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NewsFritz

Paywalls bei Nachrichten-Anbietern gehen mir so langsam auf den Sack

Diese ganzen Paywalls mit den man in letzter Zeit auf so vielen Nachrichten-Seiten im Internet zu kämpfen hat gehen mir langsam wirklich auf den Sack. Wie soll man sich denn damit eine fundierte Meinung zu einem Thema bilden, wenn es manche Veröffentlichungen nur bei einem bestimmten Nachrichtenanbieter zu lesen gibt, wie z.B. "Exklusivinterviews" oder ähnliches. Sekundärquellen sind wohl kaum dasselbe! Die Nachrichten im Fernsehen sind auch nicht mehr das was sie mal waren. Von den Privatsendern braucht man gar nicht erst anfangen und seitdem ich mir letztens beim Heute-Journal geschlagene Zehn von 15 Minuten (oder wie lange das auch geht, ich schaue es kaum) irgendwelche Fußball-Scheiße angucken musste, weil irgendein Hinterweltler bei einem Verein zurückgetreten ist, habe ich die öffentlich rechtlichen auch aufgegeben. Das kann sich ja keiner mehr antun.

Mir ist auch klar, das die Verlage und Nachrichten-Anbieter Geld verdienen müssen, aber dafür haben sie ja meistens schon reichlich nervige Werbung auf ihren Seiten. Außerdem bin ich ja sogar bereit für Artikel Geld zu bezahlen, wenn es sein muss. Ich finde nur das System ist denkbar schlecht umgesetzt, wie so vieles. Man hat meistens entweder die Möglichkeit ein Abo abzuschließen und monatlich zu bezahlen oder ein bestimmtes Angebot einen Monat lang kostenlos zu testen. Was ist aber nach dem Testmonat? Es gibt ja auch nach dem ersten Monat noch genug Artikel die man vielleicht lesen möchte. Mir ist klar, das es nicht alles umsonst geben kann.

Es geht mir jetzt nicht um irgendwelche Zeitschriften wie GEO oder den Stern etc. sondern um Online-Zeitungen wie die FAZ, Süddeutsche, die Zeit etc. Soll man dann bei allen Zeitungen ein Abo abschließen in der Annahme da wird man mal etwas lesen? Wie viel soll das kosten? Wer analoge Zeitungen kauft, kauft ja meistens auch nicht 3 oder 4 verschiedene pro Woche. Und wenn es etwas interessantes gibt, stellt man sich - wenn möglich - im Kiosk oder Geschäft hin und Blättert erst mal durch?

Wie gesagt, ich bin bereit zu Zahlen, aber nur für die Artikel die mich auch interessieren, für einzelne Artikel und nicht für ein Monatsabo für 10€ oder was weiß ich. Wenn ich auf der besagten Seite vielleicht einmal im Monat einen Artikel lesen will, der gesperrt ist, dann bezahle ich doch keine Abo-Gebühren, wie behindert ist das denn? Aber Bezahlung für einzelne Artikel wird natürlich meistens nicht angeboten. Dann soll der Artikel von mir aus 0,50€ bis 3€ kosten, je nach Länge und Inhalt und Aufwand, aber deswegen bezahl ich gewiss kein Abo. Gerade nochmal geschaut, bei der Zeit z.B. kostet das Abo nach einem Monat 5€ PRO WOCHE?!

Eine andere Idee wäre es ein Newsportal zu schaffen, das sich an Musikstreamingdiensten anlehnt, man bezahlt z.B. 10-20€ im Monat aber kann sich die Artikel von allen angeschlossenen Verlagen raussuchen die man lesen will. Das wäre doch viel sinnvoller als diese eigenbrötlerische Scheiße von heute. Aber hoch lebe das Kapital, hoch lebe die Konkurrenz. (Das macht ja durchaus in manchen Bereichen Sinn um Innovationen zu beschleunigen, aber meiner Meinung nach nicht, wenn es um Informationsbeschaffung und Nachrichten geht.)

Und ja, mir ist auch klar, das viele, vor allem nicht so bekannte Künstler bei den Musikstreamingdiensten nicht die Welt verdienen, weil die Vergütung nach Klick-Zahlen aufgeteilt wird, aber Preise lassen sich anpassen (auch nach oben). Vom theoretischen Prinzip her finde ich diese Herangehensweise aber besser als 100 einzelne Abos für einen Artikel oder Song, den man vielleicht mal im Monat hören will. Und besser als sich die Sachen illegal zu besorgen ist es alle mal. Ich bin ja sogar für Werbung, solange sie nicht zu aufdringlich ist. Diese selbstspielenden Videos gehen zum Beispiel gar nicht, vor allem nicht, bei limitiertem Datenvolumen.

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Kommentare (9)

Wissbegierde

Art. 26 Vereinte Nationen - Recht auf Bildung ist ein 'Menschenrecht'!

Was kommt danach?
Es geht NUR noch ums Geld. Internet und Geld.
Und der Verbraucher löhnt dafür.

Nö, ich will nicht für jeden Artikel, der mich interessiert, zahlen. Es wirklich eine Sauerei, was in der heutigen Zeit der Digitalisierung stattfindet. Bildung bekommt man nur noch, wenn du das nötige Kleingeld hast, sonst bleibst du auf der Strecke?
Und dabei soll man doch mit der Zeit gehen und nicht stehen bleiben?
Werbung okay, aber dann soll es dabei bleiben und die Säcke sollen sich durch diese Einnahmen finanzieren. Aber nein, die kriegen den Rachen nicht voll genug.

Ein Grundrecht des Menschen in unserem Land soll Bildung sein?
Lass mal alle Bücher vermottet sein, dann wird die Mehrheit der Menschen dumm sterben, weil Arbeit durch Maschinen ersetzt wird, du also keinen Job mehr hast, du dir also auch keinen Artikel mehr aus dem Netz herunterladen kannst, weil dein Internet gekappt wurde, kannt 's ja nicht mehr bezahlen ...
Und Zeitschriften gibt es dann auch nicht mehr kostenlos auf der Müllhalde. Die Letzten wurden gerade zu Klopapier recycelt.

Tolle Aussichten...
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kittian
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Moderator [1954]

@Wissbegierde:
Bildung ist nicht unwichtig, aber wird gerade in der heutigen Zeit total überbewertet, womit ich die allgemein unnütze Bildung an (Hoch)Schulen bis auf wenige Ausnahmen halte. Da wollen sich nur ein paar Leute im Bildungssektor unverzichtbar machen bzw. Fördergelder abzapfen.
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Wissbegierde

@kittian:
Wenn ich das Wort (Hoch)Schule schon höre, kriege ich 'nen Hals. Da kann man ja so wunderbar seine (Nichüber)Lebensfähigkeit austesten. Man braucht nur von Semester zu Semester hopsen, will man das eine nicht, macht man halt das andere oder jenes. So kriegt man halt ohne großes Palaber auch seine 7 Lenze rum und hat irgendwann was noch mal in der Tasche? Ein DIPLOM? Wozu braucht man das überhaupt?
Hast Recht! Wird alles überbewertet, alles...!
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Слава Росси́я
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Moderator [3251]

@Wissbegierde: Das schlimme ist ja das viele Studenten nach ihrem Studium oft keinen qualitativ hochwertigen Job machen können und gezwungen sind einen der ihre «Ausbildung» nicht gerecht wird anzunehmen.
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https://www.rechtsanwalt-wilfried-schmitz.de/wp-content/uploads/2019/05/10.5.19-Strafanzeige.gegen_.Bundeskanzlerin-Dr.-Merkel-zugleich-zu-den-wahren-Ursachen-und-historischen-Hintergründen-der-Flüchtlingswellen.pdf

Lp8 Magnum

Diejenigen, die nicht in die Leistungsgesellschaft passen, werden sehr schnell ins Abseits geschoben. Aus heutiger Sicht eine ganz klare Sache.
Du kannst zwar einen sehr hohen Bildungsgrad haben, aber wenn man nach aussen hin wie ein "..." rüber kommt, wird man nicht einmal mehr für Wahr genommen, was ich zumimdest aus "heutiger Sicht" teilweise verstehe.
Es ist einfach so, dass viele nicht mithalten können. Wenn ich eine eigene Firma hätte und von denen nur erwarte, mal etwas weiter unten anzufangen, labern alle ab.
Die Bereitschaft dafür ist einfach nicht mehr vorhanden und dann kommt ganz schnell so "etwas" wie Herr Kühnert.
Hand auf's Herz....solche Leute sind untragbar für ein Unternehmen. Wäre zwar schön,alle zu enteignen, geht schön schnell,.....;-)
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Wissbegierde

@Слава+Росси́я:
Wer ist denn deiner Meinung nach 'qualitativ hochwertig' ausgebildet?

Wenn ich z. B. kein Brot mehr bekomme, weil es keinen Bäcker mehr gibt oder nackend rumlaufen muss, weil keiner mehr da ist, der Klamotten erfindet geschweige denn Nadel und Faden bedienen kann oder wenn der ÖPN zusammenbricht, weil keiner mehr in der Lage ist, den Führerschein abzulegen oder wenn ich mit Fettklatten und hilflos zurechtgeschnittenen Haaren zum Bewerbungsgespräch gehen muss, weil es keine Frisöre mehr gibt oder eben alles, was mein Leben aufrecht erhält - wenn es diese Berufszweige nicht mehr gäbe ...
Kein Studium! Alles lebensnahe duale Ausbildung mit entsprechendem Beiwerk wie Büchern und einem 'hochwertig' lebens-/arbeitserfahrenen Ausbilder an meiner Seite.

Und du meinst, dass ein Studium qualitativ hochwertiger ist als das?

DAS ist m.E. nach aber das, was ich zum Leben brauche.
Medizinstudium außen vor, weil lebenserhaltend, und Architektur, weil Dach über dem Kopf, aber alles Andere?

Und jetzt kommt wieder die Frage:
Warum soll ich für eine simple Information auch noch bezahlen, die das letzte noch offene Puzzlestück zur Lösung eines z.B. technischen Problems ist und die ich schnell im Internet erfragen könnte, wenn die Seitenbetreiber mir dieses Angebot machen, ich dafür aber vorher noch massenhaft Werbung in Kauf nehmen muss? Ist doch schon werbefinanziert!

Dann kann man doch gleich sagen: "Ich bin Krösus, ich habe mir mein Wissen erkauft!"
Wozu noch die Schulbank drücken?

Das ist eine Abzockmasche ohnegleichen!
Genauso wie die GEZ, 'werbe- und verbraucherfinanziert' obwohl der Verbraucher schon genug durch Strom-/Verbrauchssteuern vom den Staat geschröpft wird.

Bearbeitet von kittian: Name korrigiert

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Dieser Kommentar wurde gelöscht, da er gegen die Regeln dieser Seite verstieß oder nicht zum Thema passte: Geschrieben von Wissbegierde am 11.05.2019, 07:11 Uhr.

kittian
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Moderator [1954]

Was den Bildungswahnsinn angeht, sollte man schon ein wenig die Hintergründe kennen. Viele haben bereits mit einer praktischen Ausbildung die Anfang gewagt und waren dann immernoch enttäuscht. Es wird der Eindruck vermittelt, als wäre im Vergleich zu früher heute nichts mehr ohne Studium drin. Kein Aufstieg und keine nennenswerten Gehaltssprünge. Natürlich denken auch einige Spezialisten, dass man soetwas auch gleich bleiben lassen könnte und direkt nach der Schule studiert. Praktika sollen dann reichen. Natürlich gibt es einige Möglichkeiten, so unterzukommen und nicht jeder braucht eine "proletarische Initiation". Man kann auch einfach im Bildungssektor bleiben, oder sonstigen Behörden oder auch Parteien und Vebänden beitreten. Bei großen Unternehmensberatungen kann man sich auch verschleißen lassen, wenn man ein "Brain" ist. Am Ende zählt eben auch der persönliche Hintergrund. Jemand mit internationalen Erfahrungen ist nicht selten interessanter als der 0815-Regionalhengst. Das schwierigste ist für viele einfach der Berufseinstieg, aber danach könnten einfach höhere Sprünge drin sein. Aber weil das jetzt alle versuchen wollen und durch die Niveausenkung im Bildungssystem auch können, sind die Probleme einfach vorprogrammiert.

Die Politiker denken nur in (Akademiker)quoten ohne zu bedenken, dass in Ländern mit höheren Quoten viele unserer Lehrberufe bereits akademisiert wurden und daher ganz automatisch höher ausfallen. Und wenn es auch nicht so wäre, wäre es kein Weltuntergang. Politiker und auch oft unsere Eltern erzählen uns, dass wir alle nach Möglichkeit studieren müssen. Man kann über weitere Hintergründe nur spekulieren. Unternehmen erhoffen sich Mitarbeiter, die sie nicht auf eigene Kosten ausbilden müssen und dann direkt funktionieren. War so gedacht, funktioniert aber nicht. Wie schon gesagt, sind die Unternehmen auch mit daran schuld, weil sie ihren eigenen "Absolventen" keine Perspektiven bieten oder gleich direkt nach der Ausbildung wieder rausschmeißen, wenns etwas mehr kosten würde. Außerdem blieben die Arbeitslosenzahlen niedrig und so mancher Student ist ein verdeckter Arbeitsloser, der bloß nichts oder nur wenig (Bafög) kostet. Außerdem wird der öffentliche Sektensektor schön aufgebläht und bietet steuerfinanzierte Arbeitsplätze. Es reden auch viele vom Fachkräftemangel, aber vielen wird auch nicht die Möglichkeit geboten, sich IN EINEM UNTERNEHMEN tatsächlich zu einer zu entwickeln. Viele würden ja gerne, aber sammeln dann irgendwann fleißig sinnlose Zertifikate und Urkunden, selbst wenn sie den ganzen Bildungsirrsinn schon durchschaut haben.

Etwas mehr Eigeninitiative und Unternehmergeist wären noch viel besser, aber gerade im Bildungssystem wird es einem nur noch aberzogen, sodass viele besonders KOGNITIV leistungsfähige Menschen verblödet werden.

Was die GEZ angeht, ist es an Unverschämtheit nicht mehr zu überbieten. Die ganzen Angestellten im öR "verdienen" mehr als "DAX30"-Leute. Der reinste Selbstbedienungsladen. Die wollen noch mehr Kohle, aber wären eigentlich pro Haushalt schon mit 10 € mehr als gut bedient. Die sollen mal schön was zusammenstreichen. Gibts da eigentlich eine inzwischen erfolgreiche Handhabe gegen?
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Слава Росси́я
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Moderator [3251]

@Wissbegierde: "Wenn ich z. B. kein Brot mehr bekomme, weil es keinen Bäcker mehr gibt oder nackend rumlaufen muss, weil keiner mehr da ist, der Klamotten erfindet geschweige denn Nadel und Faden bedienen kann oder wenn der ÖPN zusammenbricht, weil keiner mehr in der Lage ist, den Führerschein abzulegen oder wenn ich mit Fettklatten und hilflos zurechtgeschnittenen Haaren zum Bewerbungsgespräch gehen muss, weil es keine Frisöre mehr gibt oder eben alles, was mein Leben aufrecht erhält - wenn es diese Berufszweige nicht mehr gäbe ...
Kein Studium! Alles lebensnahe duale Ausbildung mit entsprechendem Beiwerk wie Büchern und einem 'hochwertig' lebens-/arbeitserfahrenen Ausbilder an meiner Seite."

Und du meinst, dass ein Studium qualitativ hochwertiger ist als das?"

Nein, das meine ich sicherlich nicht. Jeder hat sich auf etwas spezialisiert. Der Bäcker auf Brotbacken, der Modeschöpfer auf Kleider entwerfen. Und alle sind für sich wichtig. Ich habe nie gesagt das ich dieses "elitäre" denken über "hochwertige" Ausbildung zustimme und dass ich die vielen anderen Berufe (die um ehrlich Zusein fürs alltägliche Zusammenleben wichtiger sind und viel mehr wertgeschätzt gehören als die Gesellschaft dies heutzutage tut) nicht für wichtig erachte. Ich habe lediglich aufmerksam gemacht, dass einem heutzutage ein Studium nicht unbedingt nützt, da man sehr oft nicht die Arbeit nachgehen kann, für die man ausgebildet wurde. Dann ist man in der Arbeit, die man bekommt, überqualifiziert und dass ist schliesslich auch nicht das Ziel derjenigen die studieren gehen.
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