Dampf ablassen!

Ärger abbauen. Frust loswerden. Darüber diskutieren.

Egal

Sich eingestehen, dass man verloren hat.

Meine Ex hat jetzt seit ein paar Tagen einen neuen Freund. Wir sind zwar schon seit längerem getrennt und auch ich habe neue Leute gedated und würde sie, weiß Gott niemals zurück wollen. Dennoch war sie damals meine große Liebe, war über Jahre ein sehr wichtiger Teil meines Lebens und wir sind dann im Streit auseinander gegangen. Mein Herz war richtig gebrochen. Aber irgendwann war da auch nurnoch Wut. Inzwischen habe ich aber eingesehen, dass wir Charakterlich eigentlich wirklich überhaupt nicht zusammen passen und besser ohne einander drann sind. Außerdem ist sie auch 7 Jahre älter.
Danach ging es drunter und drüber mit uns. Wir waren irgendwie so ein bisschen im Konkurenzdenken miteinander. Mir ging es mit der zeit richtig gut, ich habe viel erlebt und sie ist auf der Stelle stehen geblieben und war eifersüchtig. Jetzt ist es aber umgelehrt. Inzwischen stehe ich auf der Stelle und sie hat ihr in-den-Tag-hinein-Leben um 180° gedreht. Hat einen Bachelorabschluss gemacht und jetzt vor Kurzem scheinbar einen Job in dem Feld bekommen, was ich seit ich ein Kind war als meinen Traumberuf machen wollte. Ich bin noch am Studieren und es schließt sich nicht aus, dass ich auch mal vielleicht so einen Job bekommen könnte. Sie lebt jetzt auch in ihrer Lieblingsstadt, die ich garnicht mag und wo ich nicht leben wollen würde. Deswegen würden wir uns auch nicht über den Weg laufen. Trotzdem muss ich zugeben: Es läuft gerade einfach bei ihr.
So und jetzt vor ein paar Tagen hat sie verkündet, dass sie mit einem Zahnarzt zusammen ist, der aus einer reichen Familie kommt und garnicht mal so schlecht aussieht, glaube ich. (Keine Ahnung, manchmal wenn ich ihn sehe, sieht er mega gut aus, manchmal sieht er irgendwie kacke aus.) Das hat mich ehrlich gesagt ziemlich getriggert. Ich wollte nämlich früher auch unbedingt Zahnarzt werden. Hatte mich schon eingeschrieben, hatte auch den Platz zugesagt bekommen, aber habe es dann nicht gemacht, weil für mich unstämmbare Kosten mit dem Studium einher gegangen wären, die ich nicht hätte stämmen können. Außerdem war ich mir auch nicht 100% sicher, ob Zahnmedizin wirklich das ist, was ich will. Ich wollte halt einen sicheren Job haben, mitdem ich meine Familie und mich aus der unteren Mittelschicht rausarbeiten kann. Das was ich jetzt studiere ist momentan echt 100% was ich machen will und ich liebe es im Moment. Aber die Berufsaussichten sind weder so sicher, noch bekommt man da einen Bruchteil des Gehalts eines Zahnarztes.
Naja und dann ist da dieser Typ, der an manchen Tagen unverschämt gut aussieht. Hat eine reiche Familie, die ihm sogar einen Oberklassewagen gekauft hat, als er noch Student war. Ist jetzt seit einem Jahr mit dem Studium fertig und verdient sich jetzt scheinbar schon dumm und dämlich, wie er das Geld zum Fenster rauswirft. Und dabei hat er auch erst einige Semester nach dem Abi angefangen zu studieren, weil sein Abischnitt nicht gereicht hat.
Und mich nervt an dem Typen, wie er dauernd über sich selbst schwärm, was er angeblich alles kann. Zum Beispiel spricht er angeblich 6 Sprachen. Aber als er dann in die Situation kam, diese Sprachen anwenden zu sollen, konnte er plötzlich doch kein Wort rausbringen. nichtmal ausreichend Englisch. Und dann spielt er angeblich schon so lange und so professionell Klavier. (spiele auch leidenschaftlich Klavier, aber nur mittelmäßig) Aber als er dann an einem Klavier saß, konnte er doch nichts wirklich vorweisen. Ehrlich gesagt bin ich ein bisschen beruhigt, dass er doch nicht so übermäßig perfekt ist und alles kann, wie er es mich durch seine Erzählungen hat glauben lassen. Das hat mich schon etwas eingeschüchtert. Mir geht diese Selbstdarstellung von dem Typen ziemlich auf die Nerven. Aber ich muss zugeben: Im Großen und Ganzen ist er keine schlechte Wahl und kann eine Familie mehr als gut versorgen. Habe prinzipiell auch nichts gegen ihn. Mag zwar seine Selbstdarstellung immer nicht, aber solche Leute gibt es halt, das kann ich akzeptieren. Was das eigentlich Ding ist: Ich muss zugeben: Meine Ex hat gewonnen. Nach all den Jahren. Nach all der Zeit, in der wir und irgendwie gegenseitig als Konkurenz angesehen haben. Nach all der Zeit, in der es bei mir super lief und sie eifersüchtig war. Nach all dem Drama hat sie jetzt alles bekommen, was sie wollte. Meinen Traumjob, einen reichen Partner der ihr ermöglicht nur teilzeit zu arbeiten und trotzdem ein teures Leben zu führen, ein Partner der meinen ehemaligen Traumjob macht und der ja angeblich alles so perfekt kann, was ich nur so mittelmäßig kann (außer, wenn er es unter beweis stellen soll.) Achja und der einen super Körperbau hat, obwohl er angeblich kaum Sport macht und sich ungesund ernährt.
Was soll ich sagen? Ja, du hast bekommen, was du wolltest: Du hast gewonnen! Ich muss wohl mein Schicksal annehmen, dass da jemand ist, der besser ist als sich, dem ich nicht das Wasser reichen kann, der ohne Probleme alles geschafft hat, was ich früher mal wollte. Der Eindeutig die bessere Wahl ist.
Ich habe zwar keine positiven Gefühle mehr für sie aber ich hätte es ihr ehrlich gesagt nicht gegönnt, dass es mal so gut für sie läuft. Habe mich erhlich gesagt gefreut, als es damals so perfekt bei mir lief und bei ihr so schleppend und als sie es kurzzeitig bereuht hat.
Und anstatt dass wir uns weiter vergleich kann ich jetzt einfach sagen: Ja, du hast gewonnen. Ich hab verloren. Du hast es besser erwischt. Jetzt lass mich in Ruhe. Auf diese falsche ,,wir sind noch Freunde'' Freundschaft, kann ich verzichten. Und vielleicht habe ich keinen Job, mit dem ich Reich werde und dir deine Freizeit finanzieren kann. Aber dafür mache ich gerade was ich wirklich will und nicht nur irgendwas, um andere eifersüchtig zu machen und Geld und Ansehen zu bekommen. Und vielleicht sind meine Dates auch nicht so reich und ach so perfekt und beruflich so hoch gestellt. Aber dafür date ich Leute, die ich wirklich mag.
Das Leben fühlt sich doch gleich viel Besser an, wenn man sagen kann: Ist mir egal, was du darüber denkst, solange ich mein Leben so mag....

0

👍

 

👎

0
[Melden]

Kommentare (11)

sanny
★★★★

Mitglied [949]

So ist das Leben ,ob es einem so gefällt oder nicht.Mach dein Ding schau in die Gegenwart u,, (Zukunft).
0

👍

 

👎

0

Antworten

Mein Altersruhe Sitz Toskana

baby bunny

Mitglied [17]

Wow...das ist so erbärmlich und kindisch, ich bin sprachlos.
0

👍

 

👎

0

Antworten

Dieser Kommentar wurde gelöscht, da er gegen die Regeln dieser Seite verstieß oder nicht zum Thema passte: Geschrieben von g.a.y-heilt am 16.12.2018, 11:17 Uhr.

Spiegel

@baby+bunny:

"Es nervt mich, wenn jemand über seine Probleme schreiben möchte und dann irgendjemand einen kurzen Satz dazu sagt ..."

Ich auch!
0

👍

 

👎

0

Antworten

Baby Born

@baby+bunny: @baby+bunny:

loool kindisch sagt die, die sich ,,babybunny'' nennt.
0

👍

 

👎

0

Antworten

Der Denker

Trenn doch einfach jeglichen Kontakt... Is doch so einfach. Nummer löschen/blockieren und Kontaktdaten löschen...
Sei rigoros.
0

👍

 

👎

0

Antworten

kittian
★★★★★

Moderator [1966]

Naja, klingt alles sehr oberflächlich und materialistisch. Wenn deine Ex mit ihrem Zahnarzt nur wegen dessen Stellung zusammen ist, wird sie das auch nicht wirklich glücklich machen können. Auch dieser Zahnarzt wird von einer ewigen inneren Leere beherrscht, wenn er sich Liebe durch seinen Stand erkaufen will. Interessanterweise hast du auch noch solche Gedanken (Ernährer und so..) und wärst bestimmt hauptsächlich aus diesen Motiven Zahnarzt geworden. Wenn es wirklich dein Herzenswunsch gewesen wäre, hättest du vielleicht die finanziellen Risiken auf dich genommen. Deine Talente sind bestimmt woanders begraben. Ich kenne auch von mir dieses Problem mit dem Selbstwertgefühl, wenn man sich selbst einfach nicht gut genug kennt. Ich zum Beispiel denke auch sehr oft von mir, dass ich nix so richtig gut kann und das nagt extrem am Selbstwertgefühl. Du würdest genauso wie ich bestimmt über allem stehen, wenn du da deinen Platz gefunden hättest. Reichtum ist eine nicht uninteressante Nebensache, wenn man sich nicht zu sehr davon vereinnahmen lässt, aber keine Lebensvision. Stell mal (genauso wie ich) dieses Versorgerdenken ab, mit dem du (genauso wie ich) nicht glücklich und vielleicht sogar auch sowieso erfolglos werden/bleiben wirst. Wenn du das mit deinem eigenen Lebensweg raus hast, soll dir alles weitere von allein begegnen, so sagt man...

Du bist immernoch sehr im Statusdenken verhaftet. Aber ich denke, dass wir beide es nicht besser gelernt haben. Irgendwo hat das auch eine gewisse Berechtigung, aber meistens gehts zu weit. Ich für meinen Teil lege garkeinen gesonderten Wert mehr darauf, ein Teil DIESER Gesellschaft zu sein/werden. Da sind mir doch meine Katzen das Wichtigste im Leben :3 ;)
0

👍

 

👎

0

Antworten

Egal

@kittian: @kittian:

,,Interessanterweise hast du auch noch solche Gedanken (Ernährer und so..) und wärst bestimmt hauptsächlich aus diesen Motiven Zahnarzt geworden. Wenn es wirklich dein Herzenswunsch gewesen wäre, hättest du vielleicht die finanziellen Risiken auf dich genommen.''

Ich denke, damit hast du es ziemlich auf den Punkt gebracht. Stattdessen habe ich andere Risiken auf mich genommen um etwas zu machen, was sich richtig angefühlt hat. Trotzdem nagt es an meinem Selbstbewusstsein. Ich denke mir dann immer ,,Ich hätte ,mehr' sein können''.
Vielleicht ist der Typ jetzt aber mein Spiegel, von der Person, die ich nie sein wollte, aber hätte werden können. Er scheint auch nicht gerade aus Interesse seinen Beruf gewählt zu haben. Zumal er auch erstmal etwas vollkommen bis zum Ende studiert hat. Und allgemein. Wir haben ja ziemlich die selben Interessen und Hobbys. Und ich hab mich darüber aufgeregt, dass er alles kann, was ich kann, aber besser. Dann ist mir aber aufgefallen, dass ich überhaupt nicht weiß, ob er es wirklich besser kann. Er lobt sich nur sehr viel selbst. Aber persönlich gesehen habe ich es nicht. Ich denke, dass er und ich uns ziemlich ähnlich sind. Nur mit dem Unterschied, dass er alles dafür tut, Anerkennung und Aufmerksamkeit zu bekommen und ich nur immer in meinen Gedanken das Szenario ,,Hätte ich das gemacht, dann würden mich andere bewundern'' durchspiele.

Ich glaube mein Statusdenken kommt daher, dass ich mit viel Druck und Vergleich aufgewachsen bin. Um ehrlich zusein kann ich es mir aber auch garnicht vorstellen, mal so ein Leben zu führen. Ich habe zum Beispiel eine gute Freundin, die aus einer sehr reichen Familie kommt. Und ich bin da am Rande auch etwas mit reingezogen worden, in das Leben der Schönen und Reichen. ich muss sagen, ihr Leben ist schön. Aber dennoch ist das irgendwie eine Welt, die sich für mich nicht richtig anfühlt. Nicht ,,zu Hause''. Und ja, für mich ist ein Zahnarzt auf jeden fall reich, auch wenn sie das selbst immer anders sehen. Aber wer als kind immer nur Second Hand und Flohmarktsachen hatte, nie im Urlaub war und manchmal vor einem leeren Kühlschrank stand , der blickt schon mit einem neidischen Auge auf leute, die irgendwo in die Karibik fahren und sich im Supermarkt alles in den Wagen schmeißen, was sie wollen, ohne nachzurechnen.
Aber man muss ja auch nicht immer über das Ziel hinaus und alles perfektionieren und übertreiben. Man muss nicht reich sein, um nicht arm zu sein. Man kann auch ,,normal'' sein.

Ich habe auch eine Zeitlang ein Praktikum in einer Zahnarztpraxis gemacht. Und ich denke, es wäre auch kein Beruf gewesen, dem ich total abgeneigt bin. Habe mich damals sehr für Medizin interessiert, wollte aber kein Arzt werden, da ich Angst habe, jemanden zu Töten und auch kein Tierarzt, weil ich nicht Einschläfern will und keine Tiere im Studium ermorden. An Pharmazie hat mich die ganze Medikamentenmafia dahinter gestört. Und bei Zahnmedizin arbeitest du praktisch am Menschen. Das Problem neben den hohen Kosten, die ich nicht stämmen konnte war für mich aber auch, dass ich nicht weiß, wie man mit solchen Angstpatienten umgehen soll. Und dass ich einen kleinen Hygienefimmel habe, und nach dem ein- oder anderen ungepflegten Mund gerne 20 mal mit Desinfektionsmittel duschen wollen würde.
Wollte das nochmal erwähnen, bevor es so klingt, als wollte ich nur fürs Geld Zahnarzt werden.

Naja, momentan bin ich eigentlich sehr zufrieden mit meiner Entscheidung, ich hoffe es bleibt auch so. Nur schüttet es mir trotzdem ein bisschen Salz in die Wunde weil Zahnmedizin so ca 6 Jahrelang meine Planung war und ich mich damals auch schon intensiv in das Thema eingelesen habe. Aber es stimmt schon. Wäre es die richtige Entscheidung gewesen, dann hätte ich es durchgezogen und nicht so ein ,,falsches'' Gefühl bei der Sache gehabt. Und stattdessen was anderes gemacht, was für mich persönlich (außer finanziell) viel riskanter und schwieriger zu erreichen war und bei weitem mehr Einsatz als Annerkennung und Auszahlung verlangt. aber sich richtig angefühlt hat.
0

👍

 

👎

0

Antworten

Dieser Kommentar wurde gelöscht, da er gegen die Regeln dieser Seite verstieß oder nicht zum Thema passte: Geschrieben von André am 17.12.2018, 19:56 Uhr.

Egal

@André:


Gib die Macht nicht in die Hände des Schicksals, sonst wird das nichts! Man bekommt nich einfach, was man sich wünscht, man bekommt auch nicht immer, was man eigentlich verdient und selbst nicht immer das, was man sich hart erarbeitet.
Wenn man nie diese Alphaperson im eigenen Leben hatte, die einen geleitet, beschützt und vorgelebt hat, dann bleibt einem nichts anderes übrig, als selbst irgendwann zu dieser Person zu werden oder eben im Leben zu versagen. Wenn ich eins im Leben gelernt habe dann ist das, dass man sich zuverlässig auf nichts und niemanden verlassen kann. Und deswegen ist es wichtig, dass man sich auf sich selbst verlassen kann. Selbst wenn einem nur steine in den Weg gelegt werden, dann muss man über diese Steine klettern, auch wenn es lange dauerd und anstrengend wird.
Wünsche dir alles Gute!
0

👍

 

👎

0

Antworten

kittian
★★★★★

Moderator [1966]

@Egal:
Es ist sehr gut möglich, dass du dem neuen Partner deiner Ex charakterlich ähnelst. Deine (vermutlich verwirrte) Ex sucht dasselbe weiterhin, was sie bei dir gesucht hat. Dein vermeintliches Scheitern in der Welt der Oberflächlichkeiten ist nicht nur schlecht, sondern bietet dir sogar noch viel bessere Möglichkeiten mit mehr Tiefgang und Herzblut. Wären dir die oberflächlichen Dinge zugeflogen, hättest du an ihnen geklammert und die Tür zu dir selbst nicht gesehen, die aber natürlich auch Schmerz für dich bereithält. Mit "Selbstbewusstsein" meinst du Selbstwertgefühl, weil du über deinen Wert sprichst, den du dir nach irgendwelchen äußeren Maßstäben selbst gibst. Selbstbewusstsein heißt, BEWUSST zu SEIN, also dich selbst zu "kennen". Wenn du das auf einer grundlegenden Ebene erreicht hast, müsste dir das beim Thema "Selbstwertgefühl" enorm helfen, denn dann kennst du etwas Besseres als irgendeinen "Wert" von außen. Aber wie gesagt, das ist auch von sehr negativen Gefühlen begleitet. Du siehst, dass deinem "Nachfolger" nur von Außen irgendwelche Annehmlichkeiten zufallen. Stell dir mal vor, er kann aus irgendeinem Grund seinen Beruf nicht mehr ausüben. Was hat soein Mensch dann noch, der dadurch seine ganze Scheinwelt unterhalten hat? Er wird sehr spät oder sogar nie erkennen, dass sein Leben eine einzige Lüge war, wenn er tatsächlich so oberflächlich drauf ist. Hochstapelei ist bereits in Indiz für recht geringes Selbstwertgefühl, also er ist wohl ein ausgiebig kompensationsfreudiger, vielleicht sogar auch narzisstischer Mensch.

Dein Problem mit den Vergleichen siehst du ja auch selbst. Es wird uns spätestens in der Schule so eingeimpft, aber ist total schädlich. Wenn du dich selbst erkennst und definieren kannst (nicht in Äußerlichkeiten natürlich), dürfte sich dein Bedürfnis nach Vergleichen auch erübrigen. Dass andere mehr haben wird dich ohne Neid nicht mehr so sehr belasten. Der Neid hat auch irgendwo seine Wurzeln und denen musst du wie jedem deiner "Schatten" begegnen. In der Regel sind es Erfahrungen aus frühester Kindheit. Vielleicht mangelnde Liebe und Zuwendung durch die Eltern, die später dann zu geringer Selbstliebe geführt hat. Auch ich kenne es, wie jemand aus der unteren Mittelschicht ohne soetwas wie Urlaub und viel Wünschdirwas aufzuwachsen und hatte sogar noch lange Jahre einen besten Freund aus einer reicheren Familie, bis es mir zu eingebildet wurde. Dies war auch schon ein Hinweis darauf, dass er selbst nicht glücklich sein konnte und seine Prahlereien verrieten ihn im Nachhinein betrachtet nur noch mehr. Reiche Menschen sind oft Sklaven ihres Besitzes und müssen noch extremer als andere auf ihren Ruf achten, sind also gerne mal in noch starrere Formen gepresst. Aber die Lebenswege anderer Menschen sind sehr vielfältig und sie haben nur andere Probleme, die du vielleicht nicht hast.

Vielleicht ist dein Hygienefimmel soetwas wie ein Zeichen von Oben, dass du etwas anderes machen solltest, da dich dies vom Zahnarztweg abbringt. Aus irgendeinem Grund solltest du wohl von diesem Weg abgebracht werden ;)
Gerade wenn du von einem "falschen" Gefühl schreibst, klingt es schon sehr nach dem guten alten Bauchgefühl, das nach der Meinung vieler eher Recht hat, als dein Kopf. Wenn dir dein jetziges Gebiet mehr liegt und auch Spaß macht, ist das doch mit Geld nicht zu bezahlen.

Ja und was du André geschrieben hast stimmt auch nur zu gut und beschreibt meine derzeitigen Bemühungen. Einfach für mich selbst die Menschen zu werden/sein, die ich damals gebraucht hätte, denn es geht nicht anders. Diese "harte Schule" würde aber im Bestehensfall ermöglichen, dass man nie mehr wie andere Menschen vom Außen abhängig bleibt. Das mit den Wünschen gibts zwar, aber da muss man ein paar Dinge beachten. Einfach so auf der Couch sitzen und ganz trocken zu sagen "Ich will Millionär werden" geht nicht. Aber an dem Thema sitze ich noch. Es hat jedenfalls mit den Gefühlen zu tun, die du mit der Erfüllung dieses Wunsches verbindest und irgendwie musst du es schaffen, diese Gefühle bereits im Vorfeld recht stabil zu erzeugen, um die passende "Schwingung" zu erlangen, mit der du dein Wunschszenario von mehr oder weniger allein anziehen können sollst. Ist auch nicht immer so ganz "wissenschaftlich", wenn man auf dieser Schiene argumentiert, aber das was wir wissen, ist eigentlich nichts im Vergleich zu dem, was es so gibt ;)

Bearbeitet von kittian: Ergänzung

0

👍

 

👎

0

Antworten

Kommentieren

Startseite ☰ Menü ⇑ Nach oben