungen vollständig löst, dann ist man wirklich frei und NUR DAS ist ein lebenswertes Leben.
Nur gesellschaftliche Erwartungen erfüllen müssen, sich nur im Hamsterrad abkämpfen, das führt zu nichts und wenn man bis zum Ende durchhalten sollte, fragt man sich, mit was für einer Scheiße man sein eigentlich recht kostbares Leben verschwendet hat. Sehr, sehr viele alte Menschen bereuen, weil sie immer den VERMEINTLICH richtigen Weg gegangen sind, der sich im Nachhinein aber als falsch erwies und im Alter trifft es den ein oder anderen dann mit voller Härte. Die Erkenntnis, sein gesamtes Leben an billigen Erwartungen verschwendet zu haben ist bestimmt äußerst bitter. Man sollte sich hüten, das zu unterschätzen!


Lange halte ich dieses Leben ohne Sinn und ohne Anfang nicht mehr aus und ich will mich einfach nur betäuben. Wenn ich nicht immer so eine Angst vor alles Mögliche hätte, würde ich mich ab heute jeden Tag bis zur Ohnmacht bekippen, meine Leber kaputtsaufen und dürfte damit dann wenigstens vorzeitig diese Welt verlassen, aber so weit bin ich noch nicht. Das muss also noch warten; ich bin noch nicht bereit, da ich noch mit meinem irrationalen Kampf gegen Windmühlen beschäftigt bin. Das ich kein normales Leben haben will macht es auch nicht besser/einfacher. Mal sehen, wie lange ich es noch durchhalte, bis mir echt alles egal ist.

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André

Ich hatte mal als Kind eine recht schöne Zeit. Zumindest glaube ich das.
Das war so zwischen 1999 und 2003, danach ist es irgendwie stetig den Bach runter gegangen. Hätte ich das damals schon geahnt, dass das alles mal so kommen würde... Ich kanns auch nicht ändern, denn das Schicksal hat einen einfach in der Hand.

Was auch schlimm ist: Routine! Kein Tag darf auch nur im Ansatz dem Vorangegangenen gleichen. Die Routine macht einen kaputt und verhindert, dass man sich lebendig fühlt.

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Lärmgeplagte

@kittian: Das Leben ist KEIN Kampf??? Wohnen diese Gurus auf dem selben Planeten wie du und ich oder stammt diese Botschaft aus einem paradiesischen Paralleluniversum?

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kittian
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Moderator [1859]

@Lärmgeplagte:
Also von relativ erfolgreichen Labercoaches könnte ich einen Robert Betz als Beispiel nennen. Natürlich auch unzählige weitere "Coaches". Da gibt es dann die ganzen Eso-Spiri-Argumentationen. Klingt immer gut und fast sogar logisch, aber bin ich ein Magier? Entweder es läuft sowieso im Leben, oder man muss halt kämpfen. Was gibt es nicht alles für Manifestationstechniken, die funktionieren sollten. Das Urvertrauen, "Vertrauen ins Universum", früher bestimmt auch mal "Gottvertrauen" genannt soll wohl irgendeinen tollen Zustand erzeugen. Aber irgendwo haben die einen soetwas bereits, die anderen halt nicht. Soeine Selbsterkenntnis, die in jeder Situation einen stimmigen Weg anzeigt, muss man erstmal erreichen. Diese ganzen Coaches haben das doch oft auch nicht hinbekommen und labern sich ihr Schneeballsystem zusammen. Solche haben dann ihren Weg gefunden, weil sie anderen erzählen können, dass sie ihren Weg darin gefunden haben, das anderen zu erzählen. Ja gut, früher gabs auch mal große Unternehmer, die auch einiges an persönlichen Fähigkeiten besaßen, aber ohne Kampf und Durchhaltevermögen ging selten etwas.

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Lärmgeplagte

@kittian: Aha. Also Urvertrauen, "Vertrauen ins Universum" bzw. "Gottvertrauen" ist bei mir seit eh und je vorhanden. Aber ohne eigenes Zutun fällt dem Menschen eigentlich so gut wie nichts in den Schoss. Gut, manches schon... den Rest muss man sich dann aber doch mehr oder weniger hart erkämpfen. Was ja auch nicht schlimm ist, wenn sich all die Mühen auszahlen. Trotzdem bleibt es für mich ein steter Existenz- und Verteilungskampf innerhalb unserer sozialen Nahrungskette. Ich verstehe beim besten Willen nicht wie man das negieren kann.

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kittian
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Moderator [1859]

@Lärmgeplagte:
Sofern sie damit erfolgreich sind, handelt es sich auch eher um die Labercoaches, die soetwas vertreten. Man könnte ja wirklich immer freie (!) Entscheidungen treffen. Einige sagen sogar, man könnte ja seinen Job einfach SOFORT kündigen, wenn man nicht mehr darin arbeiten will. Natürlich sollte man in soeinem Fall mal sehn, was sich machen lässt, aber was da teilweise für reißerische Scheiße verbreitet wird. Dann haste Familie und noch was abzubezahlen, aber YOLO...

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kittian
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Moderator [1859]

Ist ja auch im Sinne des TE keine unwichtige Diskussion, denn wenn man sich allein aus etwas herauskämpfen will, bleibt man irgendwann bei diesen Lifecoaches hängen.

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Lärmgeplagte

@kittian: Verstehe, das sind also alles bloß so ne TSCHAKA, DU SCHAFFST ES! Quatschköppe 2.0... Näh, da bin ich ja ganz allergisch auf sowas. Die stehen für mich in einer Reihe mit sogenannten Heilpraktikern, die felsenfest behaupten, man könne mit der richtigen Respirationstechnik einfach den Krebs wegatmen.

Was dem TE nun tatsächlich helfen würde, muss ich mir noch überlegen.

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kittian
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Moderator [1859]

@Lärmgeplagte:
Naja, es wäre jetzt auch etwas zu sehr off-topic, wenn ich jetzt von manchen Coaches anfange, die mir da direkt einfallen und auf YT immer mal ihre Videos eröffnen. Da wäre dann eher ein Extrathread angebracht. Hier und da kann man das ein oder andere beherzigen, aber das nötige Gesamtpaket geben diese Vögel nicht wieder.

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Lärmgeplagte

@kittian: Ich kenne mich damit jetzt überhaupt nicht aus, aber wie eine Empfehlung klingt das von deiner Seite aus nun auch nicht gerade. Wir sind hier ja faktisch mal wieder beim Thema Depression plus Medikation... und dafür hatte hier in all den Jahren noch niemand eine Lösung. Rät man zur Therapie kommen immer gleich zehn Gegenstimmen, weil's denen nichts gebracht hat... und das war's dann auch eigentlich schon mit den gängigen Weisheiten.

Gut ist, dass der TE definitiv etwas daran ändern will. Jetzt ist halt das WIE die große Frage?! Hätten wir darauf eine Antwort, könnten wir selbst als Lifecouch-Guru den fetten Zaster abkassieren.

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Weiter.so

Bei alledem, was ich gelesen habe, muss ich sagen, dafür, dass du gerade einmal 23 Jahre jung bist und einen schweren Schicksalsschlag mit 13 Jahren hinnehmen musstest, ziehe ich den Hut vor dir, dass du all deinen Mut und deine Restkraft für deine Bildung aufwendest.
Für mich bist du bist außerordentlich.

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Dieser Kommentar wurde gelöscht, da er gegen die Regeln dieser Seite verstieß oder nicht zum Thema passte: Geschrieben von # am 07.05.2019, 02:44 Uhr.

kittian
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Moderator [1859]

@Lärmgeplagte:
Also wenns mit dem Einstand als Lifecoach halbwegs klappt, muss ich mich für meine Einzelsitzungen mit keinem Honorar unter 160 €/Stunde zufrieden geben. Dann mache ich noch ein paar Wochenendworkshops, wo wir alle mal unser Leben "rocken" und kassiere nen mittleren vierstelligen Betrag ab. Nur leider bin ich nicht so abgebrüht, schade :D
Was die COUches angeht, labern die ja immer nur vom "Findungsprozess" oder so, wo sie (wie vllt schon gesagt) selbst hängen geblieben sind. Wer von denen noch weit unter 40 ist, kann sowieso keinen besonderen Plan haben. Vieles ist einfach nur nachgeplappert. Fragt man dann mal ungläubig nach, soll man einfach nur "vertrauen"....nene.

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Слава Росси́я
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Moderator [3242]

@Lärmgeplagte: "Das Leben ist KEIN Kampf???"

Das Leben an sich nicht. Die Situationen, in die man hineinmanövriert wird oder sich selbst hineinbegibt sehr oft schon.

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https://www.rechtsanwalt-wilfried-schmitz.de/wp-content/uploads/2019/05/10.5.19-Strafanzeige.gegen_.Bundeskanzlerin-Dr.-Merkel-zugleich-zu-den-wahren-Ursachen-und-historischen-Hintergründen-der-Flüchtlingswellen.pdf

Lärmgeplagte

@Слава+Росси́я: Tatsächlich? Dir fallen Nahrung, Obdach und sonstige Güter des täglichen Bedarfs also einfach so vom Himmel? Was ist mit Karriere, einer chicen Freundin und ein bisschen Status? Gab's das alles etwa vom lieben Weihnachtsmann? So völlig kampflos, ohne das geringste dafür zu tun? Glückwunsch, hab doch gleich gesagt, dass du reich bist.

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Слава Росси́я
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Moderator [3242]

@Lärmgeplagte: "Dir fallen Nahrung, Obdach und sonstige Güter des täglichen Bedarfs also einfach so vom Himmel? Was ist mit Karriere, einer chicen Freundin und ein bisschen Status? Gab's das alles etwa vom lieben Weihnachtsmann? So völlig kampflos, ohne das geringste dafür zu tun?"

Das habe ich nirgendswo geschrieben. Selbstverständlich muss jeder selbst was dafür tun. Und wenn es einer mal nicht von selbst schafft, dann kann er nur hoffen das er jemanden hat der ihm dabei hilft. Im Übrigen arbeiten Reiche (zu denen ich nicht zähle), wenn sie nicht gerade geerbt haben und als Privatier einen lenz machen, genauso hart wie jeder andere.

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https://www.rechtsanwalt-wilfried-schmitz.de/wp-content/uploads/2019/05/10.5.19-Strafanzeige.gegen_.Bundeskanzlerin-Dr.-Merkel-zugleich-zu-den-wahren-Ursachen-und-historischen-Hintergründen-der-Flüchtlingswellen.pdf

Lärmgeplagte

@Слава+Росси́я: Na ja, dann haben wir wohl eine unterschiedliche Auffassung davon, was das Leben ausmacht.

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kittian
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Moderator [1859]

@Слава+Росси́я:
Ähm ja, das LEBEN an sich ist möglicherweise kein Kampf, wenn man es so philosophisch betrachten will. Aber man muss ja keine Wortklauberei betreiben. Der Kampf besteht einfach aus den Aufgaben, in die man sich hin und wieder, mehr oder weniger hineinbegeben MUSS. Natürlich gibt es einige Menschen, die den Dreh raus haben und sich mit großem Eifer vielleicht noch "anstrengen". Nicht jeder kann sich aber so einfach in seiner Umwelt derart wiederfinden. Am Ende kämpft man also leidenschaftslos ums Überleben und geht bestenfalls einem halbwegs erträglichen Broterwerb nach. Wen soll ich auch als Vorbild nehmen, wenn ich einerseits auf die verlogene und narzisstische Gesellschaft, andererseits auf neunmalkluge Amateurprediger scheiße, die auch nicht mehr als Jesus wissen? Wenn ich manchmal vor die Tür gehe (oder wie zu oft auch nicht) glaube ich immer, dass es draußen eigentlich um nichts mehr geht und jeder nur noch irgendwie sein Theater weiterspielt, bis der jeweilige Betrug auffliegt. Die Gesellschaft läuft immer weniger rund und kampflos läuft hier auch immer weniger.

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Слава Росси́я
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Moderator [3242]

@Lärmgeplagte: Ich denke es liegt eher an den Begrifflichkeiten. Ich sehe das Wort "Leben" mittlerweile als neutralen Begriff und versuche ihn auch dementsprechend so zu gebrauchen. Deshalb ist für mich nicht «das Leben», sondern eher die jeweilige Situation (Abschnitt) in der sich jemand befindet ein Kampf. So gesehen kann man, wenn man will auch davon sprechen das jede Situation irgendwo ein Kampf mit sich mitbringt.

@kittian: "Ähm ja, das LEBEN an sich ist möglicherweise kein Kampf, wenn man es so philosophisch betrachten will. Aber man muss ja keine Wortklauberei betreiben."

Ich denke, wenn man gewisse Wörter anders verwenden würde, könnte das bei demjenigen zu einer Bewusstseinserweiterung führen. Der erste Schritt zu einer Veränderung fängt meiner Meinung nach mit dem bewussten verwenden von Wörtern in einem sachlich-neutralen Kontext statt. Ich halte das jedenfalls für einen Weg negative Denkweisen von seinem Geist fern zu halten.

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https://www.rechtsanwalt-wilfried-schmitz.de/wp-content/uploads/2019/05/10.5.19-Strafanzeige.gegen_.Bundeskanzlerin-Dr.-Merkel-zugleich-zu-den-wahren-Ursachen-und-historischen-Hintergründen-der-Flüchtlingswellen.pdf

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