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FuckMietpreise

Die Selbstverständlichkeit, dass es keine Singles gibt

In meiner Stadt, wie wohl in den meisten anderen, gibt es keine menschenwürdigen Wohnverhältnisse für Singles. Dabei wohne ich sogar noch in einer Kleinstadt, deutlich unter der 100.000er Marke. Laut Mietspiegel dennoch überteuerte Wohnpreise. Als Singles hat man nur die Möglichkeit, mit zich Leuten in eine WG zu ziehen. Oder wenn man sehr viel ,,Glück'' hat, findet man irgendwo eine winzige ,,1-Zimmer-Wohnung'' die sich nichtmal so nennen dürfte, da man quasi in der Küche schläft und die Kochzeile direkt neben dem Bett hat.

Solche Wohnungen sind für nichts außer zum Schlafen zu gebrauchen, da man dort binnen weniger Stunden einen Lagerkoller bekommt. Aber schlafen kann man dort normalerweise nicht, da die Wände aus Pappe sind und die gesamten Nachbarswohnungen an arbeitslose Handwerker und Monteure vermietet sind, die jede Nacht ihre Saufpartys feiern. Die Wohnung kriegen sie ja vom Arbeitsamt. Während Unsereins 75% vom Gehalt für Miete bezahlt und dann nur die selben Wohnumstände hat. Kenne auch Leute, die sind plötzlich arbeitslos geworden und mussten nichts an ihren Wohnumständen ändern, da sie sich vorher auch nicht mehr leisten konnten.

Dann wundert man sich, dass die Stadt stirbt und jeder hier weg will. Jeder der kann, verschwindet hier. Es sei denn er hängt familiär an dieser Stadt, aber die erben auch meistens ein Haus oder leben bei der Familie zur Untermiete und kommen nicht in die Situation, in der Gosse zu wohnen. Selbst als junger Akademiker muss man hier leben, wie im Obdachlosenheim. (Und das ist kein Scherz, denn ich kenne Leute, die im Obdachlosenheim arbeiten.) Unzählige Leute die ich kenne, sind eigenen Aussagen zu folge nur Beziehungen eingegangen, um weniger oder keine Miete zu bezahlen. Teilweise haben Leute sogar ihre Partner verlassen, wenn jemand neues mit eigener Wohnung kam.

Was wäre aber mal, nur angenommen, wenn es Leute gäbe, die momentan absolut gar keinen Bock auf eine Beziehung haben. Und auf eine Zweckbeziehung schon gar nicht? Und wenn sie eine haben dann auch nicht direkt zusammen ziehen wollen? Tja, dann müssen die halt in einer Wohnküche leben, bis sie dann vielleicht irgendwann mit Ende 40 mal genug Geld verdienen, sich hoffentlich einigermaßen lebenswerte Wohnumstände leisten zu können. Und bis dahin ist das Leben scheiße und man überlegt ernsthaft jeden Tag: Will ich hier wirklich etliche Jahre weiter wohnen oder wäre Suizid vielleicht doch die weitaus angenehmere Option?

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Kommentare (2)

Egal

Ob es besser ist, ein groesseres/"besseres" Wohnklo anzumieten, unter der Voraussetzung, mit jemanden zusammen zu wohnen,den man dann, im Gegensatz zu Nachbarn, nicht nur hoeender Weise, sondern auch optisch etc. ertragen muss, wage ich zu bezweifeln.

Suicide is painless. Machste wenigstens Platz fuer jene, die die Vorteile eines Einmannwohnklos zu schätzen wissen.
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Wirtschaftmit...

Jaja, der Markt wirds regeln. LOL. Nach dem nächsten Crash kommen wieder die Enteignungen. Ist nicht das erste und nicht das letzte mal, dass der Mittelstand und einfache Bürger die Zeche für die Überreichen Spekulateure und Drecksbonzen zahlen müssen. Ich hoffe doch diesmal, dass ihr euch die Namen merkt und Sie nicht davon kommen lasst.

BTW. bevor man sich selbst die Kugel gibt, denk dran, die Banken sind nicht weit weg, statte denen doch einen Besuch ab bevor du dich unnötig selber richtest. Wenn du das vergeigst musst du dir ein paar Jahre lang gar keine Gedanken über Miete oder Wohnumstände machen.

Win Win würd ich sagen.
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