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Der Denker

Allein

Allein sein ist für mich das schlimmste.
Allein sterben ist schlimm. Allein leben ist traurig.

Ich versuche eigentlich in allem und jedem immer das positive zu sehen, denn ein großer Lyriker, der heute noch viel Relevanz hat, sagte einmal:
"Memento Mori"
Googelt es mal.
Denn dann wirken all die kleinen Streitigkeiten im Alltag wirklich klein und unbedeutend. Je mehr wir uns über etwas aufregen, desto mehr Zeit widmen wir auch diesem Gefühl und dieser Person.
Ich erinnere mich selbst immer wieder an "Memento Mori". Dann wirkt plötzlich alles so klein und unwichtig. Alle Probleme sind dann nur noch temporär und man kann darüber hinweg sehen. Denn man lebst selbst und trifft selbst Entscheidungen.

Aber was echt schlimm ist, ist das allein sein. Wenn man allein ist, ist man mit sich eingeschlossen. Man muss sich aushalten. Da kann ich auch multiple Persönlichkeiten gut verstehen. Split ist ein guter Film, der die Thematik sehr gut darstellt. Auf alltäglicher Ebene.

Trotzdem ist allein sein nicht natürlich aus der Evolution bedingt. Es ist die moderne Gesellschaft, die uns entzweit und allein macht. Jeder nur noch mit seinem Smardfone und seinem Ego. Auch eine Art Persönlichkeit. Und dabei wird "Memento Mori" missbraucht. Jeder will nur noch so viel Geld wie möglich. Aber das wird einen nie glücklich machen. Die Biologie wird uns einholen, solange wir noch Menschen sind.

Allein sein ist schlimm. Und es wird mit jedem Jahr schlimmer. Deswegen ist "Memento Mori" auch so eine wichtige Botschaft an uns alle: Lebt und liebt. Geht zusammen und werdet glücklich. Aber bedenkt immer dabei: "Memento Mori".

Architects haben das gut aufgenommen. Die Bedeutung dieses Zitates könnt ihr auf YouTube suchen unter:
'Architects - Memento Mori - Tom Searle'

Erst, wenn ihr das Lied komplett gehört habt, versteht ihr die Bedeutung. [Melden]


Kommentare (9)

Wahr.

Ja, ich mache mir darüber in den letzten Jahren auch immer mehr gedanken.

Ich will das machen, ich will dies machen, aber was sollen die Leute denken? Hey, egal. Memento Mori.
Ich habe mich mit dem vor Jahren gestritten und kann immernoch nicht verzeihen. Vergiss es: Memento Mori.
Ich will etwas erreichen aber frage mich, ob ich es überhaupt versuchen soll, wenn es so unerreichbar erscheint. Versuch es: Memento Mori.

So viel ist plötzlich unwichtig, wenn man darüber nachdenkt, dass man eh irgendwann stirbt und zu staub zerfällt. Dann ist alles egal. Egal dass dich jemand ausgelacht hat oder egal dass du eine Millionen auf der Bank hattest. Es zählt nur, dass man das gemacht hat, was man wirklich wollte. Denn es gibt nunmal keine zweite Chance, sein Leben nochmal zu leben und alles richtig zu machen. Mach es in diesem Leben oder mach es nie. Das Leben ist wetvoll. Memento Mori.

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Der Denker

@Wahr.: du hast es komplett verstanden.

Leben heißt nicht irgendwelche Ziele seines Egos zu erreichen, sondern zu LEBEN. Das zu machen, was man liebt zu tun.

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ooo

Erst wenn man mittelbar einen Verlust erlebt, kommt man dahinter, wie endlich das Leben ist und wie schnell es vorbei sein kann. Jemand, der hochbetagt geht, hat Glück, es sei denn, er hat vorher noch gelitten. Ein junger Mensch, der früh geht, egal aus welchem Grund, hinterlässt immer eine große Lücke und unendlich viele Fragen und Traurigkeit.
"Es sind nicht die Jahre, die man gelebt hat, sondern die Stunden, die man geliebt hat." So oder ähnlich lautet ein Sprichwort, was alles aussagt.
Ich denke auch nicht mehr so weit im Voraus, sondern nehme jede Sekunde, jede Minute, jede Stunde, jeden Tag als Geschenk, solange ich sagen kann, ich bin gesund, mir geht es gut. Und dann gibt es noch das Glück, wenn man weiß, man hat Menschen um sich herum, die einen lieben und auffangen. Wer wünscht sich das denn nicht...

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sanny
★★★★

Mitglied [685]

@Kannst auch /Ein Beispiel Zu zweit sein und alleine !! Finde ich ja noch schlimmer .
Gute Beziehung ja okay ,aber sonst dann lieber alleine (ohne Partner).

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Mein Altersruhe Sitz Toskana

Der Denker

@ooo: wahre Worte von dir. Das Sprichwort ist einfach richtig.

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Der Denker

@sanny: glaub mir:
Nach ein paar Jahren wirst du nicht mehr so darüber denken. Dann willst du nur noch mit einem Menschen zusammen leben. Oder zumindest Menschen um dich herum haben. Wie gesagt: Alleine sterben ist schlimm. Memento Mori. Man muss sich über eine längere Zeit sich dessen Bedeutung bewusst werden.

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Abigail
★★★

Mitglied [284]

@Der+Denker: Ich werde auch allein sterben (wahrscheinlich), habe keine Kinder, meine Geschwister sind alle wesentlich älter als ich, mein Mann ist 9 Jahre älter als ich und ich habe keine Kinder.
Alleine sterben ist (vielleicht) nicht das Schlimmste, aber die letzten Lebensjahre alleine sein ist für mich eine Horrorvorstellung, da hilft nur eins......... die Freunde die man hat sollte man sich nicht vergraulen, denn wenn nichts mehr bleibt, dann die Freundschaft. Natürlich können auch alle meine Freunde vor mir gehen, aber dann ist es mein Schicksal, einer muss ja der letzte sein.

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Ja, das nennt man wohl den Overkill

Der Denker

@Abigail: Wenn es Schicksal ist, dann sei es so. Aber wie du sagst, man soll nicht jeden und alles vertreiben. Das macht es nur noch schlimmer. Ich sag mir immer: Wenn du eine Entscheidung hast, bei Aktivitäten mitzumachen: Was passiert, wenn du nicht zusagst? Hockst daheim in deinem Trott herum. Bringt nichts. Dann ist es wieder wie immer.
Nein erlebe neue Sachen und lass dich zu spontanen Ideen einladen. Das is das Leben.

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Abigail
★★★

Mitglied [284]

@Der+Denker: Ja, du hast vollkommen recht, alles was geht mitnehmen und einfach Spaß haben, das Leben ist zudem auch noch recht kurz.

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Ja, das nennt man wohl den Overkill

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