Dampf ablassen!

Ärger abbauen. Frust loswerden. Darüber diskutieren.

Petunia
Mitglied [3]

Horror Familie

Ich habe eine sehr sehr nahestehende Person Angezeigt weil diese Person mich zusammengeschlagen und Wertgegenstände kaputt geschlagen hat.
Außerdem hat diese Person mich über all schlecht gemacht und lügen über mich verbreitet.
Nach der Anzeige hatte diese Person schiss und hat mich endlich in Ruhe gelassen. Doch die Anklage wird mangels öffentlichen Interesses keine folge gegeben. Und ich hab keinen Geld dafür um zum Anwalt zu wandern und alles Privat zu machen!
Die Person hat jetzt wieder angefangen mich zu beleidigen, lügen zu verbreiten und lacht mich aus, dass ihr eh nichts passieren wird und dass meine Anzeige ja nichts gebracht hat und jeden schon rumerzählt hat, dass ich nur gelogen habe und ein Psycho bin und sie deswegen keine Strafe bekommen hat. Diese Person hat es jedem erzählt, dass ich sie anzeigt habe und auch den größten Lügenmist warum ich das getan habe!

Die Person macht weiter und ich weiß nicht was ich tun soll. Anzeige hat nix geholfen, Anwalt hab ich kein Geld ich habe zwar so ein Berechtigungsschein aber leider ist das nur für eine einzige Beratung und alles andere muss man dann selbst bezahlen. Ich bin jung ich hab sowas noch nie gemacht und weiß auch nicht was für Möglichkeiten ich habe. [Melden]


Kommentare (8)

Auge um Zahn

Omg du tust mir echt Leid! Das ist ja der Horror! ,,Anklage wird mangels öffentlichen Interesse keine Folge haben'' Ich glaub es hackt! Das sollte ja auch nicht Sache der Öffentlichkeit sein müssen.
Was du da aufzählst sind auf jeden Fall ernstzunehmende Strafbestände. Und dass man dich in Gefahr bringt, weil man die Anzeige fallen lässt und die Person jetzt der Meinung ist, Vollmacht über dich zu haben, geht garnicht klar! Das solltest du auch auf jeden Fall aufführen, falls es nochmal zur Anzeige kommt. Hast du vielleicht die Möglichkeit der Prozesskostenhilfe? Oder gehst du vielleicht auf eine Hochschule? Da gibt es manchmal die Möglichkeit Beratungsgespräche mit Anwälten wahrzunehmen. Ansonsten glaube ich auch, dass du eine Möglichkeit der Kostenübernahme hast, wenn du irgendeine Form von Sozialhilfe bekommst. Müsste man nochmal nachlesen.

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Abigail
★★★

Mitglied [327]

Hä? Verstehe ich nicht. Die Person hat dich zusammengeschlagen???? Warst du verletzt? Wenn ja, wie schwer?
Ich frage weil das dann der Tatbestand einer Körperverletzung erfüllt und das wird nur fallen gelassen, wenn du es nicht nachweisen kannst, das würde bedeuten das du keine sichtbaren Verletzungen aufweisen kannst.
Oder du hättest ein ärztliches Attest gebraucht um deine Verletzungen zu belegen.
Das mit der Sachbeschädigung ist eine andere Sache, dafür bräuchte man Zeugen.

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Ja, das nennt man wohl den Overkill

Gegenlärm

Ich befürchte, auch für die Körperverletzung wird sie Zeugen brauchen. Ein ärztliches Attest ist dabei wirklich wichtig, selbst wenn es sich "nur" um einen blauen Fleck handelt.
Gibt es denn niemanden in der Familie, der zu dir hält, @Petunia?
Ansonsten würde ich mich an eine Organisation wenden, die Opfer von Gewalt betreut und berät. Soetwas gibt es doch. Die kennen vielleicht auch Anwälte, die nicht so hohe Honorare nehmen.

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Petunia
Mitglied [3]

Als das passiert ist, war keiner Zu Hause und sonst wenn es passiert ist, ist meine Mutter dazwischen gegangen.
Aber sie meint, sie hat nichts damit zu tun und schweigt. Die Person streitet alles ab und meint sie hätte mich nicht geschlagen. Ärztliches Attest habe ich keines an dem Tag war es noch ''harmlos'' und ich hatte keine Spuren am Körper bzw. hätte ich nur am Kopf spuren haben können da hatte ich aber keine Beulen, obwohl es weh getan hat.

Die anderen Male bin ich nicht zum Arzt gegangen wo ich z.b. Blaue flecke oder Blutige Kratzer oder Beulen hatte. Da hab ich auch noch keine Anzeige gemacht weil meine Mutter mir verboten hat ein Familienmitglied anzuzeigen. Sie hat mir immer gedroht, dass ich dann nicht mehr ihre Tochter bin und auch mit Rauswurf auf die Straße erpresst.

An dem Tag wo ich die Anzeige gemacht hatte, war niemand zu Hause außer ich und der Täter. Ich bin 2 Stunden heulend zur Polizei gelaufen ich war durchnässt. Die Anzeige ist an einem psychischen Tiefpunkt entstanden wo ich mir gesagt habe ich brauche und will jemand der mir endlich hilft. Denn immer wenn meine Mutter das klären wollte und mit dieser Person geredet hat, hat diese Person Türen eingeschlagen ist vollkommen ausgerastet usw. es war also unmöglich. Ich habe dann mit Anfang 17 auch mal eine Hilfeaktion gestartet und das Jugendamt angerufen, aber ich hatte so angst vor der Reaktion meiner Mutter, dass ich ihren Brief versteckt habe und immer wenn der Mann geklingelt hat, habe ich gesagt dass sie nicht aufmachen darf weil der von den Zeugen Jehovas ist. Dann irgendwann mal kam es raus dass ich dort mal angerufen habe, und es gab riesen ärger und wieder die selben Sätze kamen, ob ich bescheuert bin? Sie wäre enttäuscht von mir. Ich bin nicht ihre Tochter. Ob ich denn alles Kaputt machen will mit meinen Aktionen? Ich sei für sie gestorben.

Dann wo die Anzeige gestellt wurde ab den Tag konnte ich nächtelang nicht schlafen und hatte Panikattaken weil ich solche Angst vor der Reaktion meiner Mutter und den anderen Familienmitgliedern hatte. Zum glück war meine Vorstellung was alles passieren könnte schlimmer als das was eingetreten war. Man hat mich nur angebrüllt und der Täter hat sich zurückgehalten wahrscheinlich weil er schiss hatte, dass ich dann noch mal hingehe oder anrufe. Dann paar Tage später kam meine Mutter zu mir und hat bitterlich geweint und hat mich das erste mal gefragt was wirklich los ist und hat mir das erste mal zugehört und in den Arm genommen. Von da an war sie immer nett zu mir, aber komischerweise auch nett und ganz normal zum Täter.... Dann irgendwann ging es wieder los meine Mutter war wieder öfters scheiße zu mir und scheint unser Gespräch komplett vergessen zu haben aber hielt wie immer tatkräftig zum Täter. Was ich nicht verstehen kann, weil sie oft weint und sagt dass es ihr leid tut und im nächsten Moment wie vorher weiter macht!

Ich wünschte ich hätte mich früher getraut hinzugehen, vor allem an den Zeiträumen wo man auch Körperlich was gesehen hat.
Ich weiß auch nicht wie ich das ganze psychische heile überstehen soll, ich bin durch das ganze einfach nur weich und empfindlich geworden und weine sehr schnell los und mir wird schnell was zu viel.

PS: Sorry für den langen Text. Ich hab versucht es ganz kurz zu halten.

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Lärmgeplagte
★★★★★

Mitglied [3048]

@Petunia: Dein Denkfehler ist, dass du erwartest, dass man den Täter aus der Familie entfernt. Aber in der Regel ist es eben so, dass man die Opfer schnellstmöglich aus der Gefahrensituation herausnimmt. Diese Gelegenheit hattest du als du das Jugendamt informiert hast. Falls du schon über 18 bist, ist diese Chance vermutlich vertan - die werden sagen: Wir sind nicht mehr zuständig. Jetzt kannst du nur noch ins Frauenhaus flüchten.

In Deutschland muss leider erst sehr viel passieren damit jemand unverzüglich ins Gefängnis kommt. Selbst wenn deine Anzeige erfolgreich verlaufen wäre, hätte man dem Täter höchstens eine fette Gelbstrafe plus Bewährung aufgebrummt. Das löst somit nicht dein Problem.

Ich verstehe zudem nicht, weshalb du überhaupt noch derart an deiner Mutter hängst?! Die ist doch ganz klar Mittäterin aufgrund der Verletzung ihrer Fürsorgepflicht sowie Vernachlässigung von Schutzbefohlenen. Sie scheint sich kein bisschen für dein Drama zu interessieren, sonst hätte sie längst gehandelt. Also ich an deiner Stelle würde da nicht bleiben wollen, dein familiäres Umfeld klingt nach nem ziemlich kaputten Haufen!

Ich empfehle dir den Weissen Ring aufzusuchen, die kümmern sich um Opfer von Gewaltverbrechen und können dir hoffentlich weiter helfen. Aber rechne bitte nicht mehr damit, dass dein Täter von heute auf morgen aus deinem Leben verschwindet - das ginge nur, wenn deine Mutter ihn rausschmeißt! Fokussiere dich lieber darauf dort selbst raus zu kommen. In besonderen Härtefällen muss das Jobcenter auch unter 25 Jährigen eine Wohnung bezahlen. Aber du musst auf jeden Fall erstmal irgendeine Hilfsorganisation hinzuziehen.

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***Signatur entfernt***

Gegenlärm

@Lärmgeplagte
Das Problem ist, dass man - wenn man aus einer kleinen Familie kommt - oft nicht viel mehr Bezugspersonen als die Mutter und - falls sie nicht geschieden sind - den Vater hat. Wenn die Mutter sich seit tiefster Kindheit so verhält, ist man sogar so erzogen, zu glauben, dass sie im Recht ist - auch wenn man selbst darunter leidet.
In dem Moment, wo einem Zweifel kommen, macht sie einem dann ein schlechtes Gewissen (→ emotionales Unter-Druck-Setzen). Und dann denkt man, sie müsse ja recht haben weil sie doch die eigene Mutter ist und angeblich alle Mütter ihre Kinder lieben (→ Wunschdenken).
Vielleicht ist diese Annahme dann bei dem Opfer auch nur vorhanden, weil man sich als Minderjähriger anders nicht zu helfen weiss und letztendlich irgendwie überleben und das Verhalten ertragen muss.

@Petunia
Wenn du unter 18 bist, wende dich bitte nochmal an das Jugendamt. Schildere denen deinen Fall genau so, wie du es hier geschrieben hast.
Wenn du über 18 bist, such dir einen Job oder eine Ausbildungsstelle und zieh aus. Das wird nicht einfach sein, denn du wirst wahrscheinlich bei diversen Ämtern zahlreiche Formalitäten erledigen müssen. Auf jeden Fall solltest du dir hierfür Tips bei einer Hilfsorganisation suchen. Die haben Adressen und können dir ggf. sagen, wie und in welcher Reihenfolge du vorgehst.
Du wirst vielleicht nicht auf Anhieb im schönsten Wohnviertel eine Wohnung finden, aber zumindest bist du dann in deinen eigenen 4 Wänden sicher und kannst dich in Ruhe auf deine Zukunft konzentrieren.
Und sooo schlimm ist es nicht, wenn man für die Mutter "gestorben" und "nicht mehr ihre Tochter" ist. Das kann verdammt erleichternd sein und einem die Augen für die postiven Dinge im Leben öffnen.

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Lärmgeplagte
★★★★★

Mitglied [3048]

@Gegenlärm: Sorry, kann ich trotzdem nicht nachvollziehen. Meine körperliche Unversehrtheit wäre mir wichtiger als irgendeine Bezugsperson, die diese Rolle nicht mal wirklich erfüllt. Ich bin lieber allein, als dass ich mich misshandeln lasse.

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***Signatur entfernt***

Gegenlärm

@Lärmgeplagte
Aber wenn du sonst keine Verwandten hast oder diese 100% auf der Seite der Mutter stehen? Da wird es für ein Kind oder einen Jugendlichen schwer, den Mut zu fassen, jemanden auf das Problem anzusprechen - und dann noch jemanden zu finden, der einem glaubt und wirklich hilft.
Der erste Gedanke ist doch dann "Jetzt komme ich ins Heim". Und davor haben viele Minderjährige noch mehr Angst, als sich mit gewohnten, schrecklichen Situationen abzufinden.
Wenn die Kinder zudem seit jüngstem Alter immer wieder eingetrichtert bekommen, dass die Eltern im Recht sind, dass man mit niemandem über das, was zu Hause passiert, reden darf, dass man bei Auflehnung im Heim landet, und dass die Eltern schwer krank werden oder sterben, wenn das Kind draußen über ihre Taten redet, dann wird es oft auch aus emotionaler Sicht recht schwierig für das Kind, sich Hilfe zu suchen. Das Schlimme ist, dass viele Kinder bei einer Misshandlung oft glauben, einen Fehler gemacht zu haben, und die Schuld bei sich suchen. Und weil sie Angst haben, mit jemandem darüber zu reden, gibt es auch niemanden, der ihnen sagt, dass das Verhalten der Eltern annormal ist und eine Straftat darstellt.

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