Dampf ablassen!

Ärger abbauen. Frust loswerden. Darüber diskutieren.

Aquariumfräu...

Nachbarn schauen mir Tag & Nacht in das einzige Zimmer - jeden Tag, immer!

Sieben Mal musste ich umziehen, bis ich endlich eine Wohnung hatte, wo ich ich in Ruhe leben konnte, und meinerseit auch niemanden störte. (Davor: Punks & besetzte Häuser, Leute die um drei im Hof Bandoneon spielen, Erdgeschoss, wo Leute Nachts auf deiner Fensterbank sitzen & reden oder Clubgänger vor's Fenster pissen, WG, die Dauerbesuch aus der Heimat hat, und die ganze Nacht laut sind...)
Jetzt wohne ich hier seit zwanzig Jahren, umziehen kann ich mir nicht leisten, und gegenüber ist eine GRUPPE in eine Einzimmerwohnung gezogen - und einer davon sitzt seit jeden Tag am Küchenfenster genau gegenüber vor meinem einzigen Zimmer in meiner 24 qm Wohung, und benutzt es als Büro.
Tag und Nacht - bis vier Uhr oder auch länger. Woche, Wochenende. Wenn die anderen nach Hause kommen sitzen die bei offenem Fenster zu dritt (es waren auch schon fünf, über eineige Wochen, als die Eltern zu Besuch waren - der Vater konnte nicht schlafen, und saß dann dort auch noch um sechs Uhr früh.) und reden EXTREM laut - Sommer, Winter - die ganze Zeit.
Ich wohne nicht freiwillig in der Großstadt, ich muß halt auch irgendwie mein Geld zusammenkratzen, und anderswo geht es nicht.
Mir ist es super wichtig, irgendwo alleine sein zu können.
Da ich im weitesten Sinne Künstlerin bin, auch beruflich, brauche ich eben auch einen Raum, wo ich ich sein kann, ohne die ganze Zeit angeschaut zu werden - wo ich albern sein kann, oder nachdenken, oder an meinen Sachen arbeiten (was für andere komisch aussieht, eventuell), Tanzen, lesen, den Himmel ansehen, rezeptiv sein, oder eben Dinge entwickeln & gestalten.
Ich mache immer das Fenster zu, wenn ich Musik höre oder Gitarre übe.
Ich bin im Privatleben sehr Menschenscheu, und für mich ist es sehr anstrengend, raus zu gehen & auch zu arbeiten - da ich dort auch immer voll frontal mit Menschen zu tun habe, und einfach sehr sensibel bin, und das alles verarbeiten muß.
Meine Wohnung ist so klein, und ich liebe den Himmel, und die Wolken, und die Vögel - nun habe ich alles umgebaut, meinen Tisch in die dunkelste Ecke, mir einen Sichschutz gebastelt - aber es ich fühle mich wie im Gefängnis - und ich hasse diese Leute, und werde immer mehr zum schrecklichen Menschen, ganz einfach weil ich NULL Raum für mich mehr habe!
Ich KANN nicht schöne Dinge für die Menschen schaffen (ja, ich arbeite FÜR mein Publikum, und muß die Menschen eben auch mögen können!) wenn ich einfach nur noch Hass empfinde, weil diese Stadt mich immer mehr bedrängt & einengt.
Diese Leute sind auch nicht komplett arm - sie haben ein Modehündchen & Apple Laptops - eher so Air BNB Hipster - ich bin sicher, zu dritt in einer Einraumwohnung könnten sie auch in ihrer Heimat (Ein tolles Land, mit tollen Menschen, aber ich habe auch ein Recht, auf meine Bedürfnisse, und die sind nun mal Ruhe, Rücksicht, und ganz viel Privatsphäre in Form von ein Zimmer pro Erwachsenem, nicht drei Leute im Stapel!!) und es ist mir auch egal - ich würde jeden hassen, selbst mein größtes Idol oder meinen Traummann, wenn der mich den ganzen Tag anstarrt!
Mein Zimmer ist wie ein Aquarium, und ich kann mich einfach nicht mehr entspannen, und ich vermisse den Himmel, und das Tageslicht (geht eh nach Norden), wenn ich den ganzen Tag die Fenster verbunkere.
Das macht mich wahnsinnig, gestresst & irrsinnig traurig =.(.....
Und es ist einfach zum kotzen! Ich würde das nie machen - ich würde mich wenigstens seitlich setzen, und auch mal ein paar Tage in meinem ZIMMER, nicht in meiner KÜCHE arbeiten/sitzen - besonders, wenn ich merke, daß die andere Person es sehr unangenehm findet, wenn ich ihr Zimmer dern ganzen Tag überschaue.
Scheiße. Echt.
=(

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Kommentare (14)

Aquariumfräu...

Sorry, falls es fremdenfeindlich klingt - ich kann den Beitrag gerne nochmal schreiben, nur ich wollte klar machen, daß es nicht Flüchtlinge oder Obdachlose sind, die echt kein Geld & keine Wahl haben, und von der Stadt in eine Einraumwohnung gezwungen werden! Auch das wär für mich schrecklich, es ist mir eben echt egal WER es ist, davor war es eine Blonde, die ist aber wenigstens früh schlafen gegangen, so daß ich wenigstens nachts für mich war, und mal das Fenster öffnen konnte, und sie war auch nie so laut!
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sanny
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Mitglied [3096]

@Apuarium Zu klein um sich da
überhaupt wohl zu fühlen.
Und dann noch die Beobachtungen.
Krass,könnte ich nicht ,such dir was
anderes .
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Mein Altersruhe Sitz Toskana

Lotta

Wohnst du im Erdgeschoss ? Und wieviel Etagen gibt es insgesamt ?
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Eva
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Mitglied [5048]

Man hat heute nirgendwo mehr seine Ruhe
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Gegenlärm

24qm? Ich würde durchdrehen!! Da hat man ja in seinem einzigen Zimmer zu allen Seiten Nachbarn!
Gegen das Glotzen hilft ggf. eine Gardine, aber ich würde grundsätzlich mal nach einer anderen Bude gucken. Vielleicht nicht in Gegenden, wo es besetzte Häuser gibt.
Massen-WGs lassen sich allerdings auch in angeblich guten Wohnvierteln nicht vermeiden. Sich in kleinen Buden zu knuppeln, ist heutzutage leider "in". Was ich als absolut ekelerregend betrachte, muss für manche (jungen) Leute wohl das Höchste der Gefühle sein. Und für Vermieter auch, denn WGs sind in der Regel kurzlebig, und man kann nach jedem Auszug die Miete anheben.
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Weinbrand

Mitglied [5]

Ich habe Spiegelfolie/Sichtschutzfolie an einem Fenster ...ist ganz praktisch...
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das ist blöd

Es gibt Folien für's Fenster, wo man rausschauen kann, aber nicht rein. Sowas solltest du dir dringend anschaffen! Mich macht das auch wahnsinnig, wenn Leute in mein Zuhause reinglotzen können. Als ich im Erdgeschoss neben einer viel belaufenen Strasse gelebt habe, war mein Vorhang auch 24/7 unten. Das war deprimierend.


@Gegenlärm:
Nicht jeder macht das freiwillig. ich als Student kann mir beim besten Willen nichts anderes Leisten, als ein WG oder Studentenwohnheimzimmer. Und ich würde mir auch eine eigene Wohnung mit PRIVATSPHÄRE wünschen. Unmöglich! Schuld daran sind die Miethaie und die lächerlichen Mietpreise. hier Kosten große Häuser mit Garten nur 100.000-200.0000 Euro, aber wenn du eine winzige Kackwohnung haben willst, zahlst du locker 1200€ kalt. und für ein 15qm WG Zimmer kannst du froh sein, wenn du noch was unter 400€ findest.
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Gegenlärm

@das ist blöd
Für Studenten ist das tatsächlich problematisch. Bei uns im Viertel sind aber viele Stapel-WGs, in denen die wenigsten Bewohner den Eindruck machen, als ob sie studieren oder einer Tätigkeit nachgehen. Das sind hauptsächlich junge Leute, die nur Bock auf Party und Wegsein von den Eltern haben, und sich deshalb knubbeln, weil sie sich sonst die Mieten in diesem (recht teuren) Wohnviertel nicht leisten könnten. Was echt ätzend für alle anderen Leute ist, denn die zahlen hohe Mieten und dürfen sich wie im Asi-Viertel fühlen.
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Dieser Kommentar wurde gelöscht, da er gegen die Regeln dieser Seite verstieß oder nicht zum Thema passte: Geschrieben von # am 08.02.2020, 08:45 Uhr.

das ist blöd

@Gegenlärm:

Wem sagst du das. Für Studenten ist das auch ein riesen Problem, wenn man dann unter solchen Leuten wohnen muss, während man sich auf die Uni konzentrieren will. Rücksicht ist da auch pustekuchen. Die sind dann eher extra laut und asozial, wenn sie erfahren, dass ein Student in der Nähe wohnt. Für die sind wir ja nur die dämlichen Streber, die nicht wissen, was ,,Spaß am Leben haben'' heisst. Und ja, für mich ist nichts reizvoll daran, sich jeden Tag zu besaufen und zu bekiffen und schlechte Asi Musik zu hören. Ich möchte meine Jugend nutzen, um mir eine berufliche Perspektive aufzubauen, um es später mal finanziell besser zu haben, als in meiner Kindheit. ich glaube, dass da häufig auch Missgunst mitschwebt. Aber sorry, wenn man sich freiwillig dazu entschließt, von 18-35 nur Party zu machen und zu saufen kann man nicht erwarten, dass man dann mit 36 ohne Ausbildung und Berufserfahrung plötzlich einen guten Job hat. Selber Schuld. Ich kenne genug, die sich freiwillig für so ein Leben entschieden haben, auch wenn sie Abi und alle Möglichkeiten haben.
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Lotta

Ich kapier nicht wie das geht dass so viel Leute in einer Bude wohnen. wenn das bei mir so wäre dann würde irgendjemand ganz schnell bei der Genossenschaft anrufen und das melden . Genauso schnell wäre jemand zur Kontrolle vor Ort und man bekäme eine Abmahnung. Also wie geht das ?
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Tja isso

@Lotta: Wenn mich nicht alles täuscht, darf man Besuch bis zu 6 Wochen hintereinander beherbergen ohne vorher den Vermieter zu informieren. Aber mal ehrlich, wer achtet schon darauf?

Mich würde mal mehr interessieren, was hinter dieser Aussage steckt: "... ➡wo ich ⬅ich in Ruhe leben konnte, und meinerseit auch ➡niemanden störte⬅."


@TE: Deine Wohnsituation ist schon ätzend. Aber es gibt eine Möglichkeit, die weiter oben schon empfohlen wurde - Spiegelfolie. Und ich würde dir dazu noch eine simple Lamellenjalousie empfehlen, dann kannst du dir wirklich sicher sein, dass dich niemand beim Tanzen und anderweitigen Verrenkungen beobachten kann. Das Gute an dieser Jalousie ist, dass du sie so einstellen kannst, dass trotz Sichtschutz Licht deinen Raum durchflutet und kein Mensch dich hinter diesem Sichtschutz erahnt, weil - Spiegelfolie - auf der Fensterscheibe! Und abends machst du ja eh dicht.
Aber auch jene Jalousie "oder" Folie und ein chicker Store davor würden dein Problem schon weitgehend beheben.


@Weinbrand: Toller Tip 👍



@TE: Bei Lärm könnte ein konsequentes, äußerst lautes, aber dennoch freundliches Ermahnen hilfreich sein. Nur Mut! Dir könnten sogar andere Nachbarn dankbar sein.
Wenn nicht und es ausufert, Lärmprotokoll und MIETMANGEL anzeigen und um zeitnahes (14 Tage!!!) Abstellen bitten.
Sollte keine Reaktion vom Vermieter erfolgen, o h n e Vorankündigung 5 % Miete (warm) einbehalten. Du hast ja schon den Mangel angezeigt! Spätestens jetzt sollte dein Vermieter reagieren und du solltest einen Anwalt an deiner Seite haben!

Aber, ob sich das für dein Mietloch lohnt?
Meinst du nicht, du könntest direkt bei deinem Vermieter nachfragen, ob du eine Info über leerstehenden Wohnraum im Rahmen deiner finaniellen Möglichkeiten erhalten könntest? Viele Vermieter sind schon sehr bemüht, ihre Stammmieter auch weiterhin mit Wohnraum zu versorgen, denn sie merken, dass das Interesse weiter besteht und die Miete regelmäßig auf's Konto fließt.
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Dieser Kommentar wurde gelöscht, da er gegen die Regeln dieser Seite verstieß oder nicht zum Thema passte: Geschrieben von # am 09.02.2020, 13:45 Uhr.

dsck

Auch wenn es Flüchtlinge oder Obdachlose wären, die mit Sicherheit es zu schätzen wissen, wenn sie nicht mehr in einem Zelt leben müssen, solltest du mal über eine Gardine nachdenken.
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