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Nichtkleinzuk...

Nach Umzug der Schock : Assi-Nachbarn und wie man dagegen vorgeht

Sehr feine Seite, da möchten meine Frau und ich doch gleich was beisteuern...

Wir sind im Februar diesen Jahres umgezogen, von einem ruhigen Viertel in ein anderes ruhiges Viertel in der gleichen Stadt. Wenige Wochen nach unserem Einzug wurden wir das erste mal durch unsere Nachbarn und deren beschissenen Assi-Hip-Hop während der Mittagsruhezeit genervt. Da der Lärm anhaltend war, bin ich zum Nachbarn und habe höflich und freundlich um etwas leisere Musik gebeten. Geöffnet hatte mir ein Mittfünfziger Türke/Kurde/Sonstwas der mich gleich dämlich angrinste und meinte das sein Sohn jetzt gerade duschen sei und deswegen die Musik so laut ist. Ich dachte mir nur "Hää, wat hab ich mit deinem tauben Sohn am Hut, das ich signifikante Einschnitte in meinem Privatleben hinnehmen muß ?!". Dazu möchten wir zwei Dinge anmerken. Zum einen haben wir uns vor dem Einzug bei unserer Vormieterin erkundigt, ob es Problemfälle in der Nachbarschaft gibt, dies wurde verneint, und andererseits das ich im Homeoffice tätig bin und deshalb den ganzen Tag zu Hause bin. Fluch und Segen zugleich.

Nach diesem ersten Kontakt war es überwiegend zwei Wochen leise. Meine Frau hat am Gründonnerstag für eine wichtige Prüfung gelernt, als erneut in der Nachbarwohnung gegen 18.30 Uhr extrem laut wieder dieser Assi Hip-Hop angestellt wurde. Also meine Frau nach paar Minuten rüber zum Nachbarn. Die Frau vom dämlich grinsenden Nachbar knallte meiner Frau die Tür vor der Nase zu und rief ihr vom Küchenfenster nach, sie solle ins Altersheim ziehen. Da dann Ruhe war, haben wir die Sache nicht weiter verfolgt. Um 22.10 Uhr hat es dann an unserer Haustür geklingelt. Der älteste Sohn unserer bescheuerten Nachbarn stand in unserer Tür und prollte gleich los, das wir uns nicht mehr vor dem Haus blicken lassen sollen und das wir nie wieder bei seinen Eltern klingeln dürfen, da wir ansonsten Konsequenzen (Gewalt) zu erwarten hätten. Ich habe in Gegenwart meiner Frau fröhlich zweimal nachgehakt ob dies gerade eine Drohnung war und wurde prompt jedes mal bestätigt, "nein, dies wäre keine Drohung, aber eine Warnung" ! Also hohl ist die Type auch noch.

Nun kommt's aber besser: Bevor ich in die Privatwirtschaft gegangen bin um "richtig" Geld zu verdienen, war ich jahrelang im Staatsdienst. Zuerst SaZ 8 in der Unteroffizierslaufbahn und nach DZE Wechsel zu Landespolizei NRW in die gehobene Laufbahn als Polizeikommissar. Dort 4 Jahre Dienst, dann ab in neue Gefilde. Sei's drum, nun dachte ich mir das es für den hohlen, ca 18-20 jährigen, mit Sicherheit eins interessante Erfahrung darstellt, wenn sich mal Beamte der Landespolizei mit ihm über seine Äußerungen unterhalten. Erzieherischer Lerneffekt inklusive. Gesagt getan, den Notruf gewählt und der Kollegin den Vorgang geschildet. Da man bei sowas in der Regel auch keinen Spaß versteht und zufällig Beamte der Kriminalwache anwesend und verfügbar waren, sind diese gleich mal ausgerückt. Während eines kurzen persönlichen Gespräches mit den Beamten bei uns vor Ort, sind diese sogleich zum aufmüpfigen Halbstarken rüber, um sich den mal vorzuknöpfen. Auf Rückfrage ob eine Anzeige gewünscht ist, haben wir den o.g. erzieherischen Effekt der polizeilichen Maßnahme für ausreichend gehalten und keine Anzeige erstattet.

Sehr wohl aber wollten wir die Sache nun weiter verfolgen, da es einfach nicht angehen kann das so ein Halbstarker Penner Nachts durch die Nachbarschaft zieht und Nachbarn, in dem Falle uns, bedroht. Also haben wir ein Lämrprotokoll aufgesetzt und mussten nicht lange auf Inhalte warten, die wurden zuverlässig seitens Nachbarn geliefert. Das Lärmprotokoll wurde bereits zweimal der Vermietergesellschaft vorgelegt und entgegen aller Bedenken von uns, ob wir als neue Mieter gleichberechtigt behandelt werden, wenn wir derart heftige Beschwerde gegen ein ansässige Mietpartei erheben, ist die Hausverwaltung bereits zweimal nun mit deren Rechtsvertretung gegen die seit 10 Jahren hier wohnenden Mieter vorgegangen. Seit dem letzten Brief vom Anwalt, der ist ca. 14 Tage her und dieser beinhaltete neben einer Unterlassungserklärung eine entsprechende Kündigungsandrohung, herrscht nun endlich Ruhe. Dauerhaft. Rund um die Uhr.

Dieses dämlich grinsende und rücksichtslose Pack. In einer Gemeinschaft herrschen Regeln die es zu befolgen gilt. Das haben die nun gelernt und meine Frau und ich haben die positive Erfahrung gemacht, dass unsere neue Hausverwaltung rigoros gegen Störenfriede vorgeht. Klasse.

Ich kann jedem nur raten, nicht die Flucht zu ergreifen sondern sich gegen diese Elemente zur Wehr zu setzen. Notfalls mit Mieterbund oder Rechtsanwalt eine Mietminderung durchsetzen, wenn der Vermieter nicht in der Lage ist diese Missstände zu lösen.

Dreckspack.

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