Dampf ablassen!

Ärger abbauen. Frust loswerden. Darüber diskutieren.

confused

Komme nicht drauf...!!!??? :/

Wenn der Lehrer von den Schülern die Lösung einer Aufgabe an der Tafel abfragt, aber
keiner Antwortet - es bleibt für's erste still - und diese Stille drückt irgendwie. Man selbst kennt die Antwort (also wenn man dran käme, man wüsste es!) aber meldet sich nicht und sagt nichts, sondern denkt sich bloß "Das müssten die auch wissen. Die wissen das und sagen nichts...- na hoffentlich sagt es jetzt jemand..." der Lehrer derweil fragt immer dringlicher, aber hält die stillen Pausen lange durch und man selbst drängelt gedanklich gesteigert darauf, dass es jemand sagt - doch man selbst will dieser jemand halt nicht sein. Wenn denn dann jemand doch die richtige Antwort sagt, fühlt sich das so an, wie wenn bei einem innerliche Verkrustungen aufweichen und sich auflösen würden. Wie heißt das?

Oder wenn man bestimmte Ideen von etwas hat, für eine Geschichte, für sonst was... und man merkt per Zufall, dass jemand fremdes ganz gleiche Ideen, annähernd gleich umgesetzt hat und dadurch fühlt man sich entlastet?

Oder wenn auf Online-Plattformen User zu erkennen geben, dass sie ganz ähnliche Ansichten, so vertreten, wie man das selbst machen würde und dann ist man halt dadurch happy, befreit, mit sich im Reinen und hat den Drang los was hinzufügen zu müssen?

Gibt es dazu eine Bezeichnung aus der Pädagogik oder Psychologie etc.?

Also zu dem: man will das etwas offenbart wird, aber man selbst will das nicht offenbaren - es soll ein andere machen.
Oder man wünscht sich das höchstens selbst zu tun, wenn irgendwo klar ist, dass es entweder an denjenigen fehlt, der es machen soll oder das etwas eben nicht existiert oder absolut nicht so, wie man sich das selbst wünscht. Aber grundsätzlich will man, dass jemand anders etwas so macht, wie man sich selbst dieses etwas wünscht.

??? [Melden]


Kommentare (8)

könnte

Meine Frage ist: Gönnst du den anderen den Erfolg, den du selber haben könntest?

Das könnte man "Uneigennützigkeit" nennen.
Das ist eine absolut positive Eigenschaft, aber leider wirst du damit nicht weit kommen.

Wenn du etwas weißt, dir aber Unsicherheit im Nacken sitzt und du auf die Lösung des Anderen wartest, könnte es "Erleichterung" sein.

Beides könnte...

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confused

@könnte:
Ne, vermutlich ist es beides nicht...

Noch einen Erklärungsversuch:

Die eigentliche Intension besteht darin, dass jemand etwas unbedingt sagen soll, was man auch selbst für wahr bzw. für öffentlich mitteilbar via sprache, Gestik, Gesang, Schrift, Zeichnen, Schreiben etc. hält. Aber man möchte dieser jemand keinesfalls selbst sein, weil man die positiv oder auch negativ ausschlagende Aufmerksamkeit, die folgen könnte, scheut.
Also wie bei dem Beispiel, mit dem Lehrer → man hat irgendwie Angst davor, dass man sich doch irrt (- warum Schweigen alle? Ist die Antwort doch eine andere?) und das hätte sicher etwas mit Selbstzweifeln zutun.

Aber bei dem Beispiel mit der Idee oder den Usern → möchte man das, was man so für richtig hält, auch so dargeboten bekommen, wie man es selbst getan hätte, wenn einem kein Fremder zuvorgekommen wäre. Man ist dann jedenfalls nicht enttäuscht, sondern einfach froh, dass jemand anders was "Wahres" gesagt/getan und annähernd ähnlich gesagt/getan hat, wie man das selbst eben gesagt/getan hätte... was ja dann irgendwo "Mitfreude" wäre.

Mir ist nur so, dass alle drei Beispiele aber auch gut unter einen Begriff passen würden - vom Gefühl her?
Es ist ja immer dasselbe vom Anfang und von der Reaktion aus? Einmal ist man bedrückt durch die Stille, weil niemand die "richtige" Antwort sagt und man selbst zu viel Schiss hat, dann aber sobald jemand die "eigene" Antwort sagt und sie ist richtig oder auch nicht, dann ist man entweder erleichtert oder eben auch angegriffen, denn man lag beim Letzten ja falsch.

Dann verlangt man, dass Fremde, Sachen in die Wege leiten, so wie man das auch selbst getan hätte, wenn man nicht diese Fremden immer vorschieben würde und ist erleichtert, wenn sie es so hinbekommen, wie man sich das wünschte. Angegriffen ist man dagegen, wenn sie scheitern, weil man dann auch selbst irgendwo gescheitert ist.
Irgendwie ist das eine Art "Mitfiebern".
Wie wenn ein Querschnittsgelähmter mit denen mitfierbert, die laufen können... oder so - aber eben erstens, weil der Querschni- Angst vor dem Selbstlaufen hat und dadurch zweitens, irgendwie mehr darauf aus ist, das wenigstens seine Wahrheit vermittelt wird. Also die Hauptintension ist das was man selbst als wahr bedrachtet, endlich aus sich herauszubekommen via Fremder - weil man es selbst irgendwie nicht schafft.

Man ... dazu muss es doch einen Begriff für geben? ;/

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hätte

Hmm... bei mir verläuft der Gedankengang etwas anders. Deswegen bin ich mir nicht ganz sicher, welches Gefühl du meinst.

Bei den ersten beiden Beispielen würde ich eher wütend, eifersüchtig, enttäuscht sein.
Bei der dritten würde ich mich einfach nur freuen.
Aber ob es da ein Wort für gibt? Wenn dir ein Stein vom Herzen fällt? Ich wüsste nichts anderes, als einfach ,,erleichtert.''

Ich glaube, dein Gefühl fühle ich, wenn es zu etwas unangenehmen kommt. Irgendwer, einer, muss die Drecksarbeit machen. Zb ein Unrecht aufklären und sich dabei automatisch bei allen unbeliebt und verhasst machen. Und man denkt sich, mist, keiner macht es, das ist jetzt zwangsweise meine Aufgabe. Aber dann sieht man, es hat doch schon wer anderes in Angriff genommen. Und der macht es sogar besser, als man es selbst könnte.

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könnte

Selbsterfüllende Prophezeiung?
Ich denke weiter nach...

Wie gesagt, könnte...

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könnte

Lampenfieber? - nee warte...

Sorry Mods, geht nicht anders :-)

Antworten

könnte

Konvus? (Aus deinem Nick geschlussfolgert?)
Ich gebs auf, sorry... habs versucht.

Antworten

Ebenfalls

Das ist mir letztens auch passiert.

Antworten

könnte

Unentschlossenheit, Schüchtern(heit), Feigheit, Ängstlichkeit, Angst des Versagens?

Man ey, sags doch endlich !!!

Wieso kriegst ausgerechnet schon wieder DU es hin, dass ich hier Kopfkino habe? Was ist dein Beruf? Komm schon, mich interessiert das wirklich.

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