Dampf ablassen!

Ärger abbauen. Frust loswerden. Darüber diskutieren.

Müll

Ich bin psychisch nicht ganz normal und hasse es

Eigentlich bin ich nurnoch davon genervt, wie ich selber mit Leuten umgehe. Und ich denke, dass sich Leute von mir abwenden wollen, deswegen.

Hier meine Eigenschaften, die ich hasse:

-Zb wenn ich verliebt bin, dann bin ich sehr anhänglich. Bin Eifersüchtig wenn die Person mit wem anders flirtet. Frage immer wieder nach, ob wir mal was zusammen unternehmen können, auch wenn die Person gerade wenig Zeit hat.

-Wenn ich mit meinen 2 besten Freunden rede, dann rede ich eigentlich immer über meine Probleme. Ich rede und rede und rede über nichts anderes. Weil irgendwie immer über sowas reden muss, aber mich niemand anderem außer meinen besten Freunden damit anvertrauen wollen würde. Aber die wollen wohl auch nicht so viel schlechtes hören.

-Ich denke mir oft so, warum ich? Alles schlechte was in meinem Leben passiert ist, (hatte einige schlimme Gesundheitsprobleme, eine wichtige Person ist gestorben usw) da denke ich immer warum ich? Und ich sage ja nicht, dass es nicht auch Menschen gibt, die schlimmeres erlebt haben. Darf ich deswegen nicht unglücklich sein wegen dem, was mir passiert ist? Aber vielleicht ist das alles zu wehleidig. Wenn ich mit sowas zu meinen Freunden komme sagen die immer nur ,,Aber andere Menschen irgendwo auf der Welt haben es noch schlimmer getroffen.'' Ich weiß halt einfach nicht, wie ich damit umgehen soll. Wenn es mir schlecht geht und ich nicht darüber reden kann/ soll.

-Ich habe unfassbare Angst, Menschen die mir wichtig sind zu verlieren. Selbst wenn ich der Person lange nicht so wichtig bin. Was darin resultiert dass ich oft nicht mache, was ich möchte. Sondern was die einzige Möglichkeit ist, die Menschen nicht zu verlieren.

- Wenn ich jemanden mag und die Person mich auch, interpretiere ich oft zu viel hinein. Wenn wir uns eine Weile gedated haben denke ich mir, dass iwr vielleicht zusammen sein können. Aber dann wollen die Leute nur daten und mehr nicht. Und ich verstehe es nicht, weil ich immer dachte, man dated jemanden, weil man schauen möchte, ob man vielleicht irgendwann zusammen kommt oder auch nicht. Aber nicht von vorne rein denkt, man dated einfach nur ganz viele Leute über Monate hinweg und mehr nicht.

-Ich zerdeke immer alles tausendfach. Gehe immer vom schlimmsten aus. Denke mir, bislang ist so viel im Leben schief gelaufen. Warum sollte es je besser sein? So oft habe ich was versucht und es hat nicht geklappt. Warum nochmal versuchen.


Irgendwie ist in letzter Zeit alles so sinnlos. Bin noch so jung und trotzdem ist meine Gesundheit schon so im Arsch. Eigentlich könnte ich meinen gesmanten Körper in den Müll werfen. Ich weiß nicht, wie man das je wieder alles hinbekommen soll.
Und dann versuche ich mein Glück in zwischenmenschlichen Beziehungen zu finden. Aber da habe ich das Gefühl, immer alles falsch zu machen. Wahrscheinlich weil ich einfach immer diesen Druck in mir habe, nichts falsch machen zu wollen, und bei anderen Leuten, die Angst sie zu verlieren. Und wieder nerve ich mit meinen Problemen nur weil es mir besser geht, wenn ich sie jemandem erzähle, dem ich vertraue.
Irgendwie bin ich voll der menschliche Abfall. Geistig und Körperlich. [Melden]

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Kommentare (6)

V!!

Du denkst zu viel. Ganz einfach.

Geht mir genauso; Ich denke und handel zu wenig.
Aus Angst mit Verlusten aus dieser Reise zu gehen.

Du hinterfragst dich selbst und Andere zu oft.
Denkst und denkst und denkst ... bis du nicht mehr denken kannst.
Versteh mich nicht falsch, aber denken ist richtig, man kann sich aber leicht darin verlieren und
das Wesentliche aus den Augen verlieren.

Du denkst dein Leben ist gefickt und du bist noch jung? Das ist gut ...
Wieso? Weil du dann noch denkst wirklich jung zu sein.

Das Bedeutet, dass du noch Zeit hast die Dinge und deine Gedanken in den Griff zu bekommen.
Wenn du aufhörst zu denken jung zu sein, spätestens dann zerfressen dich diese Gedanken.

Willst du wissen, wieso ich das schreibe ... ?

Ich habe mit 21 mal ein Video aufgenommen, wo ich in diesen Gedanken verloren war, weil ich dachte ich wäre zu alt.
Zu alt noch eine Ausbildung anzufangen. Mit den Worten: Wenn ich mit der Ausbildung fertig bin, dann bin ich ja schon 24 ...FUCK.

Wo haben mich diese Gedanken hingeführt? In den Abgrund ... mit 26 hatte ich immer noch keine Ausbildung angefangen.
Depressionen. Meine Familie war nie da für mich, Freunde gab es nicht. Nur mich und meine Gedanken.

Jeder macht Fehler. Du, ich, die Leute da hinten ... Einfach JEDER.

Du denkst, weil du perfekt sein willst?

Am Ende bist du genau das Gegenteil von perfekt.

Einer meiner Verwandten aus Amerika hatte mal einen Satz wie diesen rausgebracht:
If you think permanently about everything, you end up doing nothing.

Auf deutsch: Zu viel denken, zu wenig oder rein garnichts machen.

Wie bereits erwähnt; Denken ist gut, Kontrolle über seine Gedanken haben ist besser.

Antworten

Richtig

Besser hätte ich das auch nicht schreiben können. Wahre Worte.

Antworten

kitkat
★★★★

Mitglied [814]

TE : Was möchtest du jetzt hier als Antwort hören?
Du bezeichnest dich selber als menschlichen Abfall. Das ist schlimm. Wie kannst du so über dich selber denken ???
Das Glück hängt nicht von zwischenmenschlichen Beziehungen ab. Jedenfalls nicht in erster Linie. Andere können dich nicht retten. Zieh dich selber aus dem Sumpf. Dann wirkst du auf andere anziehender. In dem Moment wo du merkst "ich kann ja selber dafür sorgen dass ich mich gut fühle" wirst du innerlich unabhängiger von Anderen. Das dauert seine Zeit, aber du bist ja jung genug.

Du hast eigentlich schon alle deine Macken oben beschrieben. Der nächste Schritt wäre: MACH ES ANDERS. Wenn Menschen immer wieder von neuem dieselben Probleme hören , obwohl sie dir schon 10.000 mal zugehört haben, wird es ihnen irgendwann zuviel. Schließlich sind sie nicht deinen Therapeuten. Irgendwann muss man auch mal MACHEN statt im Kreis reden und denken.

Versuch einfach mal was Anderes. Auch wenn es ungewohnt ist.

Antworten

Müll

@V!!:

Ehrlich danke. Der Beitrag hat mich zum Nachdenken angeregt. Und ich habe lange und viel nachgedacht.

Und es ist nunmal so:
Niemand ist Schuld an dem, was in meinem Leben schlimmes passiert ist. (mit Ausnahmen)
Aber niemand kann irgendwas dafür, wenn man mit gesundheitlichen Problemen auf die Welt kommt usw. Es ist nicht meine Schuld Es ist aber auch nicht die Schuld von irgendwem. Ich kann Leuten keinen Vorwurf daraus machen, wenn in ihrem Leben alles einfach und perfekt gelaufen ist. Dafür können sie genauso wenig was. Und wenn sie älter werden, kann sich das auch ändern. Zb wenn eine geliebte Person stirbt usw.

Ich glaube ich sollte einfach aufhören an sowas wie einen Gott zu glauben. Daran dass wenn man sich Mühe gibt gut zu handeln, einem das Leben irgendwann man irgendwas zurück gibt. Das Leben ist nicht fair. Bei manchen läuft immer alles perfekt, egal was sie machen, bei manchen läuft immer alles schlecht, egal was sie machen. Aber der Großteil ist irgendwo in der Mitte.

Letzten Endes kann man sich auf niemanden verlassen. Keinen Gott, keine Freunde, keinen Partner, keine Familie. Man hat nicht die Kontrolle darüber, was andere Menschen tun. Und man muss irgendwann aufhören immer alles unter Kontrolle haben zu wollen. Denn das funktioniert einfach nicht. Die einzige Person auf der ganzen Welt, dessen Handlungen ich kontrollieren kann, sind meine Eigenen. Deswegen sollte ich mich auf niemanden anderen verlassen als auf mich.

Ich muss auch aufhören mein Leben in Abschnitten zu betrachten. Ich betrachte mein Leben immer in Abschnitten. Sprich, ich muss bis dann und dann das und das in meinem Leben geregelt haben und dann kann ich was anderes anfangen. Wenn ich es bis dahin nicht geschafft habe, ist es für immer verkackt und es können auch keine zwei Dinge paralel verlaufen. Zum Beispiel muss ich Mitte diesen Jahres in eine neue Stadt ziehen für ein Jahr. und ich habe in meinem Kopf schon damit abgeschlossen, meine Freunde nie mehr im Leben wieder zu sehen oder wenn ich wiederkomme sind sie weg. dabei weiß ich garnicht, was danach sein wird.

Ich weiß auch zum Beispiel dass ich einen Kontrollzwang habe. Und ich habe inzwischen erfahren dass er daher kommt, da mir im Außen immer die Struktur im Leben gefehlt hat, seit meiner Kindheit. Und ich deshalb peinlich genau darauf achte, dass sie wenigstens im Inneren stimmt.
Das ist ein zusätzlicher Belastungsfaktor und ich weiß, dass ich daran arbeiten muss, das in den Griff zu bekommen. Damit ich ein normales Leben führen kann.

Antworten

EssigimAuge
★★

Mitglied [52]

@TE lies das:
„Wenn wir bedenken, daß wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt.“
Mark Twain

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Lieber locker und Punk, als AfDler und krank.

Was heißt da...

Psychisch nicht gesund. Was heißt das schon? Irgendwie hat doch jeder seine Ticks und Laster. Und in der heutigen Leistungsgesellschaft, wo oft Druck, Stress den Alltag bestimmen, erkrankt doch so gut wie fast jeder einmal an einer Zivilisationskrankheit wie Burnout oder Depressionen.

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