Dampf ablassen!

Ärger abbauen. Frust loswerden. Darüber diskutieren.

Warum

Lebenssinn?

Ich habe in letzter Zeit öfters Phasen wo ich einfach keinen Sinn empfinde: Habe eine Mietwohnung an welcher in nicht gerade hänge, einen Job der mehr physisch fertig macht und eine Ehe die einfach Sinnfrei ist. Wofür leben? Weder Kinder noch irgendwelche Gegenstände die mir Freude machen sind vorhanden. Ich lebe eigentlich für nix und mache jeden Tag den gleichen Kampf nur um Abends schlafen zu gehen und am nächsten Tag das gleiche wieder anzufangen [Melden]


Kommentare (15)

Abigail
★★★

Mitglied [138]

Da bist du nicht der Einzige, dem es so geht.
Na gut, das mit deiner Ehe ist natürlich Kacke, wenn du darin keinen Sinn siehst, dann würde ich das beenden!
Habe auch vor einigen Jahren meine "sinnfreie" Ehe beendet. Zu allem anderen, ...da kann man doch bestimmt etwas ändern.
Ich glaube dir fehlt einfach nur der Mut.

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Wenn Du nicht kämpfst, hast Du schon verloren!

Daydadaday

Vielleicht brauchst Du mal einen laaaangen Urlaub :)

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Ich frage

Ist irgendwie traurig, das zu hören. Warum ist eure Ehe sinnlos (gewesen)? War da liebe, die vergangen ist. Oder habt ihr geheiratet, weil die gesellschaft einem eine gewisse Lebensfürhung aufzwingt, wie man ein erfülltes Leben führen solle?

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Warum

Nein wir haben schon aus Liebe den Schritt gemacht aber die Luft ist sozusagen raus. Denke das übliche in einer Ehe mit vorangegangener 10jähriger Beziehung, einfach nur Trott und auf der Stelle tretend. Dazu kommen noch andere Lebensperspektiven bzw. Zukunftspläne welche stark voneinander abweichen. Dann noch diese Unzufriedenheit im Job und auch im Bekanntenkreis, das bringt im Moment das „Fass zum Überlaufen“ bei mir.....

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Nieschen

Und ich habe gar niemanden. Nicht einmal meinen Prinzen habe ich im Leben gefunden. Jeden Tag muss ich mich am eigenem Schopf packen und sagen, los vorwärts, mach Deinen Job. Ich möchte das Leben nicht hassen, weil ich es dafür nicht bekommen habe. Aber manchmal frage ich mich auch, was soll das ganze eigentlich. Dann mache ich mir einen Tee und lache halbheulend. Ja, so geht es mir manchmal. Und wenn ich mich dann frage, worüber ich eigentlich heule, dann gibt es dafür so viel Antworten, das es sinnlos ist weiter zu heulen. Also muss ich mich wieder am Schopf packen und ... . Dann hat sich sozusagen der Kreis geschlossen. Und wer hängt darin. ICH

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André
★★★★★

Moderator [1252]

So geht's mir auch - ich weiß ja auch nicht, warum ich noch nicht endlich den Mut gefunden habe, mich umzubringen. Es läuft doch nur noch darauf hinaus, irgendwelche Scheiße zu machen um der verfickten Gesellschaft zu gefallen. Ich weiß jedenfalls mit ABSOLUTER Gewissheit, dass in meinem Leben nichts mehr kommen wird und nichts mehr kommen kann. Alles ist zu hochgegriffen. Meine Feigheit ist der Grund, weswegen ich hier noch in der Lage bin zu schreiben. Ich sag's meiner Mom fast tagtäglich, dass ich die 30 sehr wahrscheinlich nicht erleben werde; wenn ich mir nicht langsam mal ne Perspektive verschaffen kann, bin ich tot und das ist auch besser so dann.
Wenn man den eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden kann und nur das quälende Loserleben fernab gewisser Dinge bleibt, man bloß lebt um ner bekackten Norm zu entsprechen - ja dann geht man besser heia machen... für immer.
Ich spüre einfach, dass da nix mehr kommt in meinem Leben - die Geschichte ist geschrieben, alles andere ist reines Wunschdenken, aber das muss ich meiner Mutter noch in die Birne hämmern. Es ist klar, dass man das als Mutter nicht so einfach akzeptieren kann/will, letztendlich führt aber kein Weg dran vorbei.
Das Schlimme ist ja auch, dass ich mit ihr nicht über die Bestattungsangelegenheiten reden kann, sie will's eben nicht akzeptieren. Ich will aber dass es geregelt ist, ich will seebestattet werden, irgendwo im Pazifik... wir werden uns noch darüber unterhalten müssen, das geht so nicht.

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★★★★★★ www.fbi.gov ★★★★★★

Abigail
★★★

Mitglied [138]

@André: puuuhhh, das ist aber ne üble Nummer, du bist noch keine 30? Du hast also nichts mehr vom Leben zu erwarten? Ich sage, du bist an einem herben Tiefpunkt angelangt, warum auch immer!
Aber, es geht wieder aufwärts, glaube mir, mir ging es schon oft so. Dir steht noch alles offen, du bist noch jung und deine Mutter liebt dich und es gibt für eine Mutter nichts schlimmeres, als ihr Kind zu verlieren und natürlich hat sie kein Verständnis für dein Vorhaben. Wenn du dir fast jeden Tag, von dem den du liebst, anhören musst " ich habe keine Lust mehr zu leben ", macht dich das innerlich fertig, es zerreißt dich bei jedem Wort und du hast Angst vor dem Moment, wo es wirklich passiert und du kannst nichts dagegen tun, nichts!
Du musst dir Hilfe suchen, André! Bitte such dir Hilfe!

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Wenn Du nicht kämpfst, hast Du schon verloren!

ein

@André: Ich hoffe, du findest noch dein Glück.

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kittian
★★★★★

Moderator [1613]

Was ist dir deine Ehe denn wert? Ihr habt euer Leben schließlich lange miteinander geteilt. Wie ich es sehe und auch von mir selbst kenne, geht es bei dir um eine Sinnkrise, die sämtliche deiner Lebensbereiche betrifft. Kinder hast du anscheinend keine, weshalb eine Trennung/Scheidung unkomplizierter wäre. Allerdings wird oft davon geschrieben, dass Paare sich mit der Zeit zu sehr angleichen und eher zu WG-Partnern mutieren, wo die Liebe nicht mehr dominiert. Bist du in der Beziehung nicht mehr der Mann wie früher und sie nicht mehr die Frau wie früher? Schließlich ziehen sich die gegensätzlichen Pole an. Außerdem kann zuviel räumliche und körperliche Nähe den Wunsch nach Abstand begünstigen, weshalb manche Beziehungsratgeber sogar Ehebetten für nachteilig halten. Vielleicht braucht ihr einfach mal eine Beziehungspause, um alles nochmal von außen zu betrachten. Was Arbeit betrifft, kenne ich beiderlei: Wenn es einfach nur scheiße ist und man am liebsten nichts mehr tun würde einerseits und wenn sich nichts anbietet obwohl man will andererseits. Wenn dir etwas fehlt, kannst du es nach dir verfügbaren Möglichkeiten mal ausprobieren und wirst vielleicht etwas klarer dadurch.

@André:
Mir geht auch ziemlich schrottig und jetzt wo ich meine Gefühle bewusst zulasse und mich viel seltener davon ablenke, bricht ganz schon was herein. Mir geht es in vielen Dingen ähnlich wie dir und ich bin schon 29 Jahre alt, aber ich versuche es nochmal auf eine andere Tour. Nur vom Kopf her könnte ich meine Probleme nicht mehr lösen. Mir hilft da auch soeine Männerrunde, die auch bisher immer in meinem Leben gefehlt hat. Außerdem lese ich hier und da mal ein Buch (aber nicht irgendwelche, sondern schon empfohlene) und übe Meditationen. Es kommt vieles hoch und es muss so sein, aber damit muss ich erstmal fertig werden. Zu deiner Mutter hast du ja scheinbar auch soeine Hassliebe. Dir nützt es aber nichts, ihr davon immer zu erzählen. Von mir selbst könnte ich aus diesen Verhaltensmustern schließen, dass man damit bei anderen sein Seelenheil sucht und sie für einen selbst den Scherbenhaufen zusammenfegen, was aber nicht funktioniert und abhängig macht. Ich will damit aber nicht sagen, dass das Ablegen soeines Musters einfach ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass hier und da auch eine Form der Todesangst bewältigt werden muss, auch wenns für viele komisch klingt. Wenn du genauer hinsiehst wirst du feststellen, dass die nach außen hin beneidenswerten Lebensläufe anderer Menschen der reinste Selbstbetrug sind und sie unwissentlich und unterbewusst darunter leiden und durch ihre Verblendung nie zu ihrem Glück finden können.

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Das Leben ist wie ein Furz. Du weißt nie, wonach es dir bald stinken wird.

hc130
★★★★

Mitglied [827]

@kittian:

Wollte eigentlich aus etwas loswerden, muss aber feststellen, dass sowohl deine Worte an den TE als auch an André alles sagen - mehr kann man nicht rausholen, kittian. Ich schließe mich dem Gesagten kommentarlos an.

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https://m.youtube.com/watch?v=wNthWVdonto

hc130
★★★★

Mitglied [827]

Korrektur: *auch

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https://m.youtube.com/watch?v=wNthWVdonto

Wahr

@kittian:

,, Von mir selbst könnte ich aus diesen Verhaltensmustern schließen, dass man damit bei anderen sein Seelenheil sucht und sie für einen selbst den Scherbenhaufen zusammenfegen, was aber nicht funktioniert und abhängig macht.''


Ich schätze, dass man das Bedürfnis hat, dass jemand den Scherbenhaufen für einen zusammen fegt entsteht, wenn Andere diesen Scherbenhaufen verursacht haben. Und man sich nicht fähig fühlt das in seinem Leben hinzubiegen, was andere oder das Schicksal zerstört haben. Dann hat man plötzlich nichtmehr nur mit den eigen verursachten Problemen zu kämpfen, sondern auch mit den fremdeinwirkungen, was die Last unheimlich erhöht.

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Edgar Guest w...

@Warum:
"Wofür leben? Weder Kinder noch irgendwelche Gegenstände die mir Freude machen sind vorhanden."

Kann ich mir gar nicht vorstellen! Wo ist denn deine pädophile Community?
So was wie du geht doch normalerweise entwerde zu den Nationalsozialisten (zum Ku Klux Klan) oder in die Kirche, Moschee oder in ne Synagoge beten oder neuerdings auch zu den Grünen in die Politik (Evangelikaner auf jeden Fall)! Ihr findet Sinn darin weitere Knechte herauszupressen, die sich Sinn suchen müssen im Leben, also mach das doch und hole dir deinen Prinzen oder noch besser! Werde Leihmutter! Verdienste mehr Geld!
Jedenfalls mehr als hier wieder das Bild eines tottraurigen Menschen zu schaffen, der totraurig ist, weil er (noch) keine leiblichen Schicksalsschläge in diese Welt warf (weil geteiltes Leid fälschlich gleich halbes Leid) und nun vom religös infiltrierten deutschen Staat kein Kindergeld (Zeugungsgeld) bekommt. Ach du tust mir leid.

@kittian:
"Bist du in der Beziehung nicht mehr der Mann wie früher und sie nicht mehr die Frau wie früher?"

Ist der TE nicht eine Frau (Nieschen = Warum)? Ist ja noch schlimmer wenn es ein Kerl ist, der so schwachsinnig daher labert, aber eigentlich wundert es mich nicht. Frauen sind oft wegen ihrer körperlichen Schwäche bloss Mittäter, die mal paar ins Gesicht bräuchten - die eigentlichen Täter jedoch, die im Gattungsdienst arbeiten, sind die hohlen Männer.

Erinnert mich auch sofort an eine Reportage auf arte, darin ging es um Leihmutterschaft und nebenher hat man die Zustände in Indien thematisiert.
Dort bedeutet Unfruchtbarkeit den Tod für eine Frau weil sie so ihrem Kerl ja keine Schicksalsschläge herauspressen kann. Der steinigt die dann entweder oder lässt sie eiskalt in die Wüste abschiebene. Und das Lustig daran - die Frau machen das auch noch mit! Entweder sie nehmen ihren Abwurf hin oder sie versuchen durch künstliche Befruchtung und Leihmutterschaft an ein Kind zu kommen. Adoption steht dort überhaupt nicht zur Debatte. Wie krank ist das denn bitte? Lieber kämpfe ich für ein bessere Welt als diese Unethik zu dulden. Lieber sterbe ich als weiter dafür zu sorgen, dass Menschen (meine Kinder!) in so einer widerlich sexistischen Welt aufwachsen und sterben müssen, in der ihr einziger Lebenssinn sein wird nach dem Sinn zu suchen, ihn nicht zu finden - heiraten und Nachwuchs produzieren zu müssen und damit den ganzen Teufelskreis von neu anzutreiben!

Durch die Lage in Indien merkt man auch erst mal (bzw. ich merke das) wie froh man sein kann, dass man nicht so schwachsinnig geboren wurde wie die 99% der Menschheit! Wobei eigentlich merkt man es jeden Tag. Ich meine das ehrlich. Ich kann froh sein, dass ich mich überhaupt gegen Nachwuchs entscheiden darf und das höchstens mit Spott von Kollegen und Kolleginnen und Diskriminierungen seitens des Staates (Steuerklasse) bezahlen muss. Aber es ist mein Privileg und ich weiss das sehr zu schätzen, darum kämpfe ich dafür.


@André:
"Das Schlimme ist ja auch, dass ich mit ihr nicht über die Bestattungsangelegenheiten reden kann, sie will's eben nicht akzeptieren."

Du musst mit deiner "Killerin" nicht über deine Bestattung reden (macht man doch nur aus Jucks ;P), du schreibst einfach eine Bestattungsverfügung und lässt das noch einmal juristisch begutachten und hinterlegen, dann ist der Hase gelaufen. Deine Verwandten MÜSSEN sich an deinen Willen, den du dort verfasst hast halten! Das ist so geregelt. Und immerhin geht es um DEINE Bestattung! Die hast du nahezu "frei"* selbst in der Hand. Aber dankbar solltest du deinen Erzeugern dafür nicht sein ;) oder findest du sie haben dir ein schönes "Geschenk" mit gemacht?
Du alter Schlawiner du ;P

*Man darf sich nicht mit seinen Haustieren begraben lassen und es herrscht noch Friedhofszwang. Eine Veränderung dieser Umstände schieben sie sicher auch weiter auf die lange Bank, weil Deutschland ist eines der religiös unterwandertsten Länder die es auf diesem Schweinsplaneten gibt. Aktive Sterbhilfe ist durch diese Pisser übrigens auch verboten, also hüte dich lieber der oder dem TE den Rücken zu tätscheln. Ich würde das höchstens mit Handschuhen und Buttersäure machen ;P

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PseudoGottEX

Mir ist in der Vergangenheit öfter aufgefallen, dass man gerade dann den höheren Sinn sucht, wenn man nichts im Leben ändert.
Die einen suchen den Ausweg im physischen Schmerz, die anderen werden psychisch von ihrem Schicksal heimgesucht und erfahren Veränderung die sie eigentlich nie wollten, fühlen sich aber trotz des Niederschlags besser als vorher.

Wenn dir es schwer fällt das Wert zu schätzen, was du im Jetzt hast, dann verändere. (Leichter gesagt als getan, ich weiß ...)

Angst den Job zu verlieren? Ich hätte eher Angst auf Dauer die Wertschätzung auf das Leben zu verlieren.

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kitkat
★★★★

Mitglied [941]

Andre: Überleg mal wie deine Mom sich vorkommt wenn du (ihr Kind) täglich von Selbstmord redest. Wenn sie das genauso machen würde...

Der November ist sowieso Depressionszeit, wenig Sonne, früh dunkel, alles grau. Da müssen wir alle jetzt irgendwie durch. Ich kann nur dazu sagen: Bewegt euch an der frischen Luft und wenn es nur eine halbe Stunde ist. Geht in den Stadtpark , seht euch die Pflanzen an. Kennt ihr alle mit Namen? Beschäftigt euch mit der Natur. Macht die Augen auf für die ganz kleinen Dinge. Hört auf nach den Sternen zu greifen ! Bleibt auf dem Boden. Überlegt euch, was ist machbar und was kann ich schaffen? Muss ich alles heute und sofort schaffen? Wir setzen uns meistens selbst massiv unter Druck. Vergleicht euch nicht mit anderen und lasst euch nicht blöd anmachen.
Vergleicht euch vor allem nicht mit Leuten die keinen einzigen Bruch im Lebenslauf haben. Leute bei denen alles immer glatt läuft sind nicht bessere Menschen, vielleicht sind sie skrupelloser oder dickhäutig.
Ich persönlich finde Menschen sympathisch die immer mal wieder "stolpern", an sich zweifeln und nicht wissen, wo es lang gehen soll.

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